16. Oktober 2015

Nationalpark-Tor in Rurberg wird zehn Jahre alt

Auch im Jubiläumsjahr glänzt Nationalpark-Tor mit hohen Besucherzahlen

Simmerath-Rurberg – Das Nationalpark-Tor in Rurberg feiert Jubiläum: Die Kombination aus Tourist-Information und Nationalpark-Ausstellung öffnete am 18. Oktober 2005 als erste ihrer Art im Großschutzgebiet ihre Pforten. Mit dem lokalen Thema „Lebensadern der Natur“ brachte die Nationalparkverwaltung den Interessierten in der Ausstellung nicht nur das Thema Nationalpark sondern auch die Besonderheiten vor Ort nahe. Die personell besetzte Tourist-Info betreute die Gäste individuell und gab Tipps und Auskünfte für ihren anschließenden Ausflug in das Großschutzgebiet. Seit diesem Tag haben über 800.000 Gäste das Haus besucht. Allein in 2014 waren es 97.958 Besucher, im Schnitt also 268 Gäste pro Tag.

Eröffnungsfeier und erster Rundgang mit (von links) Thomas Neiss, Abteilungsleiter Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, Dieter Krell, Ministerialdirigent am Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW und Henning Walter, Leiter Nationalparkforstamt Eifel. Foto: Nationalparkforstamt Eifel

Eröffnungsfeier und erster Rundgang mit (von links) Thomas Neiss, Abteilungsleiter Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, Dieter Krell, Ministerialdirigent am Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW und Henning Walter, Leiter Nationalparkforstamt Eifel. Foto: Nationalparkforstamt Eifel

„Lebensadern der Natur“ heißt die auf lokale Begebenheiten ausgelegte Spezialausstellung. Sie macht die Lebensräume Fließ- und Stillgewässer unter anderem aus der Flug-Perspektive eines Milans erlebbar. Flusskrebs, Perlmuschel und Biber zeigen die Bedeutung des Nationalparks Eifel für Mensch und Natur.

An die Nationalparkausstellung ist eine Tourist-Info angebunden und wird – wie alle Nationalpark-Tore – von der jeweiligen Nationalpark-Kommune oder ihrer touristischen Organisation, hier von der Rursee-Touristik der Gemeinde Simmerath betrieben. Hingegen zeichnet die Nationalparkverwaltung für die Einrichtung der Ausstellung verantwortlich sowie dauerhaft für ihre inhaltliche Aktualisierung und technische Unterhaltung.

Am 18. Oktober 2005 öffnete das Nationalpark-Tor in Rurberg am Eiserbachdamm seine Pforten. Foto: T. Geschwind

Am 18. Oktober 2005 öffnete das Nationalpark-Tor in Rurberg am Eiserbachdamm seine Pforten. Foto: T. Geschwind

„Unsere damaligen Erwartungen und Hoffnungen haben sich mehr als erfüllt. Bisher haben mehr als 800.000 Besucher das Nationalpark-Tor Rurberg besucht. Damit hat sich dieses Nationalpark-Tor zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt”, freut sich Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns von der Gemeinde Simmerath.

„Für die Information, Sensibilisierung und Lenkung der Nationalparkbesucher haben die Tore eine entscheidende Funktion“, so Michael Lammertz von der Nationalparkverwaltung. „Nicht nur die Besucherzahlen sind beeindruckend, sondern die Gäste sind auch sehr zufrieden“, freut sich der verantwortliche Fachgebietsleiter, „und das sowohl mit der Ausstellung als auch mit der Qualität der Servicekräfte“. Eine Besucherbefragung hatte ergeben, dass die Kompetenz des Servicepersonals von 97 Prozent mit gut oder sehr gut beurteilt wurde, die Freundlichkeit sogar mit 98 Prozent. Den Besuch des Tors weiterempfehlen würden ebenfalls 98 Prozent der Gäste. „Uns war in all den Jahren wichtig, dass die Ausstellungen in den Nationalpark-Toren immer auf dem aktuellen Stand sind und weiter entwickelt werden“, erläutert Michael Lammertz. So wurde jüngst in allen Nationalpark-Toren der selbst produzierte Film „Wald-Wasser-Wildnis-Der Nationalpark Eifel“ durch eine von Grund auf aktualisierte Version ersetzt. Dieser so genannte „Appetizer“ enthält die wichtigsten Informationen über den Nationalpark, seine Angebote und Regeln. Er macht Appetit, das Schutzgebiet anschließend gezielt zu erkunden.

Kinder lernen spielend welche Rolle der Biber für die Gewässer im Nationalpark Eifel spielt. Foto: T. Geschwind

Kinder lernen spielend welche Rolle der Biber für die Gewässer im Nationalpark Eifel spielt. Foto: T. Geschwind

Außerdem hat die Nationalparkverwaltung eine Zentrale Mediensteuerung eingerichtet. Diese lässt per Mausklick unmittelbar tagesaktuelle Informationen auf die Bildschirmschoner der Filmmodule in alle Nationalparkeinrichtungen bringen. So können Besucher kurzfristig beispielsweise vor den Gefahren von angekündigten Stürmen gewarnt werden. Ganzjährig startet jeden Samstag um 11 Uhr unmittelbar am Nationalpark-Tor Rurberg eine Rangertour, kostenfrei und ohne Anmeldung.

Hintergrund

Das Nationalpark-Tor Rurberg war am 18. Oktober 2005 das erste von insgesamt fünf Nationalparkhäusern. Weitere folgten in Schleiden-Gemünd, Heimbach, Monschau-Höfen und Nideggen. Insgesamt bieten die fünf Tore 885 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Nationalparkverwaltung verfolgt mit den Nationalpark-Toren hauptsächlich die Ziele, Gäste über die Nationalparkphilosophie aufzuklären, sie auf Besuche des Nationalparkgeländes vorzubereiten und ihnen dazu das gebotene Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebot darzustellen sowie sie für die Verhaltensregeln zu sensibilisieren. Die Servicekräfte werden regelmäßig zu aktuellen Nationalparkthemen geschult.

Die fünf Informationshäuser stehen Besuchern täglich von 10 bis 17 Uhr kostenfrei als Anlaufstelle zum Nationalpark zur Verfügung.

2014 besuchten knapp 98.000 Besucher das Nationalpark-Tor in Simmerath-Rurberg mit der Ausstellung „Lebensadern der Natur“. Foto: L. Voigtländer

2014 besuchten knapp 98.000 Besucher das Nationalpark-Tor in Simmerath-Rurberg mit der Ausstellung „Lebensadern der Natur“. Foto: L. Voigtländer

Die Nationalpark-Tore kombinieren nationalparkspezifische Tourist-Infos, die in einem einheitlichen Design aus rotkernigem Buchenholz eingerichtet sind, mit Ausstellungen zu unterschiedlichen Nationalparkthemen. Sie greifen jeweils Phänomene und Besonderheiten des Teils des Nationalparks auf, der in der Nähe der jeweiligen Häuser liegt. So behandelt die am Rursee in Rurberg gelegene Ausstellung „Lebensadern der Natur“ die Ökologie der Still- und Fließgewässer. In den Ausstellungen steht jeweils ein unterschiedlicher Leitorganismus des Nationalparks, ein Tier oder eine Pflanze, für die Themen der jeweiligen Ausstellung. In Rurberg sind das Biber und Schwarzmilan.

In allen Ausstellungen gibt es ein Filmmodul mit einer Auswahl an unterschiedlichen Filmen, auch in verschiedene Sprachen vertont sowie mit Gebärdensprachübersetzung und mit Untertitel. Zudem steht ein dreidimensionales Geländerelief zur Verfügung, auf das per Knopfdruck unterschiedlichste Informationen projiziert werden können.

Nationalpark Eifel/pp/Agentur ProfiPress

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