5. November 2015

Bewegende Eisenbahn-Geschichte

Gemünder Galerie Eifel Kunst zeigt Dokumentation zur Vennquerbahn im Ersten Weltkrieg

Schleiden-Gemünd – Die für dieses Jahr letzte Ausstellung in der Gemünder Galerie Eifel Kunst in Zusammenarbeit mit dem Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt wird noch einmal den Themenkomplex Erster Weltkrieg aufgreifen. „Nachdem die im Sommer im Hellenthaler Rathaus gezeigte Ausstellung so viel Resonanz erfuhr und die Nachfrage so groß war, zeigen wir bis zum Jahresende die Dokumentationsausstellung der Eisenbahnfreunde Jünkerath über die strategische Bahnstrecke Jünkerath-Losheim- Weywertz“, kündigt Galeristin Marita Rauchberger an. „Die Vennquerbahn und ihre Bedeutung im Ersten Weltkrieg“ lautet der Titel.

Viadukt der Vennquerbahn bei Bütgenbach mit einem Museumsbahnzug. Foto: Jan Pešula

Viadukt der Vennquerbahn bei Bütgenbach mit einem Museumsbahnzug. Foto: Jan Pešula

Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs verfügte die Eifel über ein Eisenbahnnetz, das seinesgleichen sucht. Auch an Ahr und Kyll hat in den Jahren zuvor ein Heer an Arbeitskräften aus dem In- und Ausland dafür gesorgt, dass dieser bis dahin verkehrstechnisch doch eher vernachlässigte Landstrich endlich an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde.

Die Vennquerbahn zweigte in Jünkerath von der Eifelbahn in Richtung Belgien ab, führte über Losheim und Losheimergraben und fädelte sich bei Weywertz in die Vennbahn ein. 1904 wurde sie bereits aus strategischen Gründen als eine Verlängerung der Bahnstrecke Dümpelfeld–Hillesheim–Lissendorf mit Anschluss an die Vennbahnstrecke geplant. Bei Glaadt baute man einen Verbindungsbogen um die Verbindung nach Weywertz optimal bedienen zu können. Am 1. Juli 1912 wurde die zweigleisige Nebenbahn feierlich eröffnet. Nun war es möglich, von Remagen am Rhein bis an die belgische Grenze zu fahren.

Wie häufig in der Eifel, waren es militärische Erwägungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts zum Bau der Vennquerbahn zwischen Weywertz und der Eifelhauptstrecke im Kylltal führten. Foto: Marita Rauchberger

Wie häufig in der Eifel, waren es militärische Erwägungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts zum Bau der Vennquerbahn zwischen Weywertz und der Eifelhauptstrecke im Kylltal führten. Foto: Marita Rauchberger

Vom 8. November bis zum 20. Dezember zeigt die Galerie Eifel Kunst die Ausstellung der Eisenbahnfreunde Jünkerath zur bewegenden Geschichte dieser Eisenbahnstrecke. Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 8. November, um 15 Uhr in den Räumen der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd statt. Michael Heinzel aus Bonn wird einen Vortrag zur Bahnstrecke und ihrer Geschichte halten und Passagen aus seinem Buch „Wo ist denn Bollenien – Geschichten aus dem deutsch-belgischen Grenzland“ lesen. Musikalisch wird die Vernissage von Georg Kaiser gestaltet.

Die Ausstellung, die eine Leihgabe der Eisenbahnfreunde Jünkerath ist, kann freitags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter 0157 36941876 besucht werden.

pp/Agentur ProfiPress




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