8. Januar 2016

Betreutes Wohnen deluxe

Heilpädagogisches Zentrum „Haus Lebenshilfe“ (HPZ) in der Nordeifel: 27 neue Plätze für Betreutes Wohnen innerhalb eines Jahres – Drei neue Wohnhäuser in Zülpich und Hoven – Bewohner Rainer Wulff: „Hier gefällt es mir 200 Prozent besser“

Nordeifel/Zülpich-Bürvenich – Dreimal neu in nur einem Jahr: Zwischen Mai 2015 und dem Frühjahr 2016 will das heilpädagogische Zentrum „Haus Lebenshilfe“ (HPZ) in Bürvenich insgesamt 27 Wohnungen für Menschen mit Behinderung schaffen. Das erste Wohnhaus mit neun Wohneinheiten in der Geicher Gasse in der Römerstadt Zülpich wurde bereits bezogen. Die Bauarbeiten an den beiden anderen Standorten in der Martinstraße in Zülpich und im Neuen Weg in Hoven laufen bereits.

Philipp Krosch (links) hat selbst eine der Wohnungen in der Geicher Gasse bezogen. Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich zeigt er seinen Lieblingsplatz: Vom Balkon aus kann er den Blick weit über die Eifel genießen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Philipp Krosch (links) hat selbst eine der Wohnungen in der Geicher Gasse bezogen. Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich zeigt er seinen Lieblingsplatz: Vom Balkon aus kann er den Blick weit über die Eifel genießen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

In der Geicher Gasse übernimmt die Lebenshilfe HPZ die Vermittlung der Wohnungen und die Betreuung der einzelnen Bewohner. Eigentümer des Grundstücks ist ein Familienbetrieb aus Zülpich, der schon seit vielen Jahren in Kontakt mit dem „Haus Lebenshilfe“ und Geschäftsführer Rolf Emmerich steht. Zunächst ging es der Familie in erster Linie darum, ein neues Wohnhaus für die eigene Altersvorsorge auf dem Grundstück direkt an der historischen Stadtmauer zu bauen.

Über Philipp Krosch, Mitarbeiter der Personalabteilung im heilpädagogischen Zentrum, setzten sich die Familienmitglieder aber auch mit dem Konzept des Betreuten Wohnens bei der Lebenshilfe HPZ auseinander. Kurzerhand wurde das neue Wohnhaus barrierefrei errichtet. „Das war ein vernünftiges Projekt, mit dem wir auch sozial noch etwas tun konnten“, erzählt Philipp Krosch. „Wir würden uns wieder so entscheiden.“

Mit insgesamt zehn Wohneinheiten wurde das Wohnhaus in der Geicher Gasse errichtet. Jedes Appartement verfügt über einen Balkon mit „Eifelblick“ über die historische Stadtmauer. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Mit insgesamt zehn Wohneinheiten wurde das Wohnhaus in der Geicher Gasse errichtet. Jedes Appartement verfügt über einen Balkon mit „Eifelblick“ über die historische Stadtmauer. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Der Vorteil für die Eigentümer: Die Lebenshilfe HPZ kümmert sich darum, dass die Wohnungen immer belegt sind und wählt die Mieter aus, sodass sich nach Möglichkeit auch eine freundschaftliche Gemeinschaft im Haus bildet. Mitarbeiter der Lebenshilfe HPZ sind täglich für die ambulante Betreuung vor Ort und sehen nach dem Rechten.

Insgesamt sind in der Geicher Gasse zehn Wohneinheiten entstanden. Neun davon werden für das Betreute Wohnen genutzt, in der zehnten Wohnung lebt Philipp Krosch. Er übernimmt einige Arbeiten des Hausverwalters und freut sich über den Kontakt zu den Schützlingen der Lebenshilfe HPZ. „In der Personalabteilung habe ich nicht besonders viel Kontakt zu den Bewohnern. Jetzt weiß ich ganz genau, wofür ich meinen Job mache.“

Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich im Gespräch mit Rainer Wulff. Der Rentner ist vor einem halben Jahr von Krefeld nach Zülpich gezogen – und fühlt sich im Betreuten Wohnen richtig wohl. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich im Gespräch mit Rainer Wulff. Der Rentner ist vor einem halben Jahr von Krefeld nach Zülpich gezogen – und fühlt sich im Betreuten Wohnen richtig wohl. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Für die Menschen mit Behinderung ist das Haus in der Geicher Gasse eine Art „Betreutes Wohnen deluxe“. Die Wohnungen sind nagelneu, ausgestattet mit Fußbodenheizung und je einem Balkon mit „Eifelblick“ über die Stadtmauer. Im großen Garten können im Sommer gemeinsame Grillabende gefeiert werden.

Der wichtigste Pluspunkt: In der Geicher Gasse lebt man auf den ersten Blick ruhig und abgelegen vom Trubel. Verlässt man aber die Gasse, steht man praktisch schon auf dem Zülpicher Markt vor dem Rathaus mitten in der Innenstadt. Zur anderen Seite ist man nur wenige Schritte vom Bachtor entfernt. Dahinter liegen unter anderem der Lesegarten und der Obstbaumgarten der Landesgartenschau 2014.

Noch ist es eine Baustelle, aber im kommenden Jahr sollen im Neuen Weg in Zülpich Hoven neue Wohneinheiten fürs Betreute Wohnen entstehen. Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich (rechts) und Bauherr Hubert Hilger sehen nach dem Rechten. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Noch ist es eine Baustelle, aber im kommenden Jahr sollen im Neuen Weg in Zülpich Hoven neue Wohneinheiten fürs Betreute Wohnen entstehen. Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich (rechts) und Bauherr Hubert Hilger sehen nach dem Rechten. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Rainer Wulff ist als Rentner von Krefeld nach Zülpich gezogen. Früher lebte er in einem Altbau und empfand Krefeld als laut und dreckig. Jetzt ist er glücklich in seiner neuen Wohnung und erfreut sich an der schönen Eifel. „Hier gefällt es mir 200 Prozent besser“, erzählt er begeistert, während er sich um seine beiden Wellensittiche kümmert.

Nur wenige hundert Meter entfernt sollen in der Zülpicher Martinstraße weitere neun Plätze für das Betreute Wohnen entstehen. Auf der Baustelle in Zülpich-Hoven ist die Aufteilung der Innenräume schon zu erkennen. Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich und Bauherr Hubert Hilger, pensionierter Bau- und Möbelschreiner, sehen sich um, während die Bauarbeiter weiter geschäftig ihrem Handwerk nachgehen.

Philipp Krosch (rechts) aus der Personalabteilung der Lebenshilfe HPZ war einer der Drahtzieher dafür, dass das Haus fürs Betreute Wohnen zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsam mit Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich (Mitte) und dem mit der Lebenshilfe verbundenen Künstler Rolf A. Kluenter (links) macht er einen Rundgang. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Philipp Krosch (rechts) aus der Personalabteilung der Lebenshilfe HPZ war einer der Drahtzieher dafür, dass das Haus fürs Betreute Wohnen zur Verfügung gestellt wird. Gemeinsam mit Lebenshilfe-Geschäftsführer Rolf Emmerich (Mitte) und dem mit der Lebenshilfe verbundenen Künstler Rolf A. Kluenter (links) macht er einen Rundgang. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Alle drei Wohnhäuser sind fußläufig zum Lebenshilfe-Beratungszentrum in der Bonner Straße gelegen. Dort sind auch weitere 15 Plätze für das Ambulant Betreute Wohnen sowie Gemeinschaftsräume für Freizeitaktivitäten und Feste.

pp/Agentur ProfiPress




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