22. August 2014

Saubraten fand reißenden Absatz

Wittlich erlebte Riesenansturm zur Säubrennerkirmes

Wittlich – „Bürger! Freunde! Höret und sehet die Geschicht’, kurz und schlicht, wie die Wittlicher zu dem Namen Säubrenner kamen …” So begann auch in diesem Jahr wieder das historische Festspiel auf der Freilichtbühne im Stadtpark zum Auftakt der Säubrennerkirmes, einem Volksfest im rheinland-pfälzischen Wittlich. Über 150 Akteure des Festspielensembles, des Reit- und Fahrvereins Wittlich, der Böllerschützen, des Heimatvereins Neuerburg, der Gerolsteiner Stadtsoldaten, des Spielmannszugs Bausendorf und viele Freiwilligen ließen die Stadtbelagerung und -eroberung durch den Ritter von Ehrenberg von 1397 noch einmal lebendig werden.

Hunderte von Zuschauern verfolgten im Fackelschein das Legendenspektakel, bei dem eine hungernde Sau nach Verzehr der als Riegel dienenden Möhre dem Feind Zugang in die Stadt verschaffte und somit der Anlass für die weit über die Grenzen des Landes bekannte Säubrennerkirmes ist. Von Freitag bis Dienstag zog das Ereignis mit Festspiel, Rummel, Weinständen, Musikbühne, Festzug und Handwerkermarkt nicht weniger als 100.000 Besucher aus aller Herren Länder an.

Auch ein historischer Feuerwehrtrupp zog beim großen Festzug durch die Wittlicher Innenstadt. Foto: Martin Becker, Jan Mußweiler, Thomas Steinmetz/pp/Agentur ProfiPress

Auch ein historischer Feuerwehrtrupp zog beim großen Festzug durch die Wittlicher Innenstadt. Foto: Martin Becker, Jan Mußweiler, Thomas Steinmetz/pp/Agentur ProfiPress

Kulinarisch zeigte sich das Interesse an der mittelalterlichen Säubrennersage im reichlichen Verzehr des traditionellen Saubratens. Dabei sprachen die Besucher der deftigen Spezialität in diesem Jahr besonders gut zu und brachen mit 124 verspeisten Säuen den Rekord von 2010, als exakt ein Schwein weniger verspeist wurde. Zu Schauzwecken wurden zwei Schweine auf dem Marktplatz als Ganzes am Spieß gebraten. Der eigentlich verkaufte Braten, der mit Brötchen und Senf serviert wird, garte hingegen in großen Truhen. In den 65 Jahren seit Bestehen der Kirmes wurden insgesamt 5.385 Säue verzehrt.

Die Attraktion auf dem Rummelplatz war das 50 Meter hohe Riesenrad „Jupiter“. Aufwendige Details und eine beeindruckende Lichttechnik machten die Fahrt mit dem Koloss mit 36 Gondeln zu einem besonderen Erlebnis, einmal abgesehen von der einmaligen Aussicht über die Stadt Wittlich. Als besonderes Highlight hatten sich die Veranstalter in diesem Jahr eine Weinprobe auf dem Riesenrad einfallen lassen, die Sonntagmorgen stattfand.

Den historischen Festzug durch die Innenstadt ließ sich kaum einer entgehen. Auch die Prominenz hatte hier ihren Auftritt. Foto: Werner Pelm/pp/Agentur ProfiPress

Den historischen Festzug durch die Innenstadt ließ sich kaum einer entgehen. Auch die Prominenz hatte hier ihren Auftritt. Foto: Werner Pelm/pp/Agentur ProfiPress

Am Samstagnachmittag platzte die Wittlicher Innenstadt aus allen Nähten, als der Festzug mit den festlich geschmückten Wagen und Fußgruppen durch die Altstadt bis zum Marktplatz zog. Mit dabei waren wieder traditionsreiche Gruppen wie die Wittlicher Waschweiber und ein historischer Feuerwehrtrupp, aber auch der Winzer-Festwagen „Ürziger Würzgarten” mit Weinkönigin Karina I. und der Fanfarenzug der Gerolsteiner Stadtsoldaten waren mit von der Partie.

Der Handwerkermarkt auf dem Platz an der Lieser war ebenfalls ein besonderer Anziehungspunkt für alle Liebhaber des traditionellen Handwerks. Mehr als 30 Handwerker präsentierten hier ihre Handwerkskunst.

pp/Agentur ProfiPress




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