31. Juli 2014

Eifeler punkten mit „gebauter Nachhaltigkeit“

Nachhaltigkeitsbericht 2013 des Landesbetriebs Wald und Holz NRW im Holzforum auf der Landesgartenschau in Zülpich vorgestellt – Bürgermeister Albert Bergmann nimmt Urkunde über Klimaschutzleistung des innovativen Bauwerks entgegen –Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamts Hocheifel-Zülpicher Börde, stellt Bedeutung des Sektors Wald und Holz auch für Eifelregion heraus

Nordeifel/ Zülpich –Dass der „Nachhaltigkeitsberichts“, wie der in Münster ansässige Landesbetrieb Wald und Holz NRW seinen jährlichen Geschäftsbericht mittlerweile nennt, für das Jahr 2013 gerade in der Eifel – nämlich auf dem Gelände der Landesgartenschau (LAGA) in Zülpich – präsentiert wurde, ist kein Zufall. „Hier kann man an konkreten Beispielen zeigen, was Nachhaltigkeit bedeutet“, so Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs. Alleine das Gebäude, in dem sich der Landesbetrieb auf der LAGA präsentiert – das Holzforum – sei „gelebte Nachhaltigkeit“. Dadurch nämlich, dass das auch optisch sehr ansprechende Gebäude komplett mit dem Werkstoff Holz gebaut wurde, sei ein gewaltiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet worden.

„Durch den Holzbau auf der LAGA werden der Atmosphäre 139 Tonnen CO2 entzogen. Das ist die Menge CO2, die ein Auto auf einer über 900.000 Kilometer langen Fahrt freisetzt – also etwa dann, wenn es 23 Mal um die Welt fährt“, erläuterte Matthias Eisfeld, Leiter der so genannten CO2-Bank und Geschäftsführer des Landesbeirates Holz NRW e.V.. „Bank“ deshalb, weil im Rahmen eines internationalen Projektes der Holzwirtschaft eine digitale Datenbank geschaffen wurde, in der Bauherren und Unternehmen besonders klimafreundliche Bauten inklusive der konkreten Holzart und –menge eintragen lassen können. „Holz ist der einzige Wirtschaftszweig der CO2-senkend ist“, so Eisfeld, denn: „Der Baum atmet in der Lebensphase CO2 ein und Sauerstoff aus.“ Dieser CO2-Gehalt ist also im Baustoff Holz „gespeichert“, damit der Umwelt entzogen und somit ein beachtlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Präsentierten den Nachhaltigkeitsbericht des Landesbetriebs Wald und Holz NRW (v.l.): Matthias Eisfeld von der „CO2 Bank“, Volker Holtkämper, Leiter des Fachbereichs Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz im Landesbetriebs Wald und Holz NRW, LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann, Bürgermeister Albert Bergmann, Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs, Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde,  Ingo Esser, Leiter des Waldpädagogikzentrums Eifel, Axel Krähenbrink, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland und der Forstwirt Michael Holzwarth. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Präsentierten den Nachhaltigkeitsbericht des Landesbetriebs Wald und Holz NRW (v.l.): Matthias Eisfeld von der „CO2 Bank“, Volker Holtkämper, Leiter des Fachbereichs Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz im Landesbetriebs Wald und Holz NRW, LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann, Bürgermeister Albert Bergmann, Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs, Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde, Ingo Esser, Leiter des Waldpädagogikzentrums Eifel, Axel Krähenbrink, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland und der Forstwirt Michael Holzwarth. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Sie sind für mich also mit diesem Gebäude aktive Klimaschützer“, attestierte Matthias Eisfeld Zülpichs Bürgermeister Albert Bergmann und überreichte ihm ein Zertifikat, dass die Klimaschutzleistung des „Holzforums“ bestätigt. Im Gebäude dokumentiert eine vom Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim (Kreis Euskirchen) konzipierte und geschaffene Ausstellung die Forst- und Holzwirtschaft.

Dass die Eifel auch ansonsten im „Cluster Wald und Holz“, also der gesamten Wertschöpfungskette in Sachen Wald und Holz vom Forstbetrieb über das Sägewerk bis zum fertigen Holzprodukt, ordentlich mitmischt, belegen die Zahlen, die Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde, lieferte: „In der NRW-Eifel gibt es rund 100.000 Hektar Waldflächen, 13.000 Unternehmen mit insgesamt 16.000 Mitarbeitern erwirtschaften insgesamt 3,3 Millionen Euro Jahresumsatz in der Wald- und Holzwirtschaft.“ Allerdings sei der Anteil an Holz, der aus der Eifel exportiert und anderswo weiterverarbeitet werde, mit 98 Prozent viel zu hoch. Hier gelte es, die Wertschöpfungskette vermehrt in der Region zu halten. In diesem Sinne sei ganz bewusst in der Eifel das Holzkompetenzzentrum Rheinland aufgebaut und der Verein Wald und Holz Eifel e.V. gegründet worden. Daraus erwachsen ist unter anderem die wichtige Zusammenarbeit mit Hochschulen und Fachleuten wie Architekten und Bauingenieuren.

