30. Mai 2017

Unternehmen der IHK Aachen informieren sich über Tihange

Eine Delegation von 22 Unternehmern aus dem gesamten Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat sich bei der Betreibergesellschaft ENGIE Electrabel S.A. in Brüssel über das Kernkraftwerk Tihange informiert. „Die Unternehmer aus der Region Aachen sorgen sich um die Zukunft ihres Standorts“, sagte IHK-Vizepräsident Wolfgang Mainz: „Die Ansiedlung neuer Betriebe könnte durch die andauernde öffentliche Risikodiskussion ebenso erschwert werden wie der Zuzug dringend benötigter Fachkräfte.“

nformationsaustausch: 22 Unternehmer aus der Region Aachen und den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg waren gemeinsam mit Vertretern der IHK Aachen bei ENGIE Electrabel in Brüssel, um sich über die Sicherheit der Atomanlagen zu informieren. Foto: IHK Aachen

Philippe Van Troeye, CEO von ENGIE Electrabel, zeigte Verständnis für die Besorgnisse: „Wir möchten auch außerhalb von Belgien einen transparenten Dialog führen, um Antworten auf die
Fragen zu geben, die sich rund um die belgischen Kernkraftwerke stellen.“ Van Troeye erläuterte, dass das Unternehmen im Durchschnitt jährlich 200 bis 300 Millionen Euro investiere, um die Anlagen zu verbessern. „Die Sicherheit unserer Kraftwerke hat zu jeder Zeit absolute Priorität.“ Die Atomanlagen würden regelmäßig sowohl von belgischen als auch internationalen Behörden kontrolliert und gehörten laut verschiedener Studien zu den sichersten weltweit. Die Nukleartechnik sehe der Konzern momentan vor allem als „Übergangsenergiequelle“, um den allmählichen Aufbau von Kapazitäten aus erneuerbaren Energien zu ermöglichen und damit die Wende zu einer CO 2 -freien Wirtschaft einzuleiten.

Dem Besuch auf Einladung von ENGIE lag eine Resolution der IHK-Vollversammlung zum sicheren Betrieb des Reaktors Tihange 2 zugrunde. Das regionale Wirtschaftsparlament hatte sich
eingehend mit Fragen zur Gefährdung des Aachener Wirtschaftsraumes durch einen nuklearen Störfall beschäftigt – vom schleichenden Attraktivitätsverlust für Investoren bis hin zur Existenz-
bedrohung im Falle einer radioaktiven Verseuchung.

„Wir setzen auf einen sachlichen Dialog – aus Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region genauso wie für unsere Mitarbeiter“, betonte Mainz, „und wir möchten unseren 2
Kunden und Geschäftspartnern, Investoren und Existenzgründern versichern können, dass das Leben, Arbeiten und die Zukunft unserer Region nicht gefährdet werden.“ Van Troeye begrüßte
den Austausch, der sich mit dem Termin zwischen dem Energieversorgungskonzern und den Akteuren auf deutscher Seite zu etablieren beginnt. „Wir wollen mit einem transparenten und kon-
struktiven Dialog Wahrnehmung und Realität wieder auf ein Niveau bekommen und dazu jedem die Möglichkeit geben, sich ein objektives Bild zu machen“, fasste er zusammen. In diesem Sinne
sei ab sofort nun auch die Website von ENGIE Electrabel in deutscher Sprache verfügbar (http://corporate.engie-electrabel.be/de).
 

Kontakt:
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Theaterstraße 6 – 10 | Telefon: 0241 4460-0 | Telefax: 0241 4460-148
Bei Fragen: Fritz Rötting, Tel.: 0241 4460-231
E-Mail: dienst@aachen.ihk.de

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Klaus Schäfer
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