31. Oktober 2016

Ein Großstädter in der Eifel

Volles Haus im Vennlandhof in Monschau-Höfen bei der Lit.Eifel-Premierenlesung von Bernd Imgrund – Anekdoten eines Kölners, den es in die Eifel zog – Batralzem und andere Kuriositäten.

Monschau-Höfen – Für die Lit.Eifel-Premierenlesung seines neuen Buches „Mein Haus in der Eifel“ konnte sich Bernd Imgrund keine passendere Kulisse wünschen, wurde doch der historische, von einer der schönsten Windschutzhecken eingerahmte Vennlandhof in Monschau-Höfen von seinen Besitzern Agnes und Harald Wolter ebenfalls zeitaufwendig umgebaut und restauriert.

Bernd Imgrund las bei der Lit.Eifel-Premierenlesung im Vennlandhof in Monschau-Höfen aus seinem neuesten Buch „Mein Haus in der Eifel“. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Bernd Imgrund las bei der Lit.Eifel-Premierenlesung im Vennlandhof in Monschau-Höfen aus seinem neuesten Buch „Mein Haus in der Eifel“. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Das jüngste Werk des Kölner Autors handelt von der Suche nach einem Ferienhaus in der Eifel, den damit verbundenen Überlegungen, Sorgen und Problemen, dem letztendlichen Kauf und der Erkenntnis, dass damit erst alle Sorgen begannen. Bei der Begrüßung stellte KBV-Verlagsleiter Ralf Kramp zunächst einmal klar, dass Bernd Imgrund in keines der Klischees vom Städter, der in die Eifel zieht, passt. „Der Bernd ist schon in Ordnung“, sagte er. Kann es ein größeres Lob aus dem Mund eines Eifelers geben?

Teils andächtig, teils amüsiert lauschte das Publikum Imgrunds bildlichen Schilderungen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Teils andächtig, teils amüsiert lauschte das Publikum Imgrunds bildlichen Schilderungen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Einleitend schilderte Imgrund urkomisch seine erste Begegnung mit einem Eifelbauern. Auch bei seinen witzigen Schilderungen unzähliger Kneipenbesuche, die hauptsächlich – vielleicht nur alibimäßig – dazu dienten, Kontakte zu knüpfen, amüsierten sich die zahlreichen Besucher köstlich. Dabei ging es um Kontakte zu Handwerkern, Tippgebern, wichtigen Persönlichkeiten der Dorfhierarchie und auch Leidensgenossen.

In den folgenden Stunden gab Imgrund so manche Kyllburger Anekdote zum Besten. Und verstand es auf grandiose Art und Weise, bei seinen Zuhörern das Kopfkino in Gang zu setzen. Sätze wie: „Unseren Kanal haben wir jetzt gekappt, wir kompostieren jetzt. Man geht ganz anders aufs Klo, wenn man an die Ernte denkt“, oder „Auf dem Land gilt nicht die Straßenverkehrsordnung, sondern das Gewohnheitsrecht“ brachten das Publikum immer wieder zum Lachen.

Autor Bernd Imgrund (v.l.) mit KBV-Verlagschef und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Ralf Kramp, dessen Ehefrau Monika Kramp, Monschaus Bürgermeisterin und Lit.Eifel-Vorsitzender Margareta Ritter und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Helmut Lanio. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Autor Bernd Imgrund (v.l.) mit KBV-Verlagschef und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Ralf Kramp, dessen Ehefrau Monika Kramp, Monschaus Bürgermeisterin und Lit.Eifel-Vorsitzender Margareta Ritter und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Helmut Lanio. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Es schien, als ob die Zuhörer nicht nur mit mancher ureifeler Eigenart vertraut waren, sondern auch die ein oder andere Heimwerker-Anekdote am eigenen Leib erlebt haben. Lustig auch Imgrunds Typisierung der unterschiedlichsten Handwerker, die ihm während der Umbauphase begegneten wie der mit dem Hammer in der Hand geborene „Alleskönner“ oder der „Aufschneider“, der erklärte, welche Bohrmaschine die beste sei. Aber der „unangenehmste Zeitgenosse“, erzählte Imgrund schmunzelnd, sei immer noch der „Softie“: Das „Weichei“ auf die Stirn tätowiert, rüttele er an den Grundfesten der Männlichkeit.

Monschaus Bürgermeisterin und Lit.Eifel-Vorsitzende Margareta Ritter und KBV-Verlagschef und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Ralf Kramp begrüßten Bernd Imgrund in Höfen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

Monschaus Bürgermeisterin und Lit.Eifel-Vorsitzende Margareta Ritter und KBV-Verlagschef und Lit.Eifel-Beiratsmitglied Ralf Kramp begrüßten Bernd Imgrund in Höfen. Foto: Sarah Winter/pp/Agentur ProfiPress

„Das war ja mal ein runder Abend. Wo hat man das sonst, dass Bürgermeisterin, Hausherr und Verlagschef gemeinsam versammelt sind, da fehlt eigentlich nur noch die Putzfrau“, ließ er am Ende des Abends den Imgrund-typischen Humor noch einmal aufblitzen. Monschaus Bürgermeisterin und Lit.Eifel-Vorsitzende Margareta Ritter dankte ihm für den gelungenen Abend, und Gastgeber Harald Wolter überreichte ihm als Andenken eine Flasche der hochprozentigen Eifeler Wundermedizin Batralzem, der Bernd Imgrund einige Passagen in seinem Buch gewidmet hat.

pp/Agentur ProfiPress

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