18. November 2014

Einblick in den Literaturbetrieb

Wie aus dem Nichts ein Roman entsteht, erzählt Julia Trompeter ebenso komisch wie fachkundig in ihrem Roman „Die Mittlerin“ bei der Lit.Eifel-Lesung am Donnerstag, 20. November, um 19.30 Uhr, im Klosterkulturkeller des Franziskus-Gymnasiums in Vossenack

Hürtgenwald-Vossenack – Einen interessanten Insider-Einblick in den Literaturbetrieb ebenso wie in die Berliner Szene erhält das Lit.Eifel-Publikum, wenn Julia Trompeter am Donnerstag, 20. November, um 19.30 Uhr, im Klosterkulturkeller des Franziskus-Gymnasiums, Franziskusweg 1, in 52393 Hürtegenwald-Vossenack, aus ihrem Debütroman „Die Mittlerin“ liest. In ihrem Buch nimmt es die junge Autorin mutig mit literarischen Vorbildern auf und erzählt dabei eine unterhaltsame Selbstfindungsgeschichte ganz eigener Art.

Was macht man, wenn man von einer Literaturagentin den Auftrag bekommt, einen Roman zu schreiben – jedoch gar nichts erzählen will? Die junge Frau, die sich voller Bedenken an die Aufgabe der Mittlerin herantastet, gerät dabei ins Schwitzen. Sie stürzt sich in Gedanken, Gefühle und immer absurder werdende Ereignisse. Drei Geistesgrößen beeinflussen sie: der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard, der antike Philosoph Aristoteles sowie die besagte Mittlerin.

Julia Trompeter liest am Donnerstag, 20. November, um 19.30 Uhr, aus ihrem Debütroman „Die Mittlerin“. Foto: Peter Susewind

Julia Trompeter liest am Donnerstag, 20. November, um 19.30 Uhr, aus ihrem Debütroman „Die Mittlerin“. Foto: Peter Susewind

Doch bevor die Protagonistin die Konfrontation mit dem Eigenen zulassen kann, muss sie sich der Außenwelt stellen. Auf dem Weg zu sich selbst begegnen ihr der fischgraue Oskar, der fabelhafte Bear, sowie Köfte-Belmondo, der attraktive Mann der Mittlerin. Dabei wird sie in reger Auseinandersetzung mit der literarischen Tradition immer bewusster zur Erzählerin ihrer eigenen Geschichte.

„Quasi aus dem materielosen Nichts wird hier ein Roman erschaffen, der spielerisch leicht von Thomas Bernhard und Platon und der täglichen Prokrastination erzählt. Entstanden ist so eines der komischsten Bücher des Jahres“, schreibt Feuilletonredakteur Richard Kämmerlings in „Die Literarische Welt“.

Julia Trompeter wurde 1980 in Siegburg geboren. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Klassische Literaturwissenschaft in Köln und promovierte in Berlin und Bochum. Seit 2009 tritt sie in dem performativen Projekt „Sprechduette“ zusammen mit Xaver Römer auf. 2010 war sie Finalistin des „open mike“, 2012 erhielt sie das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, 2013 für ihren Debütroman eine Förderung der Kunststiftung NRW und 2014 den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler.

Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro.

www.lit.eifel.de

 

 

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