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9. März 2017

Zugänglich und begreifbar

Ausstellungen „Herrenmensch“ und „Wildnis(t)räume“ auf ITB präsentiert – Konsequente Fortsetzung der Barrierefreiheit im Nationalpark Eifel – „Entdecken, Verweilen und Staunen“

Vogelsang/Berlin – Der Nationalpark Eifel und der Internationale Platz Vogelsang mittendrin standen auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin nicht zum ersten Mal im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Diesmal stellten Petra Kleen, Mira Huppertz und Dr. Kerstin Oerter in einer Pressekonferenz die beiden im neuen Nationalparkzentrum eröffneten Dauerausstellungen „Bestimmung: Herrenmensch“ und „Wildnis(t)räume“ vor.

Die Innenarchitektin Ute Frauenkron aus Hellenthal hat beide Rundgänge nicht nur so konzipiert, dass die Besucher individuell für sich Themenbereiche auswählen und begehen können. Die beiden jeweils 2000 Quadratmeter großen und sich über zwei Etagen erstreckenden Ausstellungbereiche im neuen Forum Vogelsang sind auch durchgängig für behinderte Menschen zugänglich und begreifbar.

Das gilt als konsequente Fortsetzung der Barrierefreiheit auch in Außenbereichen des Nationalparks, wie etwa am Rundkurs „Wilder Kermeter“. Die Begehbarkeit des Nationalparks Eifel war schon vor zwei Jahren bei einem speziellen Hearing zum Thema barrierefreier Tourismus von Nationalparksprecher Michael Lammertz vorgestellt und bundesweit als vorbildlich gelobt worden.

Mit der Eröffnung des Nationalpark-Zentrums Eifel im Spätsommer 2016 hat die Barrierefreiheit nun auch im Indoorbereich der früheren Nazi-Ordensburg Vogelsang Einzug gehalten. In der Ausstellung „Wildnis(t)räume“ – eine interaktive Erlebnisausstellung für alle – sollen die Besonderheiten des Nationalparks Eifel und die Faszination natürlicher Vorgänge erlebbar werden.

Präsentierten bei der ITB in Berlin drei Ausstellungen in Vogelsang. Von links: Nationalpark-Fachgebietsleiterin Dr. Kerstin Oerter, Bildungsreferentin Mira Huppertz und Petra Kleen, Leiterin Kommunikation und Vertrieb der gemeinnützigen Vogelsang GmbH. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

„Als Teil der internationalen Begegnungs- und Bildungsstätte »Forum Vogelsang ip« regt die barrierefreie und mehrsprachige Dauerausstellung auf 2000 Quadratmetern zum Entdecken und Staunen, Mitmachen und Träumen an“, so Mira Huppertz. In den ersten Monaten nach Eröffnung – von September bis zum Jahreswechsel – besuchten etwa 7500 Gäste die Ausstellung.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel hatte das neue Nationalpark-Zentrum Eifel mit der Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“ am 11. September eröffnet. „Der Nationalpark mit seinem neuen Zentrum ist die erste Adresse, wenn es um Wildnis in Nordrhein-Westfalen geht“, sagte er. „Es ist beachtlich, was hier in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt worden ist. Das Konzept ist rund und bietet den Besucherinnen und Besuchern spannende Erlebnisse, überraschende Informationen und bei Interesse ergänzende Angebote und Programme.“

Neben der Nationalparkausstellung wurden in Vogelsang auch die NS-Dokumentation „Bestimmung: Herrenmensch – NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“, das Besucherzentrum mit weiterführenden Informationen zu Standort und Umgebung sowie die Gastronomie eröffnet.

„Wildnis(t)räume“ bietet vielfältige Erlebnisse von Hörstationen über Tierpräparate und -modelle zum Anfassen, tastbare Landkarten und Globen bis zu interaktiven Spielen und einem 3D-Film zur Waldentstehung. „In sieben unterschiedlichen Ausstellungsmodulen gibt es viel zu erleben und zu erfahren“, so Ute Frauenkron im Pressegespräch.

Nationalpark-Fachgebietsleiterin Dr. Kerstin Oerter (rechts) in Berlin mit Diplom Ingenieurin Ute Frauenkron, der Projektleiterin des Forums Nationalpark-Zentrum Vogelsang. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Petra Kleen: „Unter dem Motto des Nationalparks Eifel »Wald-Wasser-Wildnis« wird die Artenvielfalt des heimischen Buchenwaldes und eifeltypischer Gewässer erlebbar. Es werden Themen wie Nahrungsgefüge, Kreisläufe und Überlebensstrategien in der Natur vorgestellt. Die ungestörte Entwicklung von Grasland zu einem „wilden“ Wald ist im Zeitraffer zu sehen und zu hören.“

Dr. Kerstin Oerter: „Die aufwendige und neuartige Inszenierung »Zauber der Wildnis« lädt Sie zum Staunen und Verweilen ein. Die ansprechenden Präsentationen und der »Sound of Nature« der Ausstellung »Wildnis(t)räume« sollen Freude an der Naturbeobachtung wecken und Lust machen, die Vielfalt des Nationalparks Eifel mit seinen 110 Quadratkilometern und rund 9.500 nachgewiesenen Arten selbst zu entdecken.“

Die Öffnungszeiten der Ausstellung „Wildnis(t)räume“ sind täglich von 10 bis 17 Uhr (Heiligabend und Silvester von 10 bis 14 Uhr). Der Eintritt für Erwachsene kostet 8 Euro und ermäßigt 4 Euro. Darüber hinaus gibt es weitere Eintrittsformate wie Familien- oder Kombitickets. Geführte Erkundungstouren durch die Ausstellung (Dauer: etwa 90 Minuten) finden täglich und ohne Voranmeldung um 14 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags zusätzlich um 11 Uhr statt (Eintritt zuzüglich 2 Euro).

pp/Agentur ProfiPress

Kategorien:
Tourismusregion

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Autor(in): Klaus Schäfer
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