4. August 2015

Bedeutung der Vennbahn im 1. Weltkrieg

Die Vennquerbahn: Einst strategisch geplant, heute Völkerverständigung per Fahrrad – Ausstellung im Hellenthaler Rathaus beleuchtet Bedeutung im 1. Weltkrieg – Vernissage am Sonntag, 9. August, um 11 Uhr

Eifel/Kreis Euskirchen – Die zweite Aktion des Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt in Kooperation mit einer im Bündnis mitwirkenden Kommunen findet statt am Sonntag, 9. August. Um 11 Uhr wird an diesem Tag im Hellenthaler Rathaus die Ausstellung zur Vennquerbahn und ihrer Bedeutung im 1. Weltkrieg eröffnet.

Bis zum 23. August präsentiert die Galerie Eifel Kunst anschließend die Ausstellung zur bewegenden Geschichte dieser Eisenbahnstrecke.

Am 28. Juli 1914, mit dem Beginn der Kriegserklärung von Österreich-Ungarn an Serbien, begann der 1. Weltkrieg. Zu diesem Zeitpunkt verfügt die Eifel über ein Eisenbahnnetz, das seinesgleichen sucht. Auch an Ahr und Kyll hatte in den Jahren zuvor ein Heer an Arbeitskräften aus dem In- und Ausland dafür gesorgt, dass dieser bis dahin verkehrstechnisch eher vernachlässigte Landstrich endlich an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde.

Eine Ausstellung über die Bedeutung der Vennquerbahn im 1. Weltkrieg wird am Sonntag, 9. August, um 11 Uhr im Hellenthaler Rathaus eröffnet. Foto: Sammlung Balter

Eine Ausstellung über die Bedeutung der Vennquerbahn im 1. Weltkrieg wird am Sonntag, 9. August, um 11 Uhr im Hellenthaler Rathaus eröffnet. Foto: Sammlung Balter

Auch der Bahnhof und das Bahnbetriebswerk Jünkerath wurden massiv erweitert und umgebaut, um den neuen Aufgaben gerecht werden zu können. Die Vennquerbahn zweigte in Jünkerath von der Eifelbahn in Richtung Belgien ab, führte über Losheim und Losheimergraben und fädelte sich bei Weywertz in die Vennbahn ein. 1904 wurde sie bereits aus strategischen Gründen als eine Verlängerung der Bahnstrecke Dümpelfeld–Hillesheim–Lissendorf mit Anschluss an die Vennbahnstrecke geplant. Bei Glaadt baute man einen Verbindungsbogen um die Verbindung nach Weywertz optimal bedienen zu können. Am 1. Juli 1912 wurde die zweigleisige Nebenbahn feierlich eröffnet. Nun war es möglich, von Remagen am Rhein bis an die belgische Grenze zu fahren.

Die Ausstellung, die die Eisenbahnfreunde Jünkerath anlässlich der Archäologietour Nordeifel 2014 erstmalig gezeigt hatten, dokumentiert die historischen Hintergründe der Entstehung des für eine solch dünn besiedelte Region außergewöhnlich gut ausgebauten Eisenbahnnetzes, das heute zu einem Radwegenetz geworden ist.

Die Ausstellung wird nun präsentiert in Kooperation der Galerie Eifel Kunst und des Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt mit der Gemeinde Hellenthal und den Eisenbahnfreunden Jünkerath.

Werner Wamser, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal, wird die Ausstellung am Sonntag, dem 9. August, um 11 Uhr im Rathaus Hellenthal, Rathausstraße 2, 53940 Hellenthal eröffnen.

Michael Heinzel von den Eisenbahnfreunden Jünkerath und Buchautor der beiden Bücher „Hommage à la Vennbahn“ und „Wo ist denn Bollenien? Geschichten aus dem deutsch-belgischen Grenzland“ führt in die Ausstellung ein. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von Georg Kaiser aus Kalterherberg.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden: Montag bis Freitag von 8.30 bis 12:30 Uhr sowie 14 bis 17 Uhr; samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 12 Uhr.

Weitere Informationen gibt es bei Rauchberger, Tel. 0157/ 36 94 18 76.

pp/Agentur ProfiPress




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