25. April 2017

IHK: „Innovationsförderung des Bundes reicht nicht aus“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen hat auf den Plan des Bundeswirtschaftsministeriums reagiert, die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bundesweit um rund eine Milliarde
Euro auf 3,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung zu erhöhen. „Das allein wird nicht reichen, um die Industrie unserer Region international wettbewerbsfähig zu halten“, mahnt IHK-
Vizepräsidentin Stefanie Peters, geschäftsführende Gesellschafterin der NEUMAN & ESSER GROUP in Übach-Palenberg.

Um Ideen und Neuerungen zu fördern, solle die Politik Gesetzesvorschläge auf Innovationsfreundlichkeit hin prüfen und bürokratische Hürden abbauen, die sich aus dem geltenden Recht ergeben, sagt Peters. Außerdem könne es zu mehr Innovationen kommen, wenn die Regierung für eine Förderung keine inhaltliche Ausrichtung mehr vorgeben und stattdessen eine umfassende
Steuerreform auf den Weg bringen würde.

„Die Region Aachen verfügt mit ihren technologieorientierten Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen über einen großen Standortvorteil für Innovationen“, betont IHK-
Geschäftsführerin Anke Schweda: „Wir können diese Möglichkeit aber nur dann nutzen, wenn die Betriebe das enorme Potenzial der Hochschulen erkennen.“ Deshalb brauchten vor allem kleine
und mittelständische Betriebe stärkere Anreize für die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen.

Dies erhöht laut IHK Aachen die Chance, dass Ideen und Produkte aus der Region auch künftig weltweite Aufmerksamkeit erhalten und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze vor Ort sichern.
Jüngstes Beispiel eines gelungenen Technologietransfers sei das in Aachen konzipierte Elektrofahrzeug „e.GO“. Vor kurzem wurde der Triwo Technopark Aachen als künftiger Produktionsstandort präsentiert, wo das weltweit erste „Industrie 4.0“-Serienfahrzeug ab Anfang 2018 von mindestens 70 Mitarbeitern hergestellt werden soll.

Am 8. Mai will die IHK Aachen ihre „Industriepolitischen Leitlinien“ veröffentlichen und damit der Industrie in der Region eine Stimme für die kommende Legislaturperiode in Bund und Land geben.

 

Kontakt:

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Theaterstraße 6 – 10 | Telefon: 0241 4460-0 | Telefax: 0241 4460-148
Bei Fragen: Fritz Rötting, Tel.: 0241 4460-231
E-Mail: dienst@aachen.ihk.de

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Autor(in)

Klaus Schäfer
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