8. April 2014

Mit einem Mord im Freilichtmuseum fängt alles an

Auch der neue Jacques-Berndorf-Preisträger Stefan Barz kommt aus dem Stadtgebiet Mechernich

Mechernich-Kommern – Das Freilichtmuseum in Kommern ist einer der wichtigsten Schauplätze im Kriminalroman des Jacques-Berndorf-Preisträgers 2014. In einer Pressekonferenz im Waldhaus des Museums lüftete Landrat Günter Rosenke das gut gehütete Geheimnis um den neuen Preisträger: Es ist der 1975 in Kommern geborene Stefan Barz. „Was lag also näher, die Romanhandlung in Kommern spielen zu lassen“, sagte dieser. Damit stammt der Preisträger erneut aus dem Mechernicher Stadtgebiet, denn vor zwei Jahren erhielten der in Mechernich-Vussem aufgewachsene Redakteur Thorsten Wirtz und seine aus Euskirchen stammende Ehefrau Rosa Wirtz den erstmals verliehenen Jaques-Berndorf-Förderpreis.

Preisträger Stefan Barz am Ort des Schreckens, der Gerichtssäule im Eifeldorf des Freilichtmuseums Kommern. Dort lässt der Autor den Mord geschehen.    Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Preisträger Stefan Barz am Ort des Schreckens, der Gerichtssäule im Eifeldorf des Freilichtmuseums Kommern. Dort lässt der Autor den Mord geschehen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Entsetzlich“, so Jury-Mitglied und Kreiskulturreferent Klaus Ring, sei der Entscheidungsprozess gewesen, zumal man sich in der ersten Runde zunächst nicht einig gewesen sei. Wesentliches Kriterium sei letztlich die Frage gewesen, ob die Jury den Bewerbern zutraue, aus der Leseprobe von 20 Seiten und dem Exposé ein mindestens 200-seitiges und bis zur letzten Zeile spannendes Buch zu machen. „Gerade Autoren, die noch keinen Roman veröffentlicht haben, sind immer in Gefahr, nach 50 Seiten schon alles Pulver verschossen zu haben“, weiß Volker Maria Neumann, Lektor beim KBV-Verlag und Jurymitglied. Froh sei er, so Ring weiter, dass die fünfköpfige Jury schließlich sowohl für die Nominierung als auch für die Preisvergabe einstimmige Entscheidungen getroffen habe. Die Jury trat in derselben Zusammensetzung wie vor zwei Jahren an und setzte sich neben Ring und Neumann aus den Krimiautoren Elke Pistor und Andreas Izquierdo sowie Kerstin Juchem, Leiterin des Nettersheimer Literaturhauses, zusammen. Mit der Entscheidung der Jury geht auch Verleger Ralf Kramp konform. „Ich habe ein rundum gutes Gefühl, das wird bestimmt ein großer Wurf“, sagte er.

Der mittlerweile mit seiner Ehefrau und seinem kleinen Sohn in Wuppertal lebende Stefan Barz sieht nun arbeitsreiche Wochen auf sich zukommen, denn bis zur offiziellen Preisverleihung am 12. September, um 19.30 Uhr, im Casino Euskirchen, muss er seinen Roman fertigschreiben – pünktlich zu den „Nordeifel-Mordeifel“-Krimitagen vom 10. bis 14. September. Denn für den Broterwerb arbeitet der gelernte Germanist und Philosoph als Pädagoge an der Ruhr-Universität Bochum in der Lehrerausbildung. So wundert es nicht, dass sein Krimi zum Teil im Schulmilieu angesiedelt ist. Das Zülpicher Gymnasium spielt dabei eine wichtige Rolle, denn dort ermitteln die beiden Protagonisten wiederholt. Barz selbst besuchte das St. Angela-Gymnasium in Bad Münstereifel und zog im Alter von 20 Jahren fürs Studium nach Bonn.

Verleger Ralf Kramp, Lektor Volker Maria Neumann und der aus Kommern stammende Jacques-Berndorf-Preisträger Stefan Barz (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz im Waldhaus des Freilichtmuseums.    Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Verleger Ralf Kramp, Lektor Volker Maria Neumann und der aus Kommern stammende Jacques-Berndorf-Preisträger Stefan Barz (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz im Waldhaus des Freilichtmuseums. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mit einem Ermordeten an der Gerichtssäule im historischen Eifeldorf des Freilichtmuseums fängt alles an. Der Arbeitstitel von Stefan Barz‘ Manuskript lautet daher schlicht „Schandpfahl“. Das Kripo-Duo besteht aus einem älteren, sehr erfahrenen Beamten und einem jungen Quereinsteiger, der – anders als der Autor – sein Philosