30. Oktober 2016

Spaß mit Hochgürtel, Kramp und Lang

Drei bekannte Einzeltäter schlugen im Revier von Sophie Haas gemeinsam zu: „Eifel-Gäng“ begeisterte beim ausverkauften Gig im „Kallmuther Kulturherbst“ – Gute Unterhaltung, lecker Kartoffelsalat und Spießbraten, stehende Ovationen und weitere Veranstaltungen Ende November und Januar

Mechernich-Kallmuth – Sie kamen, sahen und spielten sich in die Herzen eines proppenvollen Kallmuther Bürgerhauses. Dorthin hatte Ortsvorsteher Robert Ohlerth am Samstag Günter Hochgürtel, Ralf Kramp und Manni Lang im Rahmen des Kallmuther Kulturherbstes eingeladen. Seit einigen Jahren sind die drei in der Eifel berühmten Einzeltäter im Dreierpack besser bekannt als „Eifel-Gäng“.

Die Schwerverbrecher mit Wurzeln vom Mechernicher Bleiberg hatten sich im Vorfeld damit gerühmt, das Polizeirevier der Fernsehkommissarin Sophie Haas stürmen zu wollen. Die Dreharbeiten für „Mord mit Aussicht“ hatten ja seinerzeit während der ersten und zweiten Staffel im kirchlichen Teil des Kallmuther Bürgerhauses stattgefunden, wo heutzutage der Kirchenchor probt und der Pfarrgemeinderat tagt.

Das Publikum war „hin und weg“ beim Heimspiel der legendären „Eifel-Gäng“ am Bleiberg in Kallmuth. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Das Publikum war „hin und weg“ beim Heimspiel der legendären „Eifel-Gäng“ am Bleiberg in Kallmuth. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Günter „Hunnes“ Hochgürtel sang von den Vorzügen Eifeler Himbeermarmelade, zu deren Herstellung Eifeler Hausfrauen Rezepturen von „Klara Korn“ oder „Maria Cron“ verwenden. In seinen Liedern beklagte er den Niedergang der Eifeler Gastronomie ebenso wie den Umstand, dass junge Leute heutzutage statt bei Aldi Regale einzuräumen Ferienjobs in Neuseeland, Australien oder Südafrika einnehmen.

Kramps Eifelkrimis und Langs unglaubliche Anekdoten

Ralf Kramp berichtete dem atemlos lauschenden und zwischendurch vor Lachen brüllenden Publikum von Eifersuchtsszenen eines Eifeler Bauernbruderpaares, der verzweifelten und erfolglosen Suche nach dem Mörder seiner Frau und von einer Eifeler Friseurmeisterin, die wirklich alles daran setzt, die Kundschaft zu halten.

Gut gelaunt bis fast Mitternacht lauschten die Menschen der Musik von Günter Hochgürtel und den Geschichten von Ralf Kramp und Manfred Lang. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Gut gelaunt bis fast Mitternacht lauschten die Menschen der Musik von Günter Hochgürtel und den Geschichten von Ralf Kramp und Manfred Lang. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Manni Lang wiederum nahm sich die Widrigkeiten des Landlebens und der Eifeler Mundart vor, berichtete von einem ausgesetzten Baby vor dem Euskirchener Kreishaus, einem Chirurgenkongress am Mechernicher Kreiskrankenhauses und von den pazifistischen Ursprüngen der Eifeler Kirmesschlägerei.

Das Publikum war hochzufrieden, spendete stehende Ovationen und verlangte Zugaben, so dass Mitternacht nicht mehr allzu weit entfernt war, als Hochgürtel das Lied vom „Heehmjohn“ anstimmte und Ralf Kramp und Manni Lang sich zu den Klängen seines Chansons auf dem Bühnensofa ausstreckten und anfingen zu schnarchen . . .

Eine Wucht waren Günter Hochgürtel, (von links) Ralf Kramp und Manni Lang bei ihrem „Gig“ im Kallmuther Bürgerhaus. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Eine Wucht waren Günter Hochgürtel, (von links) Ralf Kramp und Manni Lang bei ihrem „Gig“ im Kallmuther Bürgerhaus. Foto: pp/Agentur ProfiPress

Robert Ohlerth und sein Team von der Dorfgemeinschaft Kallmuth hatten an diesem Abend aber nicht nur für gute Unterhaltung gesorgt, es gab auch lecker Essen und Trinken. So hatten die Frauen des Dorfes für den Kulturabend reichlich selbstgemachten Kartoffel- und Nudelsalat, Würstchen und Spießbraten vorbereitet und aufgetischt.

Weiter geht der Kallmuther Kulturherbst mit einem Gastspiel des Kabarettistenduos Hubert vom Venn und Achim Konejung am 26. November. Im Januar organisieren die Kallmuther wieder mit tatkräftiger Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland einen „Heimatabend“ mit Filmen des LVR, Liveauftritten und Erinnerungen an den früheren Kallmuther Dorflehrer und eifelweit bekannten Heimatforscher Karl Guthausen.

pp/Agentur ProfiPress

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