28. Februar 2017

Parlamentarischer Abend: DTV fordert mehr Strategie und Koordinierung

„Tourismus darf kein Nebenprodukt mehr sein. Wir brauchen eine strukturierte ressortübergreifende Koordinierung und einen Grundkonsens über die Bedeutung des Tourismus auf Bundesebene“, mahnte DTV-Präsident Reinhard Meyer auf dem Parlamentarischen Abend des DTV in Berlin. Am 14. Februar hatte der DTV rund 80 Vertreter der Bundestagsfraktionen, Ministerien und Tourismusbranche in die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund eingeladen, um mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 über die politischen Weichenstellungen für ein zukunftsfähiges Reiseland Deutschland zu diskutieren. Dazu gehören laut Meyer auch die gezielte Unterstützung der ländlichen Räume, u.a. durch einen Ausbau der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ in Verzahnung mit der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und ein klares Bekenntnis des Bundes zur Förderung der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Foto v.l.n.r.: Thomas Lutze MdB (Die Linke); Heike Brehmer MdB (CDU/CSU); Markus Tressel MdB (Bündnis 90/Die Grünen); Daniela Ludwig (CDU/CSU); Frank Junge MdB (SPD); Claudia Gilles (DTV), Reinhard Meyer (DTV)
(c)DTV/Jan Sobotka

Das sagen die Tourismuspolitiker:
Ein fraktionsübergreifender Grundkonsens sei im Ausschuss für Tourismus vorhanden, betonte die Ausschussvorsitzende Heike Brehmer und sagte, dass eine Bündelung der tourismuspolitischen Programmatik – im Rahmen der Kompetenzen des Bundes – sinnvoll sei. Daniela Ludwig, Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Tourismusausschuss, bekräftigte, dass die Querschnittsaufgabe Tourismus mit klaren Zuständigkeiten und Haushaltsstellen ausgestattet werden müsse. Es gelte den Wirtschaftsfaktor Tourismus selbstbewusst nach außen zu tragen und Themen in den Tourismussauschuss zu ziehen. Laut Frank Junge (SPD), Mitglied im Ausschuss für Tourismus, gehe es darum, die Kommunen auf indirektem Wege, z. B. bei der Verkehrsinfrastruktur zu entlasten, damit sie für die freiwillige Aufgabe Tourismus Luft hätten. Thomas Lutze, Obmann der Fraktion Die Linke im Tourismusausschuss, betonte, dass zunächst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssten, dass sich jeder einen Urlaub leisten könne. Neben der Förderung von Kinder- und Jugendreisen sei auch eine verbesserte ÖPNV-Anbindung der ländlichen Räume wichtig. Markus Tressel, Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss für Tourismus, bekräftigte, dass eine bessere Koordinierungsstruktur auf Bundesebene notwendig sei, um der Aufgabe Tourismus in vollem Umfang nachkommen zu können. Aber auch die Branchenverbände müssten sich bewegen. Sein Appell: Mehr Einheit zeigen und geschlossener auftreten. Und: Aufhören mit der Selbstmarginalisierung und dem Denken in Verwaltungsgrenzen!

 

 

 

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Leitung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 030 / 856 215 -121
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