22. Oktober 2015

Reise in die NS-Zeit

Willi Hermanns liest aus Roman „Ein Stück Vergangenheit“ – Zingsheimer Autor zu Gast in Galerie „Eifel Kunst“ – Lesung am Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr

Eifel/Schleiden-Gemünd – Zum zweiten Mal ist der Zingsheimer Willi Hermanns am Sonntag, 25. Oktober, um 15 Uhr in der Galerie „Eifel Kunst“ zu Gast. Der Autor soll dort aus seinem Roman „Ein Stück Vergangenheit“ lesen – eine Geschichte, die auch in die NS- und Kriegszeit zurückführt. „Mit seinem Buch leistet Willi Hermanns ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen“, sagt die Galeristin Marita Rauchberger.

In dem Buch schickt Willi Hermanns seinen Protagonisten Karl Potus auf eine Reise in die Vergangenheit. Erst im Rentenalter erfährt Karl Potus von seiner kranken Mutter das lang gehütete Familiengeheimnis: Er und seine Schwester Liesel sind nicht die leiblichen Kinder der Eltern, sondern wurden beide über das Lebensborn-Kinderheim Falkenau adoptiert. Karl Potus begibt sich auf die Suche nach seinen Wurzeln. Die Reise führt ihn durch die NS- und Kriegszeit von Nettersheim über Wollseifen in die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang, nach Berlin, Dresden und Meißen bis nach Posen und wieder zurück in die Gegenwart, zurück nach Nettersheim.

Der Zingsheimer Willi Hermanns liest am Sonntag, 25. Oktober, in der Galerie „Eifel Kunst“ aus seinem Roman „Ein Stück Vergangenheit“. Foto: Anja Raith/pp/Agentur ProfiPress

Der Zingsheimer Willi Hermanns liest am Sonntag, 25. Oktober, in der Galerie „Eifel Kunst“ aus seinem Roman „Ein Stück Vergangenheit“. Foto: Anja Raith/pp/Agentur ProfiPress

„Willi Hermanns versteht sich außerordentlich gut auf die Recherche historischer Zusammenhänge und Details“, so Marita Rauchberger von der Galerie „Eifel Kunst“. Während die Personen des Romans erfunden sind, existierten die Lebensborn-Kinderheime in der NS-Zeit tatsächlich. Sie dienten damals dem Rassenwahn: In den Heimen sollte Kinder, die aufgrund von Zeugung durch „arische Herrenmenschen“ oder nach Maßgabe der sogenannten „Ariertabellen“ dem nationalsozialistischen Menschenbild entsprachen, im NS-Geist erzogen werden.

Willi Hermanns wurde 1937 in Zingsheim geboren. Der Eifeler Familienvater und mehrfacher Großvater war als Bauingenieur beim Kreis Euskirchen tätig, bevor er 1998 in den Ruhestand ging. Als Autor hat er mehrere Gedichtbände und Romane verfasst. Bei seinem ersten Besuch in der Galerie „Eifel Kunst“ im April hatte Willi Hermanns seinen Roman „Marie, das Mädchen aus der Ukraine – Zur Zwangsarbeit in die Eifel gezwungen“ vorgestellt. Die Lesung am Sonntag, 25. Oktober, soll um 15 Uhr in der Galerie „Eifel Kunst“, Schleidener Straße 1 in Gemünd stattfinden. Der Eintritt ist frei.

pp/Agentur ProfiPress

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