3. Juni 2016

Ausgezeichnetes Eifeler Modellprojekt

Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank präsentieren Preisträger im Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016

Berlin/Eifelkreis Bitburg-Prüm – Innovative Ideen für das gemeinschaftliche Handeln von morgen waren gesucht. Jetzt präsentierten die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank die 100 Preisträger des Innovationswettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2016. Teilnehmen konnten bundesweit Projekte, die die Potentiale von Nachbarschaft im Sinne von Gemeinschaft, Kooperation und Vernetzung zur Geltung bringen.

Zu den Gewinnern zählt auch ein Projekt aus der Eifel: „Smart Country“, dessen Modellregion im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz liegt. Das Modellprojekt hat nach fünf erfolgreichen Betriebsjahren im Eifelkreis Bitburg-Prüm gezeigt, wie die Energiewende auf dem Land funktioniert.

Blickten vor einem Jahr in Üttfeld auf vier erfolgreiche Jahre Smart Country zurück (v. l.): Horst Zils, Ortsbürgermeister Üttfeld, Norbert Tautges, Ortsbürgermeister Kesfeld, Prof. Dr. Christian Rehtanz, TU Dortmund, Uwe Hüser, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Andreas Kruppert, Bürgermeister Verbandsgemeinde Arzfeld, Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Prof. Dr. Jochen Kreusel, Leiter Konzernprogramm Smart Grids bei ABB, Dr. Torsten Hammerschmidt, Projektleiter Smart Country, Heinz Hoffmann, Energielandwirt, Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, und Dr. Joachim Schneider, Technikvorstand RWE Deutschland. Foto: obs/RWE Deutschland AG/Elmar Wolff/pp/Agentur ProfiPress

Blickten vor einem Jahr in Üttfeld auf vier erfolgreiche Jahre Smart Country zurück (v. l.): Horst Zils, Ortsbürgermeister Üttfeld, Norbert Tautges, Ortsbürgermeister Kesfeld, Prof. Dr. Christian Rehtanz, TU Dortmund, Uwe Hüser, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, Andreas Kruppert, Bürgermeister Verbandsgemeinde Arzfeld, Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Prof. Dr. Jochen Kreusel, Leiter Konzernprogramm Smart Grids bei ABB, Dr. Torsten Hammerschmidt, Projektleiter Smart Country, Heinz Hoffmann, Energielandwirt, Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, und Dr. Joachim Schneider, Technikvorstand RWE Deutschland. Foto: obs/RWE Deutschland AG/Elmar Wolff/pp/Agentur ProfiPress

In der Region „Smart Country“ erprobt RWE Deutschland seit 2011 auf rund 180 Quadratkilometern, wie die Herausforderungen für die Stromversorgung in ländlichen Gebieten gemeistert werden können. Denn der massive Zubau an dezentraler Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfordert neue Lösungen für die Netzstabilität und die Versorgungssicherheit. Die Erzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse ist in der Eifel bis zu 17 Mal höher als der lokale Verbrauch. Um diesen regenerativ erzeugten Strom in die verbrauchsstarken Zentren zu transportieren, werden Netze benötigt, die dies sicher und kostengünstig bewältigen.

An neuen Lösungen, die grünen Strom verlässlich machen, feilen Forscher und Entwickler im Modellprojekt Smart Country in der Eifel. Ihre Idee: Kommt es zu Stromengpässen, sorgen die Landwirte vor Ort mit Biogasspeichern für Energienachschub – und profitieren im Gegenzug vom Know-how der Energieversorger, die die Steuerung und Vermarktung übernehmen. Zudem tragen neue Technologien wie innovative Spannungsregler dazu bei, dass die Smart-Country-Region fit für die Energieversorgung der Zukunft wird.

Smart Country stößt auch auf starkes Interesse von ausländischen Fachbesuchern und Journalisten. So konnten die Projektpartner zahlreiche Gäste in der Eifel begrüßen, zum Beispiel Delegationen aus Österreich, der Schweiz, England, Belgien, Tschechien, der Türkei, Taiwan und China. Das Modellprojekt von RWE ist der erstmalige Preisträger des hessischen Staatspreis für intelligente Energie.

Partner im Forschungsprojekt Smart Country sind der Anlagenhersteller ABB, die TU Dortmund und das Beratungsunternehmen Consentec. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro. Davon hat die Bundesregierung im Rahmen der Forschungsförderung durch das Wirtschaftsministerium rund drei Millionen Euro getragen.

Eifelbauer Heinz Hoffmann aus Üttfeld produziert auf seinem Energiehof Ökostrom. Der ehemalige Milchbauer ist ein Paradebeispiel eines Landwirts, der heute nicht mehr mit seinen ursprünglich produzierten Waren den Hauptteil seines Einkommens verdient, sondern mit regenerativer Energie. Foto: Silvia Steinbach/RWE/pp/Agentur ProfiPress

Eifelbauer Heinz Hoffmann aus Üttfeld produziert auf seinem Energiehof Ökostrom. Der ehemalige Milchbauer ist ein Paradebeispiel eines Landwirts, der heute nicht mehr mit seinen ursprünglich produzierten Waren den Hauptteil seines Einkommens verdient, sondern mit regenerativer Energie. Foto: Silvia Steinbach/RWE/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Auswahl der Projekte aus den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft konnten sich die Wettbewerbsinitiatoren „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank auf die Expertise einer 16-köpfigen Jury sowie die Unterstützung eines sechsköpfigen Fachbeirats verlassen, die die rund 1.000 Bewerber begutachteten.

„Die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbes haben gezeigt, dass in Gemeinschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit das Geheimnis von Erfolg liegt. Sie sind Vorbilder einer offenen, innovativen und starken Gesellschaft in Deutschland. Ihre ausgezeichneten Projekte machen Mut und sind ein Beleg für lebendige Nachbarschaft in all ihren Facetten“, gratuliert Jürgen Fitschen, Mitglied des Präsidiums des Deutschland – Land der Ideen e.V. Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V. (BDI) und Vorsitzender des Deutschland – Land der Ideen e. V., ergänzt: „Angesichts komplexer Herausforderungen wie Globalisierung oder Migration müssen wir künftig in allen Feldern noch stärker auf Vernetzung und Kooperation setzen. Die ,Ausgezeichneten Orte‘ im Land der Ideen leisten einen wichtigen Beitrag, gemeinsam Wege für die Zukunft zu finden.“

Das Wettbewerbsjahr für die „Ausgezeichneten Orte 2016“ startet am 7. Juni mit einem großen Netzwerktreffen in Berlin, bei dem sich alle Preisträger kennenlernen, vernetzen und über ihre Projekte austauschen können. Von Juni bis Dezember feiert jeder Preisträger seine eigene Preisverleihung und erhält zu diesem Anlass seine von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde. Im Oktober startet dann die deutschlandweite Wahl des Publikumssiegers und wirft noch einmal ein besonderes Scheinwerferlicht auf die Preisträger. Der feierliche Preisträgerempfang in Frankfurt am Main im November, bei dem auch die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der sechs Bundessieger – ein herausragendes Projekt in jeder Kategorie – erfolgt, rundet das Wettbewerbsjahr ab.

pp/Agentur ProfiPress

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