24. November 2014

Kreis Düren als Reiseziel immer beliebter

Größten Anteil am Zuwachs um 14,3 Prozent hatten ausländische Touristen – Vom Ansturm auf das Resort Eifeler Tor profitieren auch andere Betriebe

Kreis Düren – Obwohl das Jahr durchweg zu kühl und zu nass war, strömten die Touristen in diesem Jahr in den Kreis Düren. In den ersten drei Quartalen waren die Gästebetten in 345.000 Nächten belegt. Damit stieg die Übernachtungszahl gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14,3 Prozent. Ein stolzer Zuwachs, zumal die Beherbergungsbetriebe in ganz NRW „nur“ ein Plus von 4,7 Prozent verbuchen konnten. Das geht aus der jüngsten Statistik von IT.NRW hervor, die alle Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Betten erfasst. Die Zahl aller Übernachtungen dürfte also noch deutlich höher sein. Großen Anteil am erfassten Zuwachs im Kreis Düren hatten ausländische Touristen, die fast 100.000 Nächte in Gästebetten schliefen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von über 75 (!) Prozent (NRW: plus 8,3 Prozent).

Ulrike Call freut sich über die vielen Besucher im neuen Tourist-Info-Punkt im Heimbacher Feriendorf, der im Frühjahr auf Initiative der Stadt Heimbach und mit Unterstützung der Rureifel-Kommunen Hürtgenwald, Kreuzau und Nideggen und des Nationalparkforstamtes eingerichtet wurde. Foto: Stadt Heimbach/pp/Agenture ProfiPress

Ulrike Call freut sich über die vielen Besucher im neuen Tourist-Info-Punkt im Heimbacher Feriendorf, der im Frühjahr auf Initiative der Stadt Heimbach und mit Unterstützung der Rureifel-Kommunen Hürtgenwald, Kreuzau und Nideggen und des Nationalparkforstamtes eingerichtet wurde. Foto: Stadt Heimbach/pp/Agenture ProfiPress

Das Resort Eifeler Tor hat maßgeblich zum Aufschwung beigetragen. Nachdem Landal das Heimbacher Feriendorf 2013 bereits schrittweise eröffnet hatte, stehen seit April 2014 alle 1.100 Betten zur Verfügung. „Wir sind durchweg zu 90 Prozent ausgebucht; an den Wochenenden sind meist alle Wohnungen belegt. Unsere Erwartungen sind übertroffen worden“, blickt Empfangsleiterin Susanne Jungen auf eine lebhafte Zeit zurück. Für die ersten drei Quartale 2014 stehen nun rund 167.000 Übernachtungen zu Buche. „Wir gehen eigentlich davon aus, dass das auch so bleibt. Von Nebensaison ist jedenfalls nichts zu spüren.“ Die reizvolle Landschaft und die verkehrsgünstige Lage des neuen Landal-Standorts im nahen Dreiländereck seien für die vielen Gäste aus Belgien und den Niederlanden ideal.

Im Feriendorf unterhält der Verein Rureifel-Tourismus seit April eine Touristeninformation. Über 13.000 Gäste bekamen dort schon Ausflugstipps. „Mit einem solchen Andrang hat hier niemand gerechnet. Die Gäste wollen die Umgebung erkunden und haben keine Picknick-Mentalität. Sie wollen etwas sehen und geben richtig Geld aus“, freut sich Rureifel-Geschäftsführer Gotthard Kirch über die regionale Strahlkraft des Feriendorfs.

Befürchtungen, dass das Feriendorf dem nahegelegenen neuen Seehof in Schwammenauel Gäste wegschnappen könnten, haben sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Bei den Übernachtungen gab es in den ersten drei Quartalen 2014 ein leichtes Plus, im Restaurant sogar eine deutlich spürbare Belebung.

„Der Aufschwung spiegelt sich auch bei uns wider”, berichtet Michael Roeb für den „Alten Fritz“ in Schmidt. Neben der umfassenden Renovierung des Hotels hat er eine weitere Erklärung: „Die Eifel ist den Menschen heute ein Begriff. Selbst in den Wetterberichten der großen TV-Sender kommt sie jetzt vor. Das hat viele neugierig gemacht.“

Erholsame Ferien im Kreis Düren: In den ersten drei Quartalen 2014 reisten rund 127.000 Übernachtungsgäste an. Das waren 7,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beliebt bei den Gästen ist beispielsweise der der Rurufer-Radweg, ein Radfernweg von über rund 180 Kilometern entlang der Rur, der in Belgien in der Nähe der Rurquellen an der höchsten Erhebung Belgiens, dem Botrange im Hohen Venn, beginnt und bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond führt. Die Strecke führt durch das Eifelstädtchen Monschau, an den Rurstauseen vorbei und dann über Heimbach, Düren, Jülich und Linnich durch den Kreis Heinsberg und die niederländische Gemeinde Roerdalen nach Roermond. Die Route verläuft nahezu ausschließlich auf separaten Rad- und Wirtschaftswegen und ist in beide Richtungen einheitlich mit dem Radwege-Logo beschildert. Foto: Pressestelle Kreis Düren/pp/Agentur ProfiPress

Erholsame Ferien im Kreis Düren: In den ersten drei Quartalen 2014 reisten rund 127.000 Übernachtungsgäste an. Das waren 7,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beliebt bei den Gästen ist beispielsweise der der Rurufer-Radweg, ein Radfernweg von über rund 180 Kilometern entlang der Rur, der in Belgien in der Nähe der Rurquellen an der höchsten Erhebung Belgiens, dem Botrange im Hohen Venn, beginnt und bis zur Mündung in die Maas im niederländischen Roermond führt. Die Strecke führt durch das Eifelstädtchen Monschau, an den Rurstauseen vorbei und dann über Heimbach, Düren, Jülich und Linnich durch den Kreis Heinsberg und die niederländische Gemeinde Roerdalen nach Roermond. Die Route verläuft nahezu ausschließlich auf separaten Rad- und Wirtschaftswegen und ist in beide Richtungen einheitlich mit dem Radwege-Logo beschildert. Foto: Pressestelle Kreis Düren/pp/Agentur ProfiPress

Zufriedenheit herrscht auch in der Jugendherberge Nideggen. „Wir werden in diesem Jahr wieder das sehr hohe Niveau von 2013 erreichen“, prognostiziert Leiterin Eva Friedrich 34.000 Übernachtungen fürs Gesamtjahr.

Auch das JUFA-Gästehaus am Brückenkopf-Park Jülich hat mit seinen 45 Zimmern zum Gipfelsturm beigetragen. 17.000 Übernachtungen seit dem Frühjahr 2014 zeugen von der Attraktivität des neuen Angebots. Für Landrat Wolfgang Spelthahn spiegeln die Zahlen die gestiegene Attraktivität des Kreises Düren wider. „Mit langem Atem haben wir zahlreiche touristische Projekte wie den Indemann, Monte mare Kreuzau, die Kunstakademie und die neue Jugendherberge Nideggen angestoßen. Das Feriendorf und das JUFA-Gästehaus zeigen, dass auch auswärtige Tourismusprofis unseren Standort für langfristig zukunftsträchtig halten. Das ist sehr erfreulich, denn das schafft neue Stellen und stärkt unsere Wirtschaft.“

Josef Kreutzer/Kreis Düren/pp/Agentur ProfiPress




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