11. November 2014

Kopf-Kopf-Rennen der Dörfer

Das Dorf ist der originäre Lebensraum im Gebiet der Zukunftsinitiative Eifel – Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ schaut längst nicht mehr nur auf die Optik, sondern auch auf Wirtschaftsleben, Kultur und Soziales in den Eifelortschaften – Jetzt war in der Nordeifel im Freilichtmuseum Kommern Siegerehrung – 71 Dörfer machten dort mit, Nettersheim, Dreiborn, Floisdorf und Bürvenich qualifizierten sich für die NRW-Landesebene – Hohes Niveau, denn Platz 9 (Kall-Sistig) hatte mit 81 Punkten nur neun Punkte weniger als Wettbewerbssieger Nettersheim – Landrat Günter Rosenke grüßte 250 Tagungsteilnehmer „bis zum nächsten Mal in drei Jahren“

Kommern/Kreis Euskirchen – Das Freilichtmuseum Kommern war Schauplatz der Siegerehrung im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. 71 Ortschaften im Kreis Euskirchen haben sich 2014 beteiligt – 20 mehr als zuletzt 2011.

Vize-Bürgermeister Peter Wassong begrüßte rund 250 Abgesandte dieser Dörfer im vollbesetzten Pingsdorfer Tanzsaal, wo die Jahrestagung der von Landrat Günter Rosenke angeführten Gartenbau- und Verschönerungsvereine den feierlichen Rahmen für die Siegerehrung bot.

Das Rennen war knapp: Mit 90 Punkten lag Nettersheim nur knapp vor Dreiborn, das 88 Punkte kassierte, sowie vor Floisdorf (87 Punkte) und Bürvenich (86 Punkte). Aber auch auf den weiteren acht Rängen bewiesen die Dörfer ein fast gleich hohes Niveau wie die vier Erstplatzierten: Freilingen (85), Frohngau (84), Ripsdorf (83), Sistig und Marmagen (81), Nemmenich und Sieberath (78) sowie Sinzenich (77).

In einer kurzweiligen Talkrunde standen Franz Unterstetter (2.v.r.), der Leiter der Bewertungskommission, Rudi Dick (r.), Doris Felser (2.v.l.)  und Heinrich Büsch (l.) dem Journalisten Manfred Lang Rede und Antwort. Krankheitsbedingt fehlte mit Dieter Evertz das fünften Mitglied der Bewertungskommission, die in diesem Jahre Punkte verteilten in den Bereichen „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und -entwicklung“, „Grüngestaltung und -entwicklung“ und „Das Dorf in der Landschaft“. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

In einer kurzweiligen Talkrunde standen Franz Unterstetter (2.v.r.), der Leiter der Bewertungskommission, Rudi Dick (r.), Doris Felser (2.v.l.) und Heinrich Büsch (l.) dem Journalisten Manfred Lang Rede und Antwort. Krankheitsbedingt fehlte mit Dieter Evertz das fünften Mitglied der Bewertungskommission, die in diesem Jahre Punkte verteilten in den Bereichen „Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen“, „Soziale und kulturelle Aktivitäten“, „Baugestaltung und -entwicklung“, „Grüngestaltung und -entwicklung“ und „Das Dorf in der Landschaft“. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Bewertet wird im alle drei Jahre stattfindenden Dörferwettbewerb längst nicht mehr nur die Optik. Öffentliches und privates Grün und Blumenschmuck im Verein mit dem naturgegebenen ökologischen Umfeld machen heute nur mehr einen Teil der Bewertungskriterien aus.

Kurzweiliger Talk der Bewertungskommission

Die von dem früheren Kreisdezernenten Franz Unterstetter geführte Kommission begutachtete von Mai bis Juli bei der Besichtigung und Beurteilung der 71 teilnehmenden Dörfer auch das soziale und kulturelle Leben, wirtschaftliche und Vereinsinitiativen, Baugestaltung und Zusammenhalt.

Landrat Günter Rosenke (ganz links), der seit 20 Jahren den Vorsitz des Kreisverbands der Gartenbau- und Verschönerungsvereine inne hat, ehrte die vier erstplatzierten Dörfer, dann stellten er und die Sponsoren sich mit den Delegationen dieser Dörfer zum Gruppenfoto auf. die Delegationen Rechts neben Rosenke Hartmut Cremer von der Kreissparkasse, rechts außen Josef Reidt, der Kuratoriumsvorsitzende der Kultur- und Sportstiftung, Dritter von rechts Markus Ramers von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Landrat Günter Rosenke (ganz links), der seit 20 Jahren den Vorsitz des Kreisverbands der Gartenbau- und Verschönerungsvereine inne hat, ehrte die vier erstplatzierten Dörfer, dann stellten er und die Sponsoren sich mit den Delegationen dieser Dörfer zum Gruppenfoto auf. die Delegationen Rechts neben Rosenke Hartmut Cremer von der Kreissparkasse, rechts außen Josef Reidt, der Kuratoriumsvorsitzende der Kultur- und Sportstiftung, Dritter von rechts Markus Ramers von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Unterstetter, Doris Felser, die Vorsitzende der 750 Mitglieder zählenden Landfrauenvereinigung im Kreis Euskirchen, Ex-Kreisjugendamts- und Sozialamtschef Rudi Dick und Heinrich Büsch vom Vorstand der Gartenbauvereine im Kreis Euskirchen gaben in einer kurzweiligen Talkrunde mit dem Journalisten Manfred Lang Einblick in die Arbeit der Bewertungskommission.

