9. März 2017

Kooperation mit Riesengebirge

„Eifel-E“ und „Rübezahl“ als Regionalmarken – Kooperation der Mittelgebirgsregionen angestrebt – Polnische Produkte sollen auf Eifeler Weihnachtsmärkten angeboten werden – Regionen hoffen jetzt auf Zuschüsse aus dem Leader-Programm

Eifel/Berlin – Die Eifel und das Riesengebirge in Polen rücken näher zusammen: Auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin stellten der Amtsleiter der Städteregion Aachen, Thomas König, und eine Delegation aus dem polnischen Kreis Jelenia Góra die beabsichtigte transnationale Kooperation der beiden Regionen vor, die als europäisches Leader-Projekt realisiert werden soll.

Ein entsprechender Förderantrag, so Thomas König, sei bereits gestellt. Man rechne in Kürze mit einem positiven Bescheid. Ziel der Kooperation sei unter anderem die gemeinsame Vermarktung der Produkte aus den Regionen Eifel und Riesengebirge. Thomas König: „Auf den Weihnachtsmärkten in der Eifel können dann auch bestimmte Produkte aus Polen angeboten werden“. Deshalb hoffe man jetzt auf eine positive Nachricht, dass die Kooperation in das Leader-Programm aufgenommen und gefördert werde.

Anna Konieczyńska, die Landrätin der polnischen Region Jelenia Góra, freut sich auf die gegenseitige Vermarktung der jeweiligen regionalen Produkte in Polen und in der Eifel. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Städteregion Aachen pflegt schon seit 25 Jahren eine enge Partnerschaft mit dem polnischen Kreis Jelenia Góra. Mit der beabsichtigten Kooperation zur Vermarktung regionaler Produkte aus den beiden Mittelgebirgsregionen werde ein weiterer wichtiger Schritt internationaler Zusammenarbeit getan.

Die Delegation aus Polen wurde von der Landrätin aus Jelenia Góra, Anna Konieczyńska, und dem Tourismusdirektor Wiesław Dzierzba angeführt. Der Kreis Jelenia Góra, so Wiesław Dzierzba, habe ähnlich wie die Eifel einen ländlichen Charakter und lade zum Urlaub auf dem Lande ein. Der Landkreis habe in neun Gemeinden 68.000 Einwohner.

Sie ziehen an einem Strang: Amtsleiter Thomas König von der Städteregion Aachen und die Landrätin der polnischen Region Jelenia Góra, Anna Konieczyńska. Beide stellten ihre gemeinsamen Pläne bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vor. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ähnlich wie an der Loire in Frankreich oder auch in der nördlichen Eifel und am Niederrhein gebe es im Kreis Jelenia Góra eine große Dichte von alten Schlössern, die auch touristisch genutzt würden, teilweise sogar mit Spa-Bereichen. Jelenia Góra liege im Bereich des polnisch-tschechischen Riesengebirgs-Nationalparks und zweier Landschaftsparks.

Thomas König, der bei der Städteregion Aachen als Amtsleiter für Regionalentwicklung und Europa tätig ist, schwärmte von der „tollen Naturlandschaft“ im polnischen Partnerkreis, der bezüglich der Natur- und Kulturlandschaft viele Ähnlichkeiten mit der Eifel habe.

Tourismusdirektor Wiesław Dzierzba stellte bei der Pressekonferenz in Berlin die polnische Region Jelenia Góra vor. Künftig sollen, zum Beispiel auf Eifeler Weihnachtsmärkten, Produkte aus dieser Region angeboten werden. Wie umgekehrt im polnisch-tschechischen Nationalpark Eifelprodukte auf den Markt kommen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

So wie die Eifel das „Eifel-E“ als Regionalmarke verwende, so habe die Riesengebirgs-Region eine Grafik mit dem legendären Rübezahl als Marke gewählt. Landrätin Anna Konieczyńska lobte die gute Zusammenarbeit mit der Eifel und hoffte, dass das geplante Projekt einer gemeinsamen Vermarktung bis zum Jahr 2019 umgesetzt wird.

Man werde auch eine gemeinsame Strategie zur Vermarktung des Tourismus auf beiden Seiten entwickeln. Dazu werde man den regelmäßigen Erfahrungsaustausch intensivieren. Das Riesengebirge sei eine starke Tourismus-Destination.

pp/Agentur ProfiPress

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