6. Mai 2014

Den Reitern und Pilgern schien die Sonne

Rund 130 Pferde und Reiter bei der Prozession zum traditionellen Georgsritt in Kallmuth

Mechernich-Kallmuth – Hufgeklapper, herausgeputzte Pferde in allen Größen und ein mit Blumen geschmückter Sakramentswagen kündigten den traditionellen Georgsritt an, ein Ereignis, das auch viele Fußpilger nach Kallmuth im Mechernicher Stadtgebiet lockte und über das der Journalist Franz Küpper in der aktuellen Samstagsausgabe der Kölnische Rundschau berichtet.

Nicht nur Ross und Reiter, auch zahlreiche Fußpilger nahmen an der Freiluftmesse teil. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Nicht nur Ross und Reiter, auch zahlreiche Fußpilger nahmen an der Freiluftmesse teil. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Die rund 130 Reiter mit ihren Pferden, Geistliche und Gläubige, die zu Fuß von Kallmuth zum Georgspütz pilgerten, freuten sich über den warmen Sonnenschein beim Freiluftgottesdienst, den der Aachener Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz, Eifeldekan Erik Pühringer, Pfarrer Lothar Tillmann, Pfarrer Karl-Heinz Stoffels, Gemeindereferentin Elke Jodocy und Diakon Manfred Lang gemeinsam zelebrierten.

Seit Ende der neunziger Jahre reitet der Diakon Manfred Lang auf seiner Katblutstute „Hera“ dem Sakramentenwagen voran.  Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Seit Ende der neunziger Jahre reitet der Diakon Manfred Lang auf seiner Katblutstute „Hera“ dem Sakramentenwagen voran. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Während die Geistlichen und Elke Jodocy in der prächtig geschmückten Kutsche Platz nahmen, in der auch das Allerheiligste zum Georgspütz gefahren wurde, setzte der Mechernicher Diakon Manfred Lang die Familientradition fort und ritt auf dem Rheinisch-Deutschen Kaltblut „Hera“ voran. „Zunächst in der früher gebräuchlichen Traditionskleidung der Bauern dieser Eifelecke, das sind schwarze Hose, weißes Hemd, schwarze Krawatte und Zylinderhut“, berichtete Lang dem Journalisten Küpper. Seit seiner Weihe reitet er im liturgischen Gewand, in dem er auch die Heilige Messe mitfeierte. „Beides ist mir eine Ehre.“

Mit besonders schönem Zaumzeug war dieser Norweger (l.) aus Anlass des Georgrittes herausgeputzt.  Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Mit besonders schönem Zaumzeug war dieser Norweger (l.) aus Anlass des Georgrittes herausgeputzt. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Hoch zu Ross sitzende Standartenträger führten den traditionellen Georgsritt an. Die Reiterprozession zu Ehren des Reiterheiligen St. Georg begann im festlich geschmückten Dorf. Die Verehrung dieses Heiligen geht in Kallmuth bis ins Mittelalter zurück. Zur jetzt 62. Auflage hatte der Organisator und Kallmuther Ortsvorsteher, Robert Ohlerth, die Reiter aufgerufen, möglichst zahlreich zu erscheinen. Diesem Aufruf folgten sie natürlich gerne. Auch, wenn sie immer weniger aus religiösen Gründen teilnehmen, wie Ohlerth vermutete. „Für viele Reiter hat es mehr einen Event-Charakter.“ Ohlerth, der seit mehr als 17 Jahren die organisatorischen Fäden zieht, vermisste Reiter mit ihren Pferden aus der direkten Umgebung. Dennoch freue es den „Sachausschuss St. Georgsritt“, dass auch neue Reiter teilnahmen. So kamen dieses Mal erstmalig Reiter aus Heinsberg, die bereits ihre Zusage fürs nächste Jahr gaben, wie Küpper in der Kölnische Rundschau schreibt.

Früh übt sich, was ein Reiter werden will: Gut behütet von den Eltern, war dieser junge Mann einer der jüngsten Prozessionsteilnehmer. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Früh übt sich, was ein Reiter werden will: Gut behütet von den Eltern, war dieser junge Mann einer der jüngsten Prozessionsteilnehmer. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Nach der Festprozession folgte die Freiluftmesse: Auf der Wiese am Georgspütz fand unter freiem Himmel eine Eucharistiefeier statt, für deren musikalische Begleitung der Kallmuther Musikverein unter der Leitung von Werner Keus verantwortlich war. Für den Aachener Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz war es der erste Gottesdienst beim Mairitt. „Ich bin von der schönen Landschaft und der bunten Schar von Reitern und Pferden tief beeindruckt”, sagte er.

Im Sakramentenwagen, auf dem auch das Allerheiligste zur Wiese am Georgspütz transportiert wurde, nahmen die Geistlichen Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz, Eifeldekan Erik Pühringer, die Pfarrer Lothar Tillmann und Karl-Heinz Stoffels, Gemeindereferentin Elke Jodocy sowie einige Kommunionkinder Platz. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Im Sakramentenwagen, auf dem auch das Allerheiligste zur Wiese am Georgspütz transportiert wurde, nahmen die Geistlichen Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz, Eifeldekan Erik Pühringer, die Pfarrer Lothar Tillmann und Karl-Heinz Stoffels, Gemeindereferentin Elke Jodocy sowie einige Kommunionkinder Platz. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Auch viele Fußpilgerer folgten dem Jahrhunderte alten Prozessionsweg. In Gebeten und Bitten baten sie unter anderem um Schutz und Segen für Reiter und Pferde.

Für den Aachener Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz war der Gottesdienst beim Mairitt eine Premiere. „Ich bin von der schönen Landschaft und der bunten Schar von Reitern und Pferden tief beeindruckt", sagte er.  Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Für den Aachener Domkapitular Pfarrer Heiner Schmitz war der Gottesdienst beim Mairitt eine Premiere. „Ich bin von der schönen Landschaft und der bunten Schar von Reitern und Pferden tief beeindruckt”, sagte er. Foto: Franz Küpper/pp/Agentur ProfiPress

Bevor die Traditionsveranstaltung bei einem warmen Imbiss und Getränken ausklang, wurden auch die Pferde gesegnet. Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz sicherten den Prozessionszug ab. 40 Helfer um Robert Ohlerth sorgten für den reibungslosen Ablauf. Immer noch mit dabei ist der 79-jährige Michael Schäfer. „Die alten Helfer sterben langsam weg, die Jüngeren kommen nicht mehr nach“, klagte Ohlerth und hoffte, dass sich Nachwuchs begeistern lässt, um die Durchführung des Georgritts in den nächsten Jahren zu sichern.

pp/Agentur ProfiPress




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