25. November 2015

Tabuthema der Nachkriegszeit

Paul Schmitz wuchs als „Kind des Feindes“ im deutsch-belgischen Grenzgebiet auf

Schleiden-Gemünd – Ein zum Teil bis heute stattfindendes Tabuthema und ein immer noch fast unbekanntes Kapitel der Nachkriegsgeschichte ist die Tatsache, dass in den Jahren nach 1945 hunderttausend Kinder geboren wurden, deren Väter den alliierten Besatzungstruppen angehörten. Sei es, weil ihre Mütter nicht darüber sprechen wollten oder konnten, die meisten dieser Kinder, die heute als vergessene Generation gelten, wussten nicht um ihre Väter und mussten sich auch einen zum Teil mühsamen Weg machen, um ihre Wurzeln zu erforschen.

Das Schicksal eines amerikanischen Kriegskindes vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte im deutsch-belgischen Grenzgebiet wird im Buch „Kriegskind – Die Suche nach meinem amerikanischen Vater“ von Paul Schmitz aus Kalterherberg porträtiert. Aus diesem liest er am 28. November, um 19 Uhr, in die Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd.

Am Samstag, 28. November, um 19 Uhr, liest der Kalterherberger Paul Schmitz aus seinem Buch „Kriegskind – Die Suche nach meinem amerikanischen Vater“ in der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd. In die Lesung eingebunden ist der Dokumentarfilm „Vater unbekannt – Kriegskind“. Georg Kaiser, ebenfalls aus Kalterherberg, wird die Lesung musikalisch gestalten. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Am Samstag, 28. November, um 19 Uhr, liest der Kalterherberger Paul Schmitz aus seinem Buch „Kriegskind – Die Suche nach meinem amerikanischen Vater“ in der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd. In die Lesung eingebunden ist der Dokumentarfilm „Vater unbekannt – Kriegskind“. Georg Kaiser, ebenfalls aus Kalterherberg, wird die Lesung musikalisch gestalten. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Paul Schmitz ist ein Kriegskind. Geboren 1945, Vater unbekannt. Seine Mutter liebte einen amerikanischen Soldaten, der in Sourbrodt (Belgien) stationiert war. Aus dieser Beziehung wurde Paul Schmitz geboren. Im Laufe seiner Kindheit und Jugend musste er Demütigungen und Ausgrenzungen hinnehmen. Seinen Vater hat er nie gekannt. Ein Gefühl der Unvollständigkeit begleitete ihn im Leben. Erst 60 Jahre nach dem Krieg hat er den Mut gefunden, seine Identität zu erforschen und nach seinem Vater zu suchen. Die Recherchen dauerten fünf Jahre und endeten in den USA. Seine Erlebnisse hat er in einem persönlichen und bewegenden Buch niedergeschrieben.

Paul Schmitz sammelte alle Informationen und führte sie wie Mosaiksteinchen zusammen. Er möchte mit seinem Buch allen ähnlich betroffenen Kriegskindern Mut machen, die unbekannten Wurzeln zu suchen. Das Buch versteht sich auch als Zeitdokument und beleuchtet bisher nicht behandelte Aspekte des Krieges.

Zu Beginn der Lesung wird die etwa 20-minütige Filmreportage „Vater unbekannt – Kriegskind“ zu seiner Geschichte vorgeführt, den der belgische Fernsehsender BRF aufgezeichnet hat. Dieser Film wurde inzwischen mit dem Belfius- Pressepreis in Brüssel ausgezeichnet. Die Lesung wird von dem ebenfalls aus Kalterherberg stammenden Solokünstler Georg Kaiser mit selbst komponierter und getexteter Musik begleitet.

Weitere Infos: www.eifel-kunst.de oder 0157 36941876.

pp/Agentur ProfiPress

 

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