Bei der vom Eifeler Journalisten Manfred Lang moderierten Pressekonferenz (v.l.): LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann, Bürgermeister Albert Bergmann, Matthias Eisfeld von der „CO2 Bank“, Volker Holtkämper, Leiter des Fachbereichs Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz im Landesbetriebs Wald und Holz NRW, Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs, Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde, Axel Krähenbrink, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland, Ingo Esser, Leiter des Waldpädagogikzentrums Eifel und der Forstwirt Michael Holzwarth.  Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Bei der vom Eifeler Journalisten Manfred Lang moderierten Pressekonferenz (v.l.): LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann, Bürgermeister Albert Bergmann, Matthias Eisfeld von der „CO2 Bank“, Volker Holtkämper, Leiter des Fachbereichs Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz im Landesbetriebs Wald und Holz NRW, Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs, Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde, Axel Krähenbrink, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland, Ingo Esser, Leiter des Waldpädagogikzentrums Eifel und der Forstwirt Michael Holzwarth. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Für das gesamte Land NRW dokumentiert der Nachhaltigkeitsbericht 2013 die Situation des Landesbetriebs Wald und Holz wie von Andreas Wiebe auf den Punkt gebracht: „Stabil in schwierigen Zeiten.“ Stabil präsentiere sich auch das Cluster Wald und Holz NRW. Im Ranking der produzierenden Gewerbe in Nordrhein Westfalen liegt das Cluster Wald und Holz NRW deutlich vor Autoindustrie, Chemie-Pharma- und der IT- Branche. Volker Holtkämper, Leiter des Fachbereichs Holzwirtschaft, Forschung, Klimaschutz – Wald und Holz NRW: „Das Cluster ist ein echtes Multitalent. Es sorgt für Arbeitsplätze und Wachstum, trägt zum Klimaschutz bei und ist ein wichtiger Baustein für die Biodiversität im Wald“.

Neben weiteren Zahlen und Fakten zum Landesbtrieb enthält der Nachhaltigkeitsbericht mit dem Titel „Gemeinsam für den Wald“ auch einen Thementeil, der die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus Naturschutz, Verbänden, Kommunen und Waldbesitzern in der Praxis dokumentiert. Denn, so Andreas Wiebe: „Wir sind im Wald nicht als Alleinunterhalter unterwegs. Wir sind Brückenbauer zwischen Wald und Gesellschaft.“ Ebenso, wie Nachhaltigkeit immer mit den drei grundlegenden Aspekten zu berücksichtigen sei: Nachhaltigekeit in sozialer und ökologischer, aber auch ökonomischer Hinsicht.

Matthias Eisfeld von der international tätigen „CO2 Bank“ und Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, überreichten Bürgermeister Albert Bergmann und dem LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann ein Zertifikat, das die Klimaschutzleitung des innovativen „Holzforums“ auf der LAGA dokumentiert. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Matthias Eisfeld von der international tätigen „CO2 Bank“ und Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, überreichten Bürgermeister Albert Bergmann und dem LAGA-Geschäftsführer Christoph M. Hartmann ein Zertifikat, das die Klimaschutzleitung des innovativen „Holzforums“ auf der LAGA dokumentiert. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Zahlen und Fakten aus dem Nachhaltigkeitsbericht:

Mit rund 7 Millionen Euro Gewinn konnte Wald und Holz NRW auch in diesem Jahr einen Beitrag zur Entlastung des Landeshaushalts leisten. Im Staatswald Nordrhein-Westfalens wurden 532.000 Festmetern Holz eingeschlagen. Das ist etwas weniger als im Vorjahr. 93 Prozent der Umsatzerlöse erwirtschaftet Wald und Holz NRW durch den Holzverkauf. Weitere Erlöse erwirtschaftet Wald und Holz NRW durch Verpachtungen oder durch neue Geschäftsfelder, wie den Beerdigungswald. In den nächsten Jahren sollen die neuen Geschäftsfelder zusätzliche Gewinne bringen, kündigte Andreas Wiebe im Rahmen der Präsentation auf der LAGA Zülpich an.

Zufrieden zeigte sich Andreas Wiebe auch mit den im Nachhaltigkeitsbericht ausgewiesenen Jagdstrecken im Staatswald. „Ein Schritt in die richtige Richtung zur Anpassung der Schalenwildbestände an die Kapazität des Waldes.“ sagte Andreas Wiebe. Der Staatswald wird dabei seiner Vorbildfunktion gerecht. In den letzten fünf Jahren wurde die Jagdstrecke beim Rotwild nahezu verdoppelt. Und auch bei Reh- und Muffelwild sind deutliche Steigerungen zu verzeichen. „Die Jagd im Landeseigenen Forstbetrieb erfolgt nach den neusten waldökologischen und wildbio-logischen Erkenntnissen“ betont der Leiter von Wald und Holz NRW.

pp/Agentur ProfiPress




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