28. Juli 2017

Schönheit in Stein

Ausstellungseröffnung Ländliche Architektur im Kreismuseum Bitburg-Prüm.

„Schönheit in Stein – Ländliche Architektur in der Südeifel“ ist der Titel einer neuen Fotoausstellung, mit der das Kreismuseum Bitburg-Prüm den besonderen Wert alter Häuser für unsere Dörfer und Städte deutlich macht. Anhand von zehn vorbildlich restaurierten Beispielen zeigt sie, welche Faszination diese Zeugnisse alter Handwerkskunst mit ihren natürlichen Materialien, ihren historischen Spuren und ihrer schlichten Schönheit heute auf uns aus- üben.

Landrat Dr. Joachim Streit (rechts) bei der Eröffnung der Ausstellung „Schönheit in Stein“ im Kreismuseum BitburgPrüm mit (von rechts) Kuratorin Dr. Barbara Mikuda-Hüttel, den Fotografinnen Heike Matzat und Prof. Anita Burgard sowie Museumsleiter Burkhard Kaufmann. Foto: Stephan Garçon.

Landrat Dr. Joachim Streit erinnerte in seinem Grußwort an das vielfältige und weit zurück reichende Engagement des Eifelkreises für Schutz und Pflege unseres baulichen Erbes. Die Kreisverwaltung habe dabei immer wieder Vorreiterfunktion für die Denkmalpflege im ländlichen Raum übernommen: mit der Einstellung eines hauptamtlichen Denkmalpflegers im Jahr 1981, der Restaurierung von Schloss Weilerbach oder auch mit der Erstellung der dreibändigen Denkmaltopografie als wissenschaftlicher Grundlage für das Vorgehen in der Denkmalpflege. Dr. Barbara Mikuda-Hüttel, Kuratorin der Ausstellung, führte anschließend in das Thema der Ausstellung ein. Sie hob hervor, dass die ländliche Architektur der Südeifel sich von den benachbarten Regionen der Nordeifel, der Mosel und des Hunsrücks deutlich unterscheide. Auffallend früh, seit etwa 1700, trat hier die Steinbauweise an die Stelle des hölzernen Fachwerkbaus. Sie wurde stilbildend für die traditionelle ländliche Architektur in unserem Raum.

Die Ausstellung dokumentiert das Ergebnis der Restaurierungen der zehn Häuser aus der Sicht der heutigen Eigentümer. Mitunter abenteuerlich, spannend und voller Überraschungen und Entdeckungen sind die Geschichten, die sie zu berichten haben. Von Unverständnis bis Mitleid reichten die anfänglichen Reaktionen im Umfeld. „O Majusebetta, se dier emma noch uhm schruppen!“, tröstete etwa eine ältere Dorfbewohnerin die Eheleute Jacobi, als sie begonnen hatten, das vernachlässigte alte Pfarrhaus in Dockendorf wieder instand zu setzen. Doch die Mühen der Restaurierung ließen wertvolle Eichenböden, Wandschränke und dekorative Türbeschläge wieder erstehen – und mit ihnen ein ganz besonderes Wohngefühl. Und sie führten immer wieder zu wertvollen Entdeckungen. So kam in Wolsfeld eine höchst seltene Kücheneinrichtung des 17. Jahrhunderts ans Licht, und in Holsthum konnte eine 200-jährige dekorative Wandbemalung freigelegt werden.

Die besondere Atmosphäre der alten Häuser haben Heike Matzat und Anita Burgard in den rund 100 Fotografien der Ausstellung festgehalten. Diese illustrieren auch den im vergangenen Herbst erschienen gleichnamigen Bildband, der der Ausstellung zugrunde liegt. Die Eröffnungsveranstaltung wurde feierlich umrahmt von Musikern der Musikschule des Eifelkreises. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 14. Januar 2018 im Kreismuseum Bitburg-Prüm zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags und mittwochs 11 – 17 Uhr, donnerstags – sonntags 14 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

 

 

Kontakt:

Ansgar Dondelinger

Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm

Fachbereich 01 – Personal, Büro des Landrats Trierer Str. 1 – 54634 Bitburg
Trierer Str. 1 – 54634 Bitburg

Tel:  06561 15-2111, E-Mail: dondelinger.ansgar@bitburg-pruem.de

Print Friendly, PDF & Email



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor(in)

Klaus Schäfer
Impressum:
Zukunftsinitiative Eifel
Kalvarienbergstraße 1
D – 54595 Prüm