28. Mai 2014

Liberale für „Internationalpark Eifel“

A-1-Fertigstellung, grenzüberschreitende Ausschreibungen, gemeinsame Infrastrukturnutzung und internationale Bildungs- und Wirtschaftszusammenarbeit: Eifeler Kommunal- und Regionalpolitiker formulieren Zwölf-Punkte-Paket für ein Europa vor Ort

Losheim/Büllingen/Eifel – Pünktlich zur Europawahl am 25. Mai haben die Eifeler Liberalen dies- und jenseits der deutsch-belgischen Grenze ein gemeinsames Aktionsprogramm der Eifel-Ardennen-Region zur Europawahl verabschiedet.

Das Zwölf-Punkte-Papier wurde am Samstag im Hotel Schröder Büllingen/Losheim unterzeichnet. Und zwar unter anderem vom FDP-Europakandidaten Peter Rauw, dem Aachener Bezirksvorsitzenden Markus Herbrand, dem belgischen PFF-Europakandidaten Axel Kittel, dem Euskirchener Kreistagsfraktionschef Hans Reiff und dem langjährigen Bundestagsabgeordneten Dr. Edmund Geisen aus dem Vulkaneifelkreis.

PFF (Partei für Freiheit und Fortschritt in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens), FDP Vulkaneifel und der liberale Kreisverband Euskirchen arbeiten seit 15 Jahren eifelweit zusammen. Seit 2005 gibt es die „Liberale Eifel-Ardennen-Konferenz“, die jährlich tagt, je nach Themenlage auch zweimal in zwölf Monaten. Sprecher dieser Konferenz ist der in Kall-Scheven lebende Euskirchener Kreistags-Fraktionsvorsitzende Hans Reiff.

Bei der Unterzeichnung der Europaerklärung der Liberalen im Eifel-Ardennen-Raum (von links): der Aachener Bezirksvorsitzende Markus Herbrand, die Europakandidaten Peter Rauw und Axel Kittel, der Euskirchener Kreistags-Fraktionschef Hans Reiff und der langjährige Bundestagsabgeordnete Dr. Edmund Geisen aus dem Vulkaneifelkreis. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Bei der Unterzeichnung der Europaerklärung der Liberalen im Eifel-Ardennen-Raum (von links): der Aachener Bezirksvorsitzende Markus Herbrand, die Europakandidaten Peter Rauw und Axel Kittel, der Euskirchener Kreistags-Fraktionschef Hans Reiff und der langjährige Bundestagsabgeordnete Dr. Edmund Geisen aus dem Vulkaneifelkreis. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Zur Europawahl am 25. Mai hat die Liberale Eifel-Ardennen-Konferenz am Samstag eine gemeinsame Erklärung mit zwölf Punkten für die Regionalentwicklung unterzeichnet. In der Präambel heißt es: „Wir Liberalen wissen, wofür Europa steht. Nach zwei Weltkriegen ist Europa ein Kontinent des Friedens geworden, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ein Kontinent der Demokratie und der Freiheit.“ Europa sei aber „nicht nur Brüssel und Straßburg“, heißt es weiter: „Europa beginnt auch bei uns in der Region“.

Deshalb fordern die Liberalen aus dem Eifel-Ardennen-Raum den kurzfristigen Lückenschluss der Eifelautobahn A 1, die Sanierung der grenzüberschreitenden Straßen und die Bekanntmachung vorhandener Infrastrukturen in den Nachbarregionen, zum Beispiel die Möglichkeit der Nutzung der Bahnstrecke Eupen-Brüssel-Ostende für die Bevölkerung aus dem bundesdeutschen Eifelraum.

Unter Punkt 4 sprechen sich die Liberalen für eine engere Zusammenarbeit des Holzkompetenzzentrums Nettersheim und des Holzkompetenzzentrums in Ostbelgien aus. Außerdem wollen sie Handwerker, Freiberufler und Firmen laufend über grenzüberschreitende Einsatz- und Verdienstmöglichkeiten informieren. Kommunen und Gebietskörperschaften, die öffentlichen Hände in der Region, sollen ihre Aufträge grenzüberschreitend öffentlich ausschreiben.

Punkt 6 der Erklärung fordert die Schaffung einer gemeinschaftlichen Wirtschaftsförderung für die Region – und zwar „zur Überwindung von Kirchturmdenken“. Punkt 7 tritt für die Stärkung des Fremdenverkehrs in der Region Eifel-Ardennen ein und für eine Stärkung des gemeinsamen Eifel-Ardennen-Marketings.

Darüber hinaus wollen die Freidemokraten Angebote im Tagestourismus verbessern, vorhandene Radwanderrouten zu einem gemeinsamen grenzüberschreitenden Radwegenetz verknüpfen, den Informationsaustausch über die Länder- und Staatsgrenzen hinweg verbessern, die Zusammenarbeit von Weiterbildungseinrichtungen und Berufskollegs intensivieren und den Nationalpark Eifel in einen größeren Biosphärenpark verwandeln, der sich auch über die Eifelregionen in Rheinland-Pfalz und Belgien sowie das deutsch-belgische Hohe Venn erstreckt.

pp/Agentur ProfiPress

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