29. August 2016

Freiwilliger Einsatz im Nationalpark Eifel

Mähen für seltene Orchideen und Schmetterlinge

Gemünd/Kreis Euskirchen – Das Bergwaldprojekt ist erneut zu Gast im Nationalpark Eifel. Bis Anfang September helfen 18 freiwillige Teilnehmer aus ganz Deutschland bei verschiedenen Arbeiten, um einen persönlichen Beitrag für die natürliche Entwicklung des Waldes zu leisten und dabei das faszinierende Ökosystem des Buchenwalds näher kennenzulernen.

Zu den Aufgaben der Freiwilligen des Bergwaldprojektes gehört auch das Mähen auf brachliegenden Wiesen, um so seltenen Pflanzenarten wie der Orchidee ein Durchkommen zu ermöglichen. Foto: Nationalparkforstamt Eifel/A. Olligschläger/pp/Agentur ProfiPress

Zu den Aufgaben der Freiwilligen des Bergwaldprojektes gehört auch das Mähen auf brachliegenden Wiesen, um so seltenen Pflanzenarten wie der Orchidee ein Durchkommen zu ermöglichen. Foto: Nationalparkforstamt Eifel/A. Olligschläger/pp/Agentur ProfiPress

Unter der Anleitung von Projektförsterin Anna Helms und unter der Regie von Julian Mauerhof, dem Fachgebietsleiter des Biotop- und Wildtiermanagements im Nationalparkforstamt Eifel, werden die Freiwilligen bei einer Bachrenaturierung standortfremde junge Fichten zupfen und Totholzstrukturen fördern sowie die kanadische Hemlocktanne entfernen und Feuchtwiesen mähen. Neben der praktischen Arbeit ist auch ein Exkursionsnachmittag in der Woche vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Waldes, die sukzessiv natürlichen Abläufe in einem Nationalpark und deren Bedeutung für den Menschen näher zu beleuchten und theoretisch zu untermauern.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwoche ist es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. Julian Mauerhof dazu: „Der Wald ist für die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit ein idealer Lehrer. Die natürliche Dynamik des Waldes zuzulassen, ist das Ziel im Nationalpark. Das erleben die Teilnehmer hier hautnah und setzen sich auch persönlich für eine natürliche Entwicklung des Ökosystems ein. Sie werden es am Ende des Einsatzes mit anderen Augen sehen.“ Über die Projektwoche hinaus bietet sich den Freiwilligen zudem die Möglichkeit, ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen mit nach Hause zu nehmen und auch den eigenen Alltag naturverträglicher, ressourcenschonender und damit nachhaltiger zu gestalten.

Der in Nordrhein-Westfalen sehr seltene Randring-Perlmutterfalter ist von gelegentlicher Pflege seines Lebensraumes in den Mittelgebirgs-Bachauen abhängig. Foto: Dr. Andreas PardeyNationalparkforstamt Eifel/pp/Agentur ProfiPress

Der in Nordrhein-Westfalen sehr seltene Randring-Perlmutterfalter ist von gelegentlicher Pflege seines Lebensraumes in den Mittelgebirgs-Bachauen abhängig. Foto: Dr. Andreas PardeyNationalparkforstamt Eifel/pp/Agentur ProfiPress

Das Bergwaldprojekt bringt mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland jedes Jahr über 2.000 Menschen in die Natur. 2016 finden 90 Projektwochen an 47 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt.

pp/Agentur ProfiPress

 

 




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