13. September 2016

Schauriges in schönem Ambiente

„Nordeifel-Mordeifel“ in Eiserfey: Ralf Hergarten und Sabine Trinkaus lesen in historischer Mühle

Mechernich-Eiserfey – Das Ambiente der Falkensteinsmühle in Eiserfey war viel zu schön, um tatsächlich schaurige Stimmung aufkommen zu lassen, da bewirkten auch die Blutspuren, die auf dem Fußboden auf das Krimifestival „Nordeifel-Mordeifel“ hinwiesen, nicht viel.

Bis auf den letzten Platz ausverkauft waren die beiden Lesungen im Wohnraum und in der Scheune der Falkensteinsmühle in Eiserfey. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Bis auf den letzten Platz ausverkauft waren die beiden Lesungen im Wohnraum und in der Scheune der Falkensteinsmühle in Eiserfey. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Die Besucher in der mitten im Ort gelegenen, im Jahr 1597 erstmals erwähnten Mühle kamen vor Lesungsbeginn sogar in den Genuss einer Führung. Besitzer Walfried Heinen konnte den Krimifans viel über die von ihm liebevoll restaurierte und heute noch voll funktionstüchtige Mühle erzählen. Das Anwesen, zu dem auch ein prachtvoller Bauerngarten gehört, war einer von insgesamt 14 ungewöhnlichen Schauplätzen des viertägigen Krimifestivals im Kreis Euskirchen, das in diesem Jahr zum dritten Mal über die Bühne ging. In Eiserfey, dem Lesungsort auf Mechernicher Stadtgebiet, hieß Sabine Wahlen, Teamleiterin Kultur und Tourismus bei der Stadt Mechernich, das Publikum willkommen.

Zeitgleich starteten die Autoren Ralf Hergarten und Sabine Trinkaus ihre Lesungen, der eine im historischen Wohnraum, die andere in der Scheune. Nach einer guten halben Stunde bewirteten Walfried und Gerdi Heinen ihre Gäste mit Kaffee, Kuchen und kalten Getränken. Dabei nutzten die Besucher auch die Gelegenheit, den wunderschönen, von Gerdi Heinen angelegten Bauerngarten und die vielen prächtig blühenden Kübelpflanzen zu bewundern. Anschließend wechselte das Publikum die Lesungsorte, um dem jeweils anderen Autor zu lauschen. In der Scheune geschah dies in luftiger Höhe auf dem Heuboden, den Autoren wie Zuhörer über Leiter und Holztreppe erklommen.

Sabine Trinkaus wuchs in Glückstadt an der Elbe auf, lebt heute in Alfter und las aus ihrem vierten Kriminalroman „Schnapspralinen“. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Sabine Trinkaus wuchs in Glückstadt an der Elbe auf, lebt heute in Alfter und las aus ihrem vierten Kriminalroman „Schnapspralinen“. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Ralf Hergarten, gelernter Unternehmensberater und bis 2012 Bürgermeister der Stadt Schleiden, las aus seinem Debütroman „Das Camp“, der vor der Kulisse des Nationalparks Eifel spielt und dessen Geschichte weit zurückreicht in die dunkle Zeit der ehemaligen Ordensburg Vogelsang. Am Ende seiner Lesung kündigte Hergarten „einen kleinen Werbeblock“ an, mit dem er eine Lanze brach für den örtlichen Buchhandel. „Bitte kaufen Sie das Buch nicht im Internet, sondern in der örtlichen Buchhandlung“, appellierte er an die Zuhörer und bekannte, die Initiative „Mein Lieblingsbuch“ zu unterstützen. Diese will mit persönlichen Buchtipps inhabergeführte Buchhandlungen unterstützen, die zunehmend unter der Konkurrenz des Online-Handels leiden.

Sabine Trinkaus wuchs zwar im Norden hinter einem Deich auf, bis es sie zum Studium nach Bonn verschlug. Heute aber lebt und arbeitet sie als Bibliothekarin in Alfter. In Eiserfey las sie aus ihrem gerade erschienenen vierten Roman „Schnapspralinen“, in dem ein alles andere als beliebter Lehrer in Kessenich zu Tode kommt. Keine leichte Aufgabe für Britta Brandner, Privatermittlerin wider Willen, und ihren Lebensabschnittsgefährten, Kriminalhauptkommissar Wörner. Unterstützt wird das Paar von Brittas Quasi-Großmutter Agathe.

Ralf Hergarten, der für „Nordeifel-Mordeifel“ in Eiserfey las, brach eine Lanze für den örtlichen Buchhandel. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Ralf Hergarten, der für „Nordeifel-Mordeifel“ in Eiserfey las, brach eine Lanze für den örtlichen Buchhandel. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

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