15. Oktober 2015

Botschafter der eigenen Region

Bis zum 25. Oktober finden in Ostbelgien die „O-Genusswochen“ statt. Mehr als 50 Organisationen und Betriebe laden während der Aktionswochen zum Genuss regionaler Produkte ein. 21 Restaurants in der Region bieten ihren Gästen ein Menü mit regionalen Produkten an. Stellvertretend für die vielen Restaurants hat der freie Journalist Frank Fäller „FinEssen“ in Eupen. Hier seine Reportage:

Eifel/ Ostbelgien – Belgien ist bekannt als Schlemmerland. Doch muss man nicht bis in die großen Städte wie Brüssel oder Antwerpen fahren, um sich belgischen Köstlichkeiten hinzugeben. Nur wenige Minuten von Aachen entfernt, beginnt in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Belgiens, die Mitglied der Zukunftsinitiative Eifel ist, eine Region der guten Küche. Das Label „Made in Ostbelgien“ fördert hier Produzenten und Gastronomen mit den „O-Genusswochen 2015“, die noch bis zum 25. Oktober mit verschiedenen Angeboten laufen (siehe untenstehende Internetadressen). Viele Restaurants bieten zu dieser Zeit besondere Menüs an.

Frische, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit

„Wir wollen vor allem aus dem was unsere Region bietet besondere Produkte machen“, unterstreichen Nadima und Dominique Keutgen. Als sie vor rund zwei Jahren zum ersten Mal von der Idee einer Dachmarke „Made in Ostbelgien“ hörten, wussten sie, dass sie nach vielen Jahren gastronomischer Erfahrung ihren Traum würden umsetzen können. Frische, Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit – das waren und sind wichtige Markenkriterien, mit denen sie sich identifizieren wollen.

Stellvertretend für alle teilnehmenden Restaurants hat der freie Journalist Frank Fäller das „FinEssen“ in Eupen besucht. Foto: Frank Fäller

Stellvertretend für alle teilnehmenden Restaurants hat der freie Journalist Frank Fäller das „FinEssen“ in Eupen besucht. Foto: Frank Fäller

Für ihre Speisen verwenden sie nach Verfügbarkeit ausschließlich Produkte aus biologischem Anbau und aus der Region. Darüber hinaus gibt es hochwertige Öle, Chutneys oder Konfitüren, die mit heimischem Obst und Gemüse wie Äpfel, Holunder, Brombeeren oder Kürbissen hergestellt und verfeinert werden. „De la terre à la table – natürlich genießen“, so beschreiben die Eheleute selbst ihre Auffassung von gutem Essen (mit Seele).

Regionaler Genuss bedeutet nicht nur, ein Stück Heimat zu erfahren, sondern auch eine Art Genuss-Botschafter sein zu können. „Wenn ich ein Produkt aus meiner Heimat auf Reisen verschenke, sage ich gleichzeitig, bei mir bist du willkommen“, betont Dominique Keutgen und ist außerdem überzeugt, „dass eine hiesige Forelle doch besser schmeckt, weil sie frisch und aus der Region ist.“ Kurze Wege, langer Genuss – ein weiteres Kennzeichen für das Label.

Im Rahmen „O-Genusswochen 2015“ gilt es auch, feine Speisen und Getränke aus der Region zu genießen. Foto: Frank Fäller

Im Rahmen „O-Genusswochen 2015“ gilt es auch, feine Speisen und Getränke aus der Region zu genießen. Foto: Frank Fäller

Mehr als Schokolade, Bier und Gebäck

Inzwischen ist „FinEssen“ zu einer festen Einrichtung des guten Geschmacks geworden. Zahlreiche Produkte „Made in Ostbelgien“ werden liebevoll präsentiert, darunter Schokolade, Bier und Gebäck. Die Präsentkörbe sind begehrt bei Privatkunden wie auch zunehmend bei Firmen – über die Grenzen der DG hinweg. „Wir spüren einen positiven Trend bei unseren Kunden, die unverwechselbare, regionaltypische Produkte hoher Qualität zu schätzen wissen“, freut sich Nadima Keutgen über das erfolgreiche Konzept. Das lässt auch Raum für kreative Ideen, die Gatte Dominique beschäftigen. Derzeit entstehe eine feine Pastete, verrät er. Das Fleisch liefert ein heimischer Metzger, die Äpfel kommen aus der Region. Dazu kommen Trüffel, die zwar hier nicht wachsen, aber immerhin von einem Industriellen aus der DG geliefert werden. So etwas nennt man: Win-win-Situation.

Regionale Qualität aus Ostbelgien erkennt der Verbraucher an dem Label „Made in Ostbelgien“. Bislang haben sich 25 Lebensmittelerzeuger der Marke angeschlossen, die Produktpalette wird laufend erweitert.

Weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.madeinostbelgien.be.

Frank Fäller/pp/Agentur ProfiPress

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