16. Mai 2014

Gabriele Keiser und Uwe Brandi ausgezeichnet

Landrat Dr. Alexander Saftig überreicht den Kulturförderpreis 2014

KREIS MYK. Er: Zeichner und Grafiker mit Hang zu Detail und Miniatur. Sie: Autorin mit mörderischen Gedanken. Beide: Kulturschaffende, die sich um Mayen-Koblenz verdient gemacht haben. Uwe Brandi und Gabriele Keiser heißen die Träger des Kulturförderpreises 2014. Landrat Dr. Alexander Saftig überreichte den Preis, der mit jeweils 1500 Euro dotiert ist, bei einer Feierstunde im Kreishaus.

Seit 1997 ehrt der Landkreis Mayen-Koblenz Menschen, Institutionen oder Vereine, die sich in herausragender Weise um die Kulturpflege der Heimat verdient gemacht haben. „Kulturelles Engagement zu fördern, ist keine Pflichtaufgabe des Staates. Es geschieht aus freien Stücken“, sagte Saftig. Ohne eine lebendige Kulturlandschaft wäre Mayen-Koblenz „grauer und stiller“.

Der Landrat machte deutlich, dass die Entscheidungen keiner Checkliste folgen. Gemeinsam sei allen Preisträgern aber, dass sie für den Landkreis Mayen-Koblenz von hoher kultureller Bedeutung sind. Mit Brandi und Keiser ehrt der Landkreis nun zwei Künstler, die landes- und bundesweites Renommee genießen.

Uwe Brandi lebt in Polch. Er studierte an den Kölner Werkschulen und war Meisterschüler bei Professor Will. Einem breiten Publikum wurde er durch die Gestaltung mehrerer „Spiegel“-Titelseiten bekannt. In der Region kennt man ihn durch Arbeiten, die er im Auftrag der Rhein-Zeitung oder der Verbandsgemeinde Maifeld ausführte. Brandi ist ein großer Meister der Feder. Seine detaillierten Suchbilder erschließen sich in ihrer Komplexität dem Betrachter erst nach längerem Studium. Es ist immer wieder der erfolgreiche Versuch, Groteskes jenseits der Wirklichkeit zu konstruieren, ohne den Ansatz des Funktionalen als Grundmuster außer Acht zu lassen. Winzige Strichmännchen verleihen den Bildern eine beeindruckende und für sie charakteristische Lebendigkeit. „Die Detailversessenheit gipfelt darin, dass Uwe Brandi bei dem farblichen Ausfüllen von Flächen auf einen Pinsel verzichtet, was den Arbeitsaufwand erheblich reduzieren würde. Er zieht es vor, mit mehreren tausend Punkten aus der Feder den Eindruck eines durchgehenden Farbspektrums zu vermitteln“, so der Landrat in seiner Laudatio anerkennend.

Gabriele Keiser, Andernach, ist Krimiautorin, Künstlerin und Vorsitzende des Verbandes Deutscher Schriftsteller in Rheinland-Pfalz. 2006 erschien der bekannte Krimi „Apollofalter”, der erste Band mit der fiktiven Koblenzer Kriminalhauptkommissarin Franca Mazzari. Es folgten „Gartenschläfer”, „Engelskraut” und „Vulkanpark”. „Ihre Bücher erreichen inzwischen hohe Auflagenzahlen, sie hat mit Engelskraut DAS Buch für die Bundesgartenschau geschrieben, wobei sie in ihren Handlungen stets auf Heimat ein besonderes Augenmerk legt“, erklärte der Landrat. Ihre Romane seien Visitenkarte und Werbeträger für die Menschen im Kreis. „Wir spüren, dass eine gemeinsame Geschichte, prägende Erlebnisse, aber auch unsere Bräuche und Traditionen wichtige Faktoren sind, die uns verbinden. Bücher wie ´Vulkanpark´ wecken das Bewusstsein für unsere Wurzeln.“

Dass die Autorin ihre im Kreis gefundene Heimat mit dem Blick über den Tellerrand zu verbinden weiß, wurde mit einem kleinen Ausschnitt aus ihrem Programm „Italienische Momente“ deutlich. Mit dem Liedermacher Manfred Pohlmann schlägt sie den Bogen zwischen Italien und der Region. Das scheint eigentlich nur konsequent, denn die Römer wussten ja schon vor 2000 Jahren die Schönheit der Region zu schätzen…

 

Bild:

Würdigung der Kunst im Kreis (v.l.): Karl-Heinz Weber von der Sparkasse, die Preisträger Uwe Brandi und Gabriele Keiser, Erster Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel, Landrat Dr. Alexander Saftig, Christoph Weitzel von der Kreissparkasse Mayen und Kreisbeigeordneter Dr. Herbert Fleischer.

 

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