14. Januar 2016

Neuer Nahverkehrsplan auf der Zielgeraden

Dürener Kreisbahn soll den gesamten Busverkehr übernehmen – Zunächst folgt das von der EU vorgeschriebene Vergabeverfahren

Kreis Düren – Den neuen Nahverkehrsplan des Kreises Düren, der Ende 2017 in Kraft tritt, darf man getrost als „historisch“ bezeichnen. Aufbauend auf die Befragung von Menschen aus 22.500 Haushalten im Kreisgebiet zu ihren im Alltag tatsächlich zurückgelegten Wegen, wurde ein bedarfsorientiertes Busangebot entwickelt. Zusätzliche Schnellbusse und flexible Fahrzeuge wie Rufbusse und Anruftaxen werden das Angebot künftig deutlich verbessern.

Außerdem soll der komplette Busverkehr im Kreis Düren dann erstmals allein von der Dürener Kreisbahn (DKB) organisiert werden. Dadurch können die Fahrpläne und Anschlussverbindungen der einzelnen Linien viel genauer aufeinander abgestimmt werden, als das bisher möglich war.

Um den neuen Nahverkehrsplan für das rund 940 Quadratkilometer große Kreisgebiet möglichst passgenau aufzustellen, wurden zudem alle 15 Städte und Gemeinden frühzeitig einbezogen. Die Stadt- und Gemeinderäte haben sich nacheinander in drei Gesprächsrunden am Verfahren beteiligt. Das künftige Busangebot trägt damit auch die Handschrift der Politiker vor Ort.

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) und Bernd Böhnke, Mobilitätsbeauftragter des Kreises Düren, sehen in dem neuen Nahverkehrsplan einen Meilenstein: Wenn er den vorgeschriebenen Weg durchlaufen hat und Ende 2017 in Kraft tritt, gibt es im Kreis Düren erstmals ein Busangebot aus einem Guss. Foto: Pressestelle Kreis Düren/ pp/Agentur ProfiPress

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) und Bernd Böhnke, Mobilitätsbeauftragter des Kreises Düren, sehen in dem neuen Nahverkehrsplan einen Meilenstein: Wenn er den vorgeschriebenen Weg durchlaufen hat und Ende 2017 in Kraft tritt, gibt es im Kreis Düren erstmals ein Busangebot aus einem Guss. Foto: Pressestelle Kreis Düren/ pp/Agentur ProfiPress

Mittlerweile liegt der 300 Seiten starke Nahverkehrsplan gedruckt vor. „Nach der aufwändigen Planungs- und Abstimmungsphase biegen wir jetzt auf die Zielgerade ein. Nun muss der Nahverkehrsplan das von der EU vorgeschriebene Vergabeverfahren durchlaufen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die DKB am Ende direkt mit der Organisation des gesamten Busverkehrs im Kreis Düren zu beauftragen. Das komplette Busangebot wird dann aus einem Guss sein”, beschreibt Landrat Wolfgang Spelthahn die nächsten Schritte.

Zwingende Voraussetzung dafür ist die Vorabbekanntmachung des Nahverkehrsplans im EU-Amtsblatt. Erst wenn sich auf diese Veröffentlichung hin niemand meldet, der den kompletten Busverkehr im Kreis Düren ohne Zuschuss anbieten kann, ist der Weg für eine Direktbeauftragung der DKB frei.

Vor seiner europaweiten Veröffentlichung bekommen die Nachbarkreise und regionalen Verkehrsunternehmen den Nahverkehrsplan noch einmal zugesandt. Am 17. März steht das Thema dann ein letztes Mal auf der Tagesordnung des Dürener Kreistags. Wenn die Bürgerversammlung die ausgearbeitete 300-Seiten-Fassung des Plans mehrheitlich beschlossen hat, ist sein Weg frei ins EU-Amtsblatt und höchst wahrscheinlich in die Chronik des Kreises Düren: als Meilenstein eines bürgerfreundlichen Busangebots aus einem Guss.

Pressestelle Kreis Düren/pp/Agentur ProfiPress




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