12. Mai 2014

Künstlerische Vielfalt spiegelt Vielfalt der Wacholderheiden

Bilder, Fotos, Skulpturen und Keramiken bis 20. Mai im Kreishaus zu sehen

KREIS MYK. Die Wacholderheiden in der Osteifel sind eine einzigartige Kulturlandschaft. Das Schutzgebiet ist heute gesichert und dient nicht nur als Ziel von Erholungssuchenden. Unter dem Motto „Generationenvertrag“ hat die „Initiative Breisiger Künstler“ die Naturlandschaft in Gemälden, Fotos, Skulpturen und Keramiken verewigt, die bis zum 20. Mai im Kreishaus zu sehen sind.

Keine Frage: Für Landrat Dr. Alexander Saftig sind die Wacholderheiden eine Herzensangelegenheit. In seiner Zeit als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel war er es, der das Potential der Landschaft erkannte und Wege suchte, die Reste der Heide zu erhalten und die Geschichte eines Naturschutzprojekt zu initiieren, das seinesgleichen sucht. Ein Zufall half dabei: „Im Jahr 2000 sprach ich in der Caféteria der Fachhochschule Mayen zufällig mit einem Vertreter des Mainzer Ministeriums für Umwelt und Forsten. Unser Thema: die europäischen Fördermöglichkeiten des Naturschutzes. Schnell erfassten und erkannten wir die Chancen der Förderung, zumal die Flächen der Wacholderheide direkt vor unserer ´Haustür´ liegen – die Idee für ein groß angelegtes Naturschutzprojekt wurde geboren.“ Das war der Grundstein für das EU-LIFE- Projekt „Schutz und Pflege der Wacholderheiden der Osteifel”. So entwickelte sich aus einer spontanen Idee ein Naturschutzprojekt, welches dem generellen Artenschwund trotzte und ein Stück Natur bewahrte, das der Region zurückgegeben werden konnte. Das Ziel, die Reste der Heide zu erhalten und eine Verjüngungskur und Neuetablierung von Heideflora und Heidefauna zu ermöglichen, war erfolgreich.

Heute ist die romantisch-mystische Wacholderheidelandschaft nicht nur bei Einheimischen beliebt. „Sie zieht auch auswärtige Wanderer, Feriengäste und Touristen auf mittlerweile allein vier Traumpfaden, dem Bergheideweg, Heidehimmel Volkesfeld, Virne-Burgweg und Wacholderweg magisch an“, so der Landrat.

Was eine Künstlergruppe aus dem Breisiger Ländchen dazu bewegt, sich künstlerisch mit den Wacholderheiden der Osteifel auseinander zu setzen, erklärte Hildegard Hildebrand: „In dieser Landschaft strahlt das Licht der Vergangenheit. Die Schatten der schweren Arbeit und der extremen Lebensbedingungen, unter denen die Menschen in der Vergangenheit leben mussten, belasten diese Landschaft nicht. Im Gegenteil, das macht ihren besonderen Scharm aus und wirkt für heutige Generationen besonders attraktiv.“ Die Magie der Natur bot für die „Initiative Breisiger Künstler“ reichlich Inspiration. Gut 110 Werke der aus einem Dutzend Künstler bestehenden Initiative sind im Kreishaus ausgestellt.

Natürlich spiegeln sich die Natur, das Farbenspiel der Eifel und die spezielle Flora des Wacholdergebietes in den Werken. Willi Weißenhagen gibt in seinen Fotos die schroffen, knorrigen, aber farbintensiven Facetten der Flora wieder. Hildegard Hildebrands Arbeiten geben einen Eindruck von den vielen Lichtstimmungen, die in der Landschaft zu beobachten sind. Gesichter und Menschen treten dagegen in den Skulpturen aus Wurzeln und Holz von Paul Hömmerich hervor, während Peter Krebs gar zu einem „Wächter der Heide“ inspiriert wurde, der als eiserner Hüter und bewaffnet die Landschaft schützt.

Dass der Landrat seinen wesentlichen Anteil am Schutz der Wacholderheide hatte, dokumentierten die Künstler in einem Bild, wo er selbst zum Motiv wurde – und bei der Vernissage enthüllt wurde. Erinnert wurde dabei auch an den 2012 verstorbenen Hans Hollederer, der das Schutzprojekt maßgeblich vorangetrieben hatte.

 

Bild:

Für Hildegard Hildebrand von der „Initiative Breisiger Künstler“ hat die Wacholderheide eine besondere Faszination, der auch die Künstler vom Rhein erlagen. Gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig eröffnete sie die Ausstellung.

 

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