7. April 2017

EU bewilligt integriertes Projekt mit 17 Millionen Euro

Für den Natur- und Geopark Vulkaneifel stehen rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Beisein von Regierungsvertretern aus Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen fiel am 30. März 2017 am Umwelt-Campus Birkenfeld der Startschuss für das EU-Projekt LIFE-IP ZENAPA. Gefördert wird das ambitionierte Vorhaben mit über acht Millionen Euro aus dem Programm für Umwelt und Klimapolitik „LIFE“, bestätigt der Vertreter der Europäischen Kommission, Bernd Decker.

Im Rahmen des achtjährigen Projektes stellen sich elf Partner aus acht Bundesländern und dem Großherzogtum Luxemburg der Herausforderung, die Energiewende in Einklang mit den verschiedensten Anforderungen aus Klima-, Natur- und Artenschutz zu bringen, so der Projektleiter Prof. Dr. Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). Staatsekretär Dr. Thomas Griese vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium machte deutlich, dass Klimaschutz und Naturschutz untrennbar zusammen gehören. ZENAPA setze damit genau richtig an.

In Rheinland-Pfalz sind inzwischen 73 Prozent der Bäume auch durch den Klimawandel geschädigt und für viele gefährdeten Tier- und Pflanzenarten ist mit fortschreitender Erderwärmung ein weiterer Rückgang zu erwarten.
Griese begrüßt, dass durch die Beteiligung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, des Natur- und UNESCO Global Geoparks Vulkaneifel, des Biosphärenreservats Pfälzerwald und der Verbandsgemeinde Rhaunen viele Maßnahmen in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden, die helfen die Klima- und Naturschutzziele des Landes zu erreichen. In Luxemburg konnte der neu gegründete Naturpark Müllerthal als Partner gewonnen werden. Umweltministerin Carole Dieschbourg erhofft sich durch das EU-Projekt wichtige Impulse zur nachhaltigen Entwicklung der Region des Naturparks, die sich aus zwölf Gemeinden zusammensetzt. Die Ausweitung der Biomassenutzung, die Gründung einer regionalen Energiegesellschaft sowie die Bereitstellung eines Klimawandelmanagers sind nur einige Aspekte, die im Rahmen von ZENAPA gemeinsam mit den Bürgern im Müllerthal umgesetzt werden.

Das Saarland und Nordrhein-Westfalen sind jeweils mit einem Großschutzgebiet im Projektkonsortium vertreten. Das saarländische UNESCO Biosphärenreservat Bliesgau steht, wie so viele Biosphärenreservate, vor der Aufgabe, bei der Umsetzung energetischer Maßnahmen in seinem Einzugsgebiet Aspekte des Arten- und Naturschutzes zu integrieren. Ein Klimaschutzmanager für den Bliesgau wurde bereits installiert, bestätigt der saarländische Umweltminister Reinhold Jost. Spannend an dem Modellprojekt sei aus seiner Sicht vor allem der Erfahrungsaustausch mit den nationalen und internationalen Partnern.

Gerne bringe man in ZENAPA die umfangreichen Erfahrungen auf dem Gebiet des Ressourcenmanagements und der Harmonisierung von Windkraft und Naturschutz ein, berichtet Dr. Martin Woike, Ministerialdirigent im nordrhein-westfälischen Umweltministerium. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) dient hierbei als Umsetzungspartner für die Projektregion „Naturpark Bergisches Land“. Übereinstimmend stellen die Vertreter der Partnerregionen fest, dass ZENAPA durch seine Komplexität sowie die unterschiedlichen Partner und Handlungsfelder langfristig wichtige regionale Entwicklungsimpulse auslöst. Die Partner eint die Überzeugung, dass es im Projekt gelingen wird, Zielkonflikte von Klima-, Natur- und Artenschutz und die Anforderungen der Energiewende aufzulösen.

Kontakt:

Elvira Krämer

Kreisverwaltung Vulkaneifel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mainzer Straße 25
54550 Daun
Tel.: 06592-933290
Fax: 06592-985033
E-Mail: elvira.kraemer@vulkaneifel.de

 

 




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