14. Mai 2014

Konjunkturlage im Handwerk mit neuem Schwung

Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturbefragung der Handwerkskammer (HwK) Koblenz zeigen eine aufwärts gerichtete Stimmung. Unter den 2.800 befragten Handwerkern im nördlichen Rheinland-Pfalz schätzen im Frühjahr 2014 85 Prozent ihre Geschäftslage als gut und befriedigend ein. Im Vorjahreszeitraum waren dies nur 75 Prozent. Damit hat sich das Handwerk nach der leichten Konjunkturdelle im Frühjahr 2013, die sich durch den langen und kalten Winter 2013 ergab, nicht nur stabilisiert, sondern legt neuen Schwung an den Tag. Die Erwartungen für das nächste Quartal fallen entsprechend optimistisch aus. So gehen mehr als 90 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe für die nächsten drei Monate von einer zufriedenstellenden Geschäftslage aus (Vorjahreswerte in Klammern: 86 %).

Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage im Handwerk zeigen, dass sich die Bewertungen einzelner Konjunkturindikatoren wie Auftragsbestand, Betriebsauslastung und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt haben. „Erfreulich ist, dass sowohl in allen Branchen als auch in allen Regionen die Einschätzungen gegenüber dem Vorjahr besser ausfallen“, erläutern HwK-Präsident Werner Wittlich und Hauptgeschäftsführer Alexander Baden die aktuellen Befragungsergebnisse. „Somit profitiert das gesamte Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz von dem Aufwärtstrend.“

Geschäftsklima nach Branchen und Regionen

In den einzelnen Branchen schwankt die positive Beurteilung der Geschäftslage im Frühjahr 2014 in einer Bandbreite von 74 bis 91 Prozent. Bei den Betrieben der Ausbauhandwerke wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger geben 91 Prozent (84 %) eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage an. Dies ist aktuell der höchste Wert im Handwerk. Unter den Bauhandwerkern sind es 85 Prozent (72 %). Von den Betrieben für den gewerblichen Bedarf wie Feinwerkmechaniker, Metallbauer oder Elektromaschinenbauer sind 85 Prozent (73 %) der Betriebe mit ihrer Geschäftslage zufrieden. In der Kfz-Branche hat sich die Beurteilung der Geschäftslage wieder erholt, 77 Prozent (64 %) geben eine positive Beurteilung ab. Von den Betrieben personenbezogener Dienstleistungen wie Friseure, Fotografen oder Schneider sowie den Befragten der Nahrungsmittelhandwerke melden je 74 Prozent (65 % bzw. 72 %) eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Die Betriebe der Gesundheitsgewerbe beurteilen ihre Geschäftslage mit 88 Prozent (83 %) ebenfalls besser als im Vorjahr.

Die Stimmung in den einzelnen Landkreisen unterliegt einer Bandbreite von 76 bis 96 Prozent. Das beste Geschäftsklima melden über alle Handwerke die Betriebe im Kreis Neuwied. Von ihnen beurteilen 96 Prozent ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als positiv. Den niedrigsten Wert weist die Stadt Koblenz mit 76 Prozent auf. Danach folgen die Kreise Birkenfeld mit 77 Prozent, Rhein-Lahn mit 78 Prozent, die Kreise Westerwald und Altenkirchen mit je 82 Prozent, Rhein-Hunsrück mit 83 Prozent, Cochem-Zell mit 84 Prozent, Mayen-Koblenz mit 86 Prozent, Ahrweiler mit 88 Prozent und Bad Kreuznach mit 91 Prozent.

Auslastung der Betriebe gut – Umsatzentwicklung zufriedenstellend

Bei der Kapazitätsauslastung im Frühjahr 2014 geben 65 Prozent (56 %) der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz an, mindestens zu 70 Prozent ausgelastet zu sein. Im Landesdurchschnitt sind es dagegen 62 Prozent (54 %). Die höchste Auslastung gibt es bei den Betrieben in den Ausbauhandwerken mit 75 Prozent (70 %). Der Auftragsvorlauf hat sich allerdings im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 7,6 Wochen (8,2 Wochen) leicht reduziert und liegt damit unter dem Landesdurchschnitt von 8,0 Wochen (7,8 Wochen).

Die Umsatzentwicklung der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz zeigt sich in diesem Frühjahr zufriedenstellend. Im Landesdurchschnitt geben 64 Prozent (54 %) der befragten Betriebe höhere oder zumindest gleich hohe Erlöse an, im Kammerbezirk Koblenz sind dies 67 Prozent (55 %). 33 Prozent (45 %) der Handwerksbetriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz müssen Umsatzeinbußen hinnehmen.

Investitionsvolumen und Beschäftigungsentwicklung bleiben stabil

Die Investitionsbereitschaft hat sich leicht erhöht – der Anteil investierender Betriebe im Kammerbezirk Koblenz steigt von 35 Prozent auf 37 Prozent. Dagegen sinkt die durchschnittliche Investitionssumme pro Betrieb von 25.000 Euro auf 21.000 Euro. Im Land beträgt die durchschnittliche Investitionssumme 38.000 Euro, der Anteil der investierenden Betriebe 34 Prozent (33 %, 24.000 Euro).

Nach der aktuellen Umfrage entwickelt sich der Personalbestand im nördlichen Rheinland-Pfalz stabil. 76 Prozent (77 %) der befragten Betriebe in der Wirtschaftsregion Mittelrhein nehmen im ersten Quartal dieses Jahres keine personellen Veränderungen vor, 8 Prozent (9 %) stellen Mitarbeiter ein und 16 Prozent (14 %) müssen Mitarbeiter entlassen. Zukünftig denken 13 Prozent (9 %) über Einstellungen nach. 6 Prozent (10 %) der Befragten befürchten, in den nächsten drei Monaten Stellen abbauen zu müssen.

Zukunftsaussichten weiter optimistisch

91 Prozent (86 %) der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz erwarten in den nächsten Monaten eine gute und zufriedenstellende Geschäftslage. Im Landesdurchschnitt sind dies 90 Prozent (86 %). Für den kommenden Sommer rechnen 86 Prozent (79 %) der befragten Handwerker im nördlichen Rheinland-Pfalz mit Wachstumsimpulsen, 14 Prozent (21 %) befürchten Umsatzrückgänge. Ein Viertel der befragten Unternehmen (22 %) rechnet in den nächsten drei Monaten mit einem steigenden Auftragsvolumen, 67 Prozent (64 %) gehen von Konstanz aus. Die zukünftige Investitionsbereitschaft wird von 70 Prozent (64 %) der Betriebe als konstant oder steigend angegeben. 30 Prozent (36 %) der Unternehmen wollen im nächsten Quartal weniger investieren.

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„Das Handwerk ist ein wichtiger und stabiler Impulsgeber der deutschen Wirtschaft. Die Sicherstellung der zukünftigen Fachkräfte im Handwerk ist ein entscheidender Erfolgsfaktor“, stellt die HwK-Spitze fest. „Wir unterstützen unsere Mitgliedsbetriebe mit der Durchführung unterschiedlichster Veranstaltungen, Projekte und Beratungen, sich im Wettbewerb um die Besten durchzusetzen. Nur mit einem starken Handwerk können die großen Herausforderungen der Nachhaltigkeit realisiert werden, beispielsweise im Energie- und Klimasektor, im Kfz-Gewerbe mit der Verbreitung von Elektromobilität oder im Nahrungsmittelhandwerk. Wir setzen uns daher mit allen unseren Möglichkeiten für unsere Handwerksbetriebe ein“, versichern Wittlich und Baden.

Grafik: Dem Handwerk im Kammerbezirk Koblenz geht es gut

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Die Beurteilung der Geschäftslage im Frühjahr 2014 hat sich nach der leichten Delle aus dem Vorjahr wieder verbessert. Im Kammerbezirk Koblenz sind aktuell 85 Prozent der Befragten mit dem Geschäftsklima zufrieden. Im Landesdurchschnitt sind es 84 Prozent. Zukünftig gehen mehr als 90 Prozent der Handwerksbetriebe von einer guten oder zufriedenstellenden Geschäftslage aus.

Informationen zu Einzelheiten der Frühjahrsbefragung 2014 bei der Handwerkskammer Koblenz,
Tel. 0261/ 398-161, Fax -996, presse@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de

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