Und unter dem allgemeinen Applaus der 250 Tagungsteilnehmer grüßten sie den fünften aus ihrer Bewertungsrunde, Ex-Kreisbauhofchef Dieter Evertz, der wegen eines Krankenhausaufenthaltes nicht dabei sein konnte.

Das Rennen war knapp: Mit 90 Punkten lag Nettersheim nur knapp vor Dreiborn, das 88 Punkte kassierte, sowie vor Floisdorf (87 Punkte) und Bürvenich (86 Punkte). Aber auch auf den weiteren acht Rängen bewiesen die Dörfer ein fast gleich hohes Niveau: So hatte Sistig, für das Karl Vermöhlen (Mitte) Urkunde, Blumen und Preisgeld entgegennahm, auch noch stattliche 81 Punkte. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Das Rennen war knapp: Mit 90 Punkten lag Nettersheim nur knapp vor Dreiborn, das 88 Punkte kassierte, sowie vor Floisdorf (87 Punkte) und Bürvenich (86 Punkte). Aber auch auf den weiteren acht Rängen bewiesen die Dörfer ein fast gleich hohes Niveau: So hatte Sistig, für das Karl Vermöhlen (Mitte) Urkunde, Blumen und Preisgeld entgegennahm, auch noch stattliche 81 Punkte. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Musikalisch eingerahmt wurden Talkrunde und Siegerehrung von den Musikvereinen Ripsdorf und Schmidtheim, die sich zu einer Spielgemeinschaft unter dem Dirigat von Benedikt Elz zusammengetan haben.

Besonders geehrt wurde Peter Bädorf, der der Bewertungskommission seit der Begründung des Vorgänger-Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ im Jahre 1961 angehört hatte. Seit 1975 wurde eine Statistik geführt, aus der hervorgeht, dass immer zwischen 50 und knapp 120 Dörfer im Kreis Euskirchen teilgenommen haben. 50 wie zuletzt 2011 waren der bisherige Tiefpunkt.

Man sprach persönlich an, warb um Teilnahme und auch gemeinschaftliche Bewerbung mehrerer Dörfer. Offensichtlich erfolgreich, denn mit 71 waren es diesmal 20 mehr als 2011, darunter auch Neulinge unter den Teilnehmern, insbesondere aus dem Münstereifeler Höhengebiet.

Leerstands-Management und Klimaschutz

Bevor Landrat Günter Rosenke in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisverbandes der Gartenbau- und Verschönerungsvereine die siegreichen zwölf Dörfer auszeichnete, bat er die Geldgeber auf die Bühne: Hartmut Cremer vom Vorstand der Kreissparkasse Euskirchen sowie die Kreistagspolitiker Markus Ramers (SPD) und Josef Reidt (CDU) in ihrer Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzende von Stiftungen der Kreissparkasse Euskirchen.

Landrat Günter Rosenke (von links) hat einen Scheck über 15.000 Euro von Markus Ramers, Hartmut Cremer und Josef Reidt überreicht bekommen – die Preisgelder für die 71 teilnehmenden Dörfer von „Unser Dorf hat Zukunft“. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Landrat Günter Rosenke (von links) hat einen Scheck über 15.000 Euro von Markus Ramers, Hartmut Cremer und Josef Reidt überreicht bekommen – die Preisgelder für die 71 teilnehmenden Dörfer von „Unser Dorf hat Zukunft“. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

15.000 Euro hat die Sparkasse auch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt, um auch einen materiellen Anreiz für die Teilnahme bei „Unser Dorf hat Zukunft“ zu geben. Alle Dorfgemeinschaften bekamen ein Teil des Preisgeldes: Die Plätze 1 bis 4 jeweils 700 Euro, die Plätze 5 bis 12 je 400 Euro sowie 200 Euro für alle weiteren Dörfer.

Nettersheim hatte die Kommission vor allem mit seiner vorbildlichen Dorfentwicklung überzeugt. So wurden das Bahnhofsumfeld und der Dorfplatz umgestaltet, ein Leerstands-Management für den Ort entwickelt und ein Klimaschutzkonzept entworfen. Ebenfalls überzeugten die Alten- und Jugendbetreuung und die Vielzahl an Veranstaltungen, die in Nettersheim stattfinden.

Die Spannung war beträchtlich im Pingsdorfer Tanzsaal, ehe fest stand welche der 71 teilnehmenden Dörfer 2014 auf Landesebene weitermachen dürfen. Es sind Nettersheim, Dreiborn, Floisdorf und Bürvenich. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Spannung war beträchtlich im Pingsdorfer Tanzsaal, ehe fest stand welche der 71 teilnehmenden Dörfer 2014 auf Landesebene weitermachen dürfen. Es sind Nettersheim, Dreiborn, Floisdorf und Bürvenich. Foto: Josef Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zu den Teilnehmern des Wettbewerbes sagte Landrat Günter Rosenke zum Abschluss: „Ich würde mich freuen, wenn wir uns wiedersehen.“ Das nächste Mal wird der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017 ausgetragen.

pp/Agentur ProfiPress




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