11. Juni 2014

Eifeler startet bei Angel-WM

Städtischer Mechernicher Bauhofmitarbeiter und versierter Angelguide Helmut Schoddel (48) tritt ab Fronleichnam in Zeeland drei Tage lang für Deutschland gegen hundert andere Teilnehmer aus 14 Nationen an – Im Team mit Matthias Trapp auf amerikanischem Boot für die Firma „Pike Attack“ und die deutsche Raubfischangelei

Eifel/Zeeland – Einer der 102 Teilnehmer aus 14 Nationen bei der Weltmeisterschaft der Raubfischangler, der World Predator Classic (WPC), vom 19. bis 22. Juni in der Delta-Region von Maas und Waal in den Niederlanden ist Eifeler und heißt Helmut Schoddel. Der Mitarbeiter des städtischen Mechernicher Bauhofs, Angel-Guide und Angelzubehördealer startet bei der WM im Team mit Matthias Trapp für Deutschland.

Als Basis für ihre semiprofessionellen Fischzüge auf Hecht, Zander und Marsch dient dem Team der Firma „Pike Attack“ ein von der Firma „Nitro“ aus den Vereinigten Staaten gesponsertes Boot. Gefischt wird drei Tage lang in drei Sektoren auf 45 Kilometern Flussstrecke. Gewonnen hat, wer Fische mit dem addiert höchsten Längenmaß geködert hat. Die Tiere werden nach dem Fang bis auf Hornverletzungen im Maulbereich größtenteils unversehrt wieder in die Freiheit entlassen.

Das bundesdeutsche Angel-WM-Zweierteam Helmut Schoddel und Matthias Trapp. Grafik: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Das bundesdeutsche Angel-WM-Zweierteam Helmut Schoddel und Matthias Trapp. Grafik: Privat/pp/Agentur ProfiPress

„Ein Großteil der Teilnehmer kommt aus der Angelbranche und einige von ihnen sind Vollprofis, die auch den Weg aus Übersee oder dem Baltikum in die Niederlande nicht scheuen“, so der Eifeler WM-Angler Helmut Schoddel. Den Siegern winken übrigens 120.000 Euro Preisgeld. Der Hauptpreis ist ein 60.000 Euro teures spezielles Bass-Boot für die Raubfischangelei.

Zum gleichen Zeitpunkt und am gleichen Ort im Deltagebiet findet auch ein zweitägiges Event für Kajak-Fischer statt. Dabei geht für das deutsche Pike-Attack-Team Danny Thomas an den Start.

Helmut Schoddel im Strempter Angelsportgeschäft. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Helmut Schoddel im Strempter Angelsportgeschäft. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Helmut Schoddel vom städtischen Mechernicher Bauhof ist in seiner Freizeit ein passionierter und ambitionierter Angelsportler und Tourenführer. Die Woche über arbeitet er mit Harke und Säge in städtischen Anlagen, am Wochenende befindet er sich mit seinem Unternehmen „Pike Attack“ auf hoher See.

Über die Jahre hat sich Schoddel ein enormes Wissen und Gewässerkenntnisse angeeignet. Der Eifeler hilft jedem Kunden gerne und organisiert oft unvergessliche Angeltage mit kapitalen Fängen. Zu seinen bevorzugten Revieren gehören die Maas und das Hollandse Diep, die Gewässer von Südholland und der noch südlicheren Provinz Zeeland.

Das Plakat der bevorstehenden Raubfisch-Angel-WM „World Predator Classic“ (WPC) vom 19. bis 22. Juni in der Delta-Region von Maas und Waal in den Niederlanden. Grafik: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Das Plakat der bevorstehenden Raubfisch-Angel-WM „World Predator Classic“ (WPC) vom 19. bis 22. Juni in der Delta-Region von Maas und Waal in den Niederlanden. Grafik: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Helmut Schoddel ist gelernter Forstwirt und arbeitet als Kolonnenführer in einer der drei Grün-Kolonnen beim Bauhof der Stadt Mechernich. Am Wochenende aber schlägt sein Herz für das Hobby. Der mittlerweile 48-Jährige angelt seit seinem achten Lebensjahr.

Der WM-Teilnehmer aus Strempt in der Eifel und städtische Mechernicher Bauhofmitarbeiter Helmut Schoddel (48) mit einem kapitalen Hecht. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Der WM-Teilnehmer aus Strempt in der Eifel und städtische Mechernicher Bauhofmitarbeiter Helmut Schoddel (48) mit einem kapitalen Hecht. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ein früherer Nachbar hatte ihn damals mit zum Forellenteich genommen und ihn mit der Angelleidenschaft infiziert. Vor allem die Erzählungen des Mannes vom Fang kapitaler Hechte in Irland und kampfstarker Flussräuber in Holland hatten es dem jungen Helmut Schoddel angetan. „Damals habe ich mir den »Raubfisch-Virus« eingefangen“, scherzte Schoddel im Interview mit dem Reporter Felix Lang.

pp/Agentur ProfiPress




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