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Daseinsvorsorge

Im Zuge des demographischen Wandels steht die Daseinsvorsorge insbesondere in peripheren Räumen, wie der Eifel, neuen Herausforderungen gegenüber. Aufgaben und Ziel ist es hierzu Nachhaltige Perspektiven zu ermöglichen und Mehrwerte und Synergien unter Berücksichtigung & Stärkung der Daseinsgrundfunktionen zu schaffen.

Innerhalb der Kulisse der Zukunftsinitiative Eifel liegen drei Modellregionen, die  sich innovativ den infrastrukturellen Herausforderungen des demografischen Wandels stellen und jeweils mit einer Regionalstrategie Daseinsvorsorge erforderliche Infrastrukturanpassungen vorausschauend und kooperativ identifizieren und gestalten. Durchgeführt als Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) setzt das Aktionsprogramm damit einen Schwerpunkt innerhalb der „Initiative ländliche Infrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Dabei werden für die Teilregion Nordeifel rund minus 10, für den Raum Daun-Gerolstein minus 13 und für den Kreis Trier-Saarburg minus 5,5 Prozent Bevölkerungsentwicklung in den nächsten 20 Jahren vorausgesagt.

DieRegionalstrategien  zur Daseinsvorsorge in diesen Regionen verfolgen dementsprechend jeweils mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort identifizierte Strategien, die den Effekten aus den Schrumpfungs- und Alterungsprozessen in ihrer Heimat entgegen wirken sollen. Gleiches gilt für Maßnahmen, die sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus dem regionalen Entwicklungskonzept ergeben.

Die Verbandsgemeinde Daun plant „Generationenstätten“, in denen im Gegensatz zu Kindertagesstätten eben nicht nur Kinder, sondern auch ältere Menschen betreut werden können.

Unter der Überschrift „Leben in der Nordeifel“ initiiert der Kreis Euskirchen eine „Immobilien- und Baulückenbörse“ für den nordrhein-westfälischen Eifelteil, mit der Wohnungs- und Häuserleerständen auf den vielfach kleinen Nordeifeldörfern vorgebeugt werden soll.

Die Städteregion Aachen erprobt ein vorbildliches Projekt , mit dem das Leben auf dem Dorf für alle Generationen auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleiben soll. Das Ganze nennt sich „Dorfgespräch“ und ist eine leicht bedienbare Internetplattform, auf der man einen Babysitter, Hilfe für die Gartenarbeit oder eine Mitfahrgelegenheit zum nächsten Arztbesuch organisieren kann. Im Dorf bekannte Administratoren könne man zudem anrufen und die teilten auch den Menschen, die nicht über einen eigenen web-Zugang verfügen persönlich oder am Telefon mit, dass der Heizungsinstallateur gegen 15 Uhr kommt, oder dass sich demnächst der oder jener Schüler zum Lateinpauken einstellen will.

Mit dem Projekt „Kunstrasenplatz“ für soll exemplarisch der Zusammenhalt aktiver Sportvereine gestützt und über ein neues Infrastrukturangebot manifestiert werden. Auch nicht Sport treibende Vereine und in der Nähe liegende Schulen können und sollen davon profitieren. Bauherren des Kunstrasenplatzes sind übrigens die Vereine. 

Diese Initiativen wurden 2013 im Rahmen der Bürgermeisterkonferenz in Eupen vorgestellt und mit großer Aufmerksamkeit belegt. Gilt es doch vor dem Hintergrund der durchaus vergleichbaren Herausforderungen im ländlichen Raum voneinander zu profitieren und voneinander zu lernen.

Dementsprechend wird sich die Bürgermeisterkonferenz am 10.07.2014 im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ wieder mit der Dokumentation und Diskussion eifelexterner wie –interner Konzepte und Aktivitäten beschäftigen. Unter Federführung von Frau Monika Frohn von  der IHK Aachen wird der Dialog über zukünftig Machbares aufrecht erhalten und ein Mehrwert für alle Partner der Eifel-Ardennen-Region geschaffen.

Die Kreise Düren, Euskirchen und die Städteregion haben hierzu bereits ein Konzept im Rahmen des Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge –

Aktionsprogramm regionale Daseinsvorsorge für die Nordeifel Kreise (336.3 KiB)

 erarbeitet.

 

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