28. März 2017

In Düren eine Heimat gefunden

 

Düren. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Heimat. Sehnsucht. Identität“ von Düren Kultur, zeigt das Stadt- und Kreisarchiv vom 3. April bis 4. Mai in den Räumen der Stadtbücherei die Ausstellung „Neue Heimat Düren. Heimat verlieren – Heimat finden 1945-1960“

Judith Koerffer, Mitarbeiterin des Stadt- und Kreisarchivs, hat das Projekt federführend durchgeführt und damit –so Archivleiter Hans-Helmut Krebs – „einen großen Wurf gelandet.“

Persönliche Motivation war für Judith Koerffer das Schicksal ihrer Großmutter, die nach der Flucht aus Ostpreußen in den Nachkriegsjahren in Düren ankam.

Das Ankommen ist der Ausgangspunkt der Ausstellung, die sich bewusst nicht mit der Flucht auseinandersetzt und wie es dazu gekommen ist, sondern die Stationen aufzeigen will, die von den Flüchtlingen nach ihrer Ankunft in Düren durchlebt wurden, bis sie über Arbeitssuche, Wohnungsbau und Familiengründung die ersten Wurzeln schlagen konnten. Straßennamen wie die in der Boisdorfer Siedlung zeugen heute noch davon.

Das Stadt- und Kreisarchiv erwies sich bei der Gestaltung der Ausstellung einmal mehr als wahre Fundgrube.

Auf über 30 Schautafeln wird eine Fülle von Material aus den Archivbeständen gezeigt, Fotos, Briefe, Zeitungsausschnitte, Dokumente. In Vitrinen werden Objekte ausgestellt wie Erbstücke und Ausweise. In der Vorbereitungsphase hat Judith Koerffer viele Gespräche mit Zeitzeugen der ersten und zweiten Flüchtlingsgeneration geführt. Nach einem langsamen Beginn der Recherche in Seniorenheimen hatte sich das Vorhaben schnell herumgesprochen, und die Gesprächsteilnehmer fanden sich von selber ein.

Foto: Judith Koerffer und Hans-Helmut Krebs vom Stadt- und Kreisarchiv freuen sich auf die Ausstellungseröffnung am Montag, 03.April.

„Das Thema Heimat steht im Raum“, bringt es Hans-Helmut Krebs auf den Punkt. Deshalb wird mit vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern bei der Ausstellungseröffnung am Montag, dem 3. April, 16 Uhr, in den Räumen der Stadtbücherei Düren gerechnet, bei der Bürgermeister Paul Larue die Begrüßungsworte sprechen wird. Archivleiter Hans-Helmut Krebs, Archivmitarbeiterin Judith Koerffer und Ursula Kluge, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen Kreisverband Düren sowie Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien Kreisgruppe Düren, werden eine Einführung in das Thema geben.

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Margret Hanuschkin

Stadt Düren, Büro Bürgermeister, Pressestelle

Kaiserplatz 2-4, Zimmer 115, Postanschrift: Stadt Düren, Dez. I, 52348 Düren

Telefon: 02421 25-2236, Telefax: 02421 25-180-2241

 




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