5. März 2015

Dickes Lob an die Wegepaten

Die Helfer in den Eifelvereinen halten mehr als 1600 Kilometer Qualitätswanderwege in Schuss – 1,7 Millionen Besucher auf der Eifelsteig-Internetseite im vergangenen Jahr

Eifel/Nettersheim – Manfred Rippinger, Geschäftsführer der Dürener Hauptgeschäftsstelle des Eifelvereins war froh, so viele Wegepaten und kommunale Wegemanager von Eifeler Qualitätswanderwegen begrüßen zu können. Trotz der grassierenden Grippewelle hatten sich rund 60 Paten und Manager im Natur- und Holzkompetenz-Zentrum in Nettersheim eingefunden. Es sei das erste Mal, dass sich alle Paten in einer so großen Runde treffen, berichtete Rippinger.

Beim Treffen der Wegepaten im Naturzentrum: die Nettersheimer Delegation mit Peter Steinbusch, Matthias Irle, Alfred Piehler, Manfred Rippinger, Matthias Schmitz und Uschi Mießeler (von links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Beim Treffen der Wegepaten im Naturzentrum: die Nettersheimer Delegation mit Peter Steinbusch, Matthias Irle, Alfred Piehler, Manfred Rippinger, Matthias Schmitz und Uschi Mießeler (von links). Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Hauptgeschäftsstelle hatte die Paten unter anderem eingeladen, um sich bei ihnen für die ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. Am Ende des gut sechsstündigen Treffens erhielt jeder von ihnen einen nagelneuen Eifel-Wanderrucksack. Das Treffen war aber auch Anlass zum Erfahrungstausch und zur Bestandsaufnahme.

Anstelle des erkrankten Bürgermeisters Wilfried Pracht hieß dessen allgemeiner Vertreter Alfred Piehler die Paten in der „guten Stube“ Nettersheims willkommen. Die Gemeinde sei den örtlichen Wegepaten, die für die ordnungsgemäße Erhaltung der Wanderwege zuständig seien, sehr dankbar. „Sie arbeiten ehrenamtlich für die Wanderer, also unsere Gäste“, so Piehler.

Der Archäologische Landschaftspark in Nettersheim faszinierte die Eifeler Wegepaten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der Archäologische Landschaftspark in Nettersheim faszinierte die Eifeler Wegepaten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Wie Manfred Rippinger erläuterte, betreut das Management des Eifelvereins mit dem Eifelsteig (313 Kilometer), den Eifelsteig-Partnerwegen (246 km), den Vulkaneifel-Pfaden (296 km), dem Ahrsteig (84 km) und dessen Zuwege (23 km), dem Römerkanal-Wanderweg (118 km) und dem Moselsteig (365 km) samt seiner Zuwege (201 km) allein Qualitätswanderwege von einer Strecke von insgesamt 1646 Kilometern. „Auf all diesen Wegen stellen sie als Paten die Betreuungsqualität sicher“, lobte er. Damit erzeuge der Eifelverein einen erheblichen Mehrwert für die Kommunen. „Zufriedene Wanderer sind das beste Aushängeschild für den Tourismus in den Kommunen entlang der Wanderwege“, so der Geschäftsführer weiter.

Über die Bedeutung von „Eifelsteig & Co.“ aus touristischer Sicht referierte Wolfgang Reh von der Eifeltourismus GmbH. Der Eifelsteig bestehe seit nunmehr fünf Jahren. In Angriff genommen und erste Ideen entwickelt habe man aber schon vor zehn Jahren. „Heute können wir stolz darauf sein“, bilanzierte der Touristik-Fachmann. 60 Betriebe entlang des Eifelsteiges und der Partnerwege arbeiteten inzwischen erfolgreich nach vordefinierten Qualitätskriterien.

Zum Abschluss des Treffens überreichte Geschäftsführer Manfred Rippinger Eifel-Wanderrucksäcke an alle Wegepaten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Zum Abschluss des Treffens überreichte Geschäftsführer Manfred Rippinger Eifel-Wanderrucksäcke an alle Wegepaten. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Frage, woher die Wanderer kommen und wie sie die Eifel als Ziel wählen beantwortete Wolfgang Reh ebenfalls: „Das Internet ist im Tourismus unverzichtbar.“ 1,7 Millionen Besucher auf der Seite des Eifelsteiges im letzten Jahr seien ein deutlicher Beweis dafür. 60 Prozent der touristischen Betriebe entlang des Premium-Wanderweges meldeten steigende Umsätze seit der Eröffnung im Jahr 2009. Von den Gästen werde die gute Pflege der Wege immer wieder gelobt.

In Nettersheim präsent war als technischer Wegemanager Matthias Irle vom gleichnamigen Planungsbüro in Manderscheid. Hin und wieder gebe es natürlich auch mal eine Beschwerde, so Irle. Dies sei aber bei der großen Streckenlänge, die die Paten zu betreuen hätten, nicht zu vermeiden. Und: „Wir bekommen viel mehr Lob und Zuspruch für die tollen Wanderweg ein der Eifel.“

Deutlich ist der Verlauf der Römerstraßentrasse im Archäologischen Landschaftspark markiert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Deutlich ist der Verlauf der Römerstraßentrasse im Archäologischen Landschaftspark markiert. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Aktuell befasse man sich mit der Frage, wie die Markierung der Wanderwege durch ein Klebeverfahren zu realisieren ist. Anderorts habe man mit diesem Verfahren, das ein Annageln der Schilder an Bäume oder das Aufsprühen von Zeichen ersetzen soll, gute Erfahrungen gemacht. Das Verfahren werde inzwischen im Wanderwegeleitfaden Rheinland-Pfalz empfohlen.

Matthias Irle wies die Wegepaten ausdrücklich darauf hin, sicherheitsrelevante Reparaturen nicht selbst auszuführen. Die Verkehrssicherheitspflicht auf den Wegen sei Sache der Kommunen. „Falscher Ehrgeiz kann da schnell zum Bumerang werden“, so Irle. Schäden sollten deshalb an die zuständigen Stellen oder direkt an die Kommunen gemeldet werden.

Die Wegepaten des Eifelvereins hatten sich im Nettersheimer Naturschutzzentrum zum Erfahrungsaustausch versammelt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Wegepaten des Eifelvereins hatten sich im Nettersheimer Naturschutzzentrum zum Erfahrungsaustausch versammelt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Nach einem gemeinsamen Imbiss besichtigten alle Gäste den Archäologischen Landschaftspark und ließen sich vom Moderator Jörg Müller auf die Spuren der Römer rund um Nettersheim und in die neueröffnete Taverne an der Kaninhecke entführen.

pp/Agentur ProfiPress




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