10. Juli 2017

Digitale Lücken schließen und stabile Lösungen schaffen

Die Netzfabrik aus Bitburg fängt da an, wo die Telekom aufgibt

Außerhalb von Ballungszentren sind leistungsfähige Internetzugänge nicht selbstverständlich. Große Anbieter scheuen aufwändige Investitionen in entlegenen Gebieten und verzichten lieber auf potentielle Kunden. Diese Lücke ist in der Eifel durch einen lokalen Anbieter jetzt geschlossen werden. Das Geschäftsprinzip von Hans Lübken und seinem Team ist ebenso einfach wie herausfordernd: Die Netzfabrik schafft stabile Internetverbindungen in Bereichen der Eifel, wo große Anbieter nicht hingehen können oder wollen.

 

Klassischer Netzausbau erreicht nicht alle

Die Lebenswelten ändern sich im 21. Jahrhundert. Immer mehr Beschäftigte präferieren heute Modelle, die es erlauben, selbst zu entscheiden wo und wann sie arbeiten.  Der Wohnort wird so auch zum Arbeitsplatz.  Als familienfreundlicher und lebenswerter Standort wird die Eifel aber nur dann zu einer interessanten Alternative, wenn die technischen Voraussetzungen für digitale Verbindungen geschaffen sind. In jedem Ort ist deshalb die Versorgung mit zuverlässigem und schnellem Internet essentiell. Ob bei der digitalen Anbindung von Gewerbegebieten mit Breitbandanschlüssen oder bei der Online-Infrastruktur für Wohngebiete: Die Abdeckung der Gemeindeflächen mit schnellem Internetzugang ist schon heute für eine belebte und erfolgreiche Gemeinde grundlegend. Die Förderung des Netzausbaus erreicht zwar viele Haushalte, aber eben nicht alle. Da die Betriebskosten nicht förderfähig sind, bleiben genau die Gemeinden unversorgt, die für einen kostendeckenden Betrieb zu klein sind. Die Konsequenz: Der Kunde bleibt mit Kupferleitungen angeschlossen, wobei die nutzbare Bandbreite an die Länge der Kupferleitung gebunden ist. Durch diesen unbefriedigenden Zustand werden in der Folge selbst in ausgebauten Gebieten nicht alle Endanschlüsse optimal erreicht und mit schnellem, stabilem Internet versorgt.

 

Zukunftsfähige Lösungen sind möglich

Manche Orte wie zum Beispiel Birtlingen sind so klein, dass Anbieter wie die Telekom deutlich mehr investieren müssten als später an Einnahmen zu erwarten wäre. Sie könnten deshalb Anbindungen zwar technisch ermöglichen, wollen es aber aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht. Geschäftsführer Hans Lübken kommt genau an diesem Punkt mit der Netzfabrik ins Spiel und löst auch aussichtlose Fälle:  „Wir bieten alternative und absolut belastbare Möglichkeiten, um Gebäude oder Standorte miteinander zu verbinden. Dank ausgereifter Technik im freien und lizensierten Band erreichen wir mit unseren Lösungen hohe Bandbreiten mit hoher Zuverlässigkeit. Je nach Standort erfolgt das kabelgebunden oder funkgestützt.“ Besonders hohe Punkte sind ideal für die Übermittlung von Funkdaten. So wird in Bitburg der Schornstein der Bitburger Braugruppe genutzt oder es werden Verträge mit Windkraftanbietern geschlossen. Dabei können enorme Bandbreiten realisiert werden, die sonst erhebliche unternehmerische Investitionen mit sich bringen würden. Das DRK Bitburg hat mit Hilfe der Netzfabrik zwei Standorte am Krankenhaus und in der Rettungswache per Funk miteinander verbunden. Und auch bei der kostenintensiven Stromversorgung gibt es in abgelegenen Gegenden wie Echtershausen durch eine Solaranlage mitten auf einer Schafswiese günstigere Wege.

 

Maßgeschneiderte Internetzugänge

Hans Lübken und seine Mitarbeiter setzen nicht auf standardisierte Massenangebote, sondern auf individuelle Lösungen: „Wir ermöglichen den schnellen und stabilen Webzugang über alternative Anschlusskanäle. Dabei werden nennenswerte Einschränkungen in puncto Geschwindigkeit, Latenz und Verfügbarkeit von Internet sowie Telefon umgangen. Wir bringen das Highspeed-Internet über Richtfunkstrecken in Ihren Ort und verteilen es via Funk in die einzelnen Haushalte.“ Die Zukunft haben die Bitburger IT-Experten eindeutig auf ihrer Seite: Wo Glasfaser geht, wird man Glasfaser nutzen. Aber das wird nicht überall möglich sein. Die Netzfabrik hat diese Marktlücke identifiziert und schließt sie mit den jeweils bestmöglichen technischen Lösungen Schritt für Schritt. Und das mit starken Partnern: Die Unternehmen 12u.eu für den Vertrieb und Wireless-DSL für den Bau sind ergänzen die Netzfabrik mit ihrer Kompetenz und Erfahrung.

 

 

Immer mehr Projekte in der Eifel

Die Netzfabrik kombiniert unterschiedliche Technologien zu intelligenten Systemen und ermöglicht so schnelle und stabile Internetzugänge mit geringer Latenz. Sie sorgt so quer durch die Eifel für tragfähige Lösungen – beispielsweise bei den Ortsversorgungen Gladbach bei Wittlich, Birtlingen bei Bitburg, Sarmersbach bei Daun, Echtershausen bei Biersdorf oder im Technologiepark Nerdlen bei Daun. Ein weiteres Projekt ist die Verbindung von Kundenanschlusspunkten über einen Funk-Backbone auf der Strecke Wengerohr – Dierscheid – Bitburg – Plütscheid – Dausfeld. Damit ist auch für Neukunden ein Anschluss unabhängig von den großen Anbietern möglich.  Aber auch innerstädtische Herausforderungen wurden bewältigt, wie Hans Lübken an einem Projektauftrag erläutert: „Im Bitburger Dorint-Hotel sollte die Tagung einer international renommierten Wirtschaftsprüfungsgruppe stattfinden, die dafür allerdings eine leistungsfähige Internetverbindung benötigte. Die Bandbreite war bis Niederweiler vorhanden. Von dort aus haben wir ein Leerrohr von der Biogasanlage bis zum Hotel genutzt und es mit 50 Mbit versorgt. Die Veranstaltung war erfolgreich!“

Bezahlbare Preise für erstklassige Leistung

Die Anforderungen an Web-Zugänge sind klar: Schnelle Umsetzung, keine Einschränkungen durch Leitungslängen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis für modernste Technik. Hans Lübken ist Realist: „Wir müssen in der Eifel nicht nur ehrliche Lösungen anbieten, diese müssen für die Menschen auch wirtschaftlich interessant sein. Wir bieten deshalb unsere Bandbreiten zu ganz anderen Preisen an als die großen Telekommunikationsunternehmen.“

 

 

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Autor(in)

Klaus Schäfer
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