26. Mai 2014

Der Klimaschutz in Euskirchen hat ein neues Gesicht

Astrid Müller arbeitet an der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Kreises Euskirchen

Kreis Euskirchen – Seit Anfang April verfolgt der Kreis Euskirchen die Umsetzung des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes. Iris Poth, Leiterin der Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung, steht hierfür die neue Klimaschutzmanagerin Astrid Müller zur Seite. Sie ist beauftragt, die Maßnahmen des zuvor erarbeiteten Klimaschutzkonzeptes des Kreises in die Praxis umzusetzen und somit Klimaschutz und Energiewende voranzutreiben.

Aus ihrer vorherigen Tätigkeit bei einem Beratungsunternehmen in Köln hat Astrid Müller vielseitige praktische Erfahrung in der Umsetzung von Projekten im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien gesammelt. So hat sie erst kürzlich als Referentin auf der internationalen Passivhaustagung in Aachen das Energiekonzept der Klimaschutzsiedlung Aachen-Richtericher Dell vorgestellt. Bei ihrer Arbeit stellte sich heraus, dass die untersuchten energieeffizienteren Versorgungskonzepte (Passivhaus) wirtschaftlich langfristig deutlich besser abschneiden als konventionelle Versorgungskonzepte.

Aufgaben und Ziele

Das Klimaschutzkonzept des Kreises Euskirchen beinhaltet unter anderem die Information und Beratung von Verbrauchern, verwaltungsbezogene Klimaschutzmaßnahmen, energieeffiziente Energieversorgung und erneuerbare Energien und Mobilität. Astrid Müller wird sowohl verwaltungsintern als auch extern über das Klimaschutzkonzept informieren und Prozesse für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure initiieren.

Sie wollen den Klimaschutz und die Energiewende im Kreis Euskirchen vorantreiben: Iris Poth (l.), Leiterin der Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung  und Klimaschutzmanagerin Astrid Müller. Foto: Dagmar Berens/Kreismedienzentrum/pp/Agentur ProfiPress

Sie wollen den Klimaschutz und die Energiewende im Kreis Euskirchen vorantreiben: Iris Poth (l.), Leiterin der Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung und Klimaschutzmanagerin Astrid Müller. Foto: Dagmar Berens/Kreismedienzentrum/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur der Verbraucher wird von den Angeboten profitieren. „Klimaschutzprojekte stellen auch aktive regionale Wirtschaftsförderung dar, da Wissen im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stärkt“, sagte Astrid Müller. Ziel ist es außerdem, verstärkt Klimaschutzaspekte in die Verwaltungsabläufe und in der Kommune/Institution zu integrieren.

Handlungsfelder

Astrid Müller knüpft bei ihrer Arbeit an die positiven Erfahrungen der Region an, der Kreis Euskirchen und seine Partner haben bereits diverse Klimaschutzprojekte erfolgreich umgesetzt. Dazu zählen die Unterstützung der Enerkom (Energiekompetenzshow Nordeifel), Informationsveranstaltungen für Betriebe etwa zum Thema Energielastmanagement oder so innovative Projekte wie das Eifelmobil (elektrische angetriebene Dorfautos und Pedelecs) oder die „Klimatour“, eine neue Initiative des Naturparks Nordeifel und der Einstieg der Eifel in die Thematik „Klimaschutz und Tourismus”. Eine erste Umsetzung des Klimaschutzkonzepts fand bereits in der Gründung der Energieagentur Eifel in Kooperation mit der Gemeinde Nettersheim statt.

„Der Schwerpunkt wird in Zukunft bei den Sektoren Verbraucher und Verkehr liegen, da hier die größten Energieverbräuche und gleichzeitig auch die höchsten Einsparpotentiale liegen“, kündigt Astrid Müller an. Besonders wichtig sei, dass alle Kommunen von den Maßnahmen profitieren und Wissenstransfer zwischen den Akteuren stattfindet.

In den nächsten drei Jahren sind folgende Maßnahmenschwerpunkte vorgesehen:

– Beratung der Energieagentur Eifel von Verbraucher und klein- und mittelständischen Unternehmen (Initialberatung, Energietelefon usw.)

– Umweltbildung

– Vorträge und Seminare zu energetischer Sanierung, Energieeffizienz, nachhaltiger Mobilität und Konsum „Interkommunaler Klimaschutz”

– Weiterbildungen im Bereich Klimaschutz

– Vernetzung der Akteure sowie die Sensibilisierung zu Energieeffizienzthemen

– nachhaltige Mobilität

Alle angesprochenen Zielgruppen sind zur Kontaktaufnahme aufgerufen: Astrid Müller, Stabsstelle 80 Struktur- und Wirtschaftsförderung, Klimaschutzmanagement, Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen, Tel. 0 22 51/15-977, Email: astrid.mueller@kreis-euskirchen.de

pp/Agentur ProfiPress

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