17. März 2016

Stilllegung belgischer Atomkraftwerke gefordert

LVR-Landschaftsversammlung beschließt Resolution – Rheinische Politiker teilen Sorge um atomare Katastrophe

Rheinland/Köln – Die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) hat eine Resolution zu den belgischen Atomkraftwerken Tihange 2 und Doel 3 einstimmig beschlossen. Darin fordert das höchste politische Gremium des rheinischen Kommunalverbandes die belgische Regierung auf, beide Atomkraftwerke endgültig stillzulegen.

Die Resolution im Wortlaut:

„Ende Dezember 2015 hat die belgische föderale Nuklearaufsichtsbehörde AFCN das Hochfahren der AKW-Blöcke Doel 3 (bei Antwerpen) und Tihange 2 (in der Nähe von Liege, 60 km westlich von Aachen) dem Betreiber Electrabel genehmigt. Aufgrund von tausenden Rissen in den Reaktorbehältern waren die beiden Reaktoren im März 2014 abgeschaltet worden.

Nunmehr vertritt die AFCN die Auffassung, die Risse seien keine Gefahr für die Sicherheit der Reaktoren und unterstützt das Wiederanfahren.

Die Stilllegung des umstrittenen belgischen Kernkraftwerkes in Tihange, nur 60 Kilometer von Aachen entfernt, ebenso des AKW Doel bei Antwerpen, fordert nun auch die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland. Foto: Hullie/Wikipedia

Die Stilllegung des umstrittenen belgischen Kernkraftwerkes in Tihange, nur 60 Kilometer von Aachen entfernt, ebenso des AKW Doel bei Antwerpen, fordert nun auch die Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland. Foto: Hullie/Wikipedia

Die Argumentation der AFCN überzeugt angesichts der langen Serie von Sicherheitspannen, Notabschaltungen und anderen Störfällen in belgischen Atomkraftwerken nicht.

Die Landschaftsversammlung Rheinland teilt die berechtigte Sorge vieler Menschen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland vor einer atomaren Katastrophe und fordert daher die belgische Regierung auf, das Wiederanfahren von Tihange 2 und Doel 3 nicht zuzulassen und diese Atomkraftwerke endgültig stillzulegen.

Zudem ruft die Landschaftsversammlung die Bundesregierung dazu auf, sich gegenüber der belgischen Regierung ebenfalls nachdrücklich im Sinne dieser Resolution einzusetzen.“

pp/Agentur ProfiPress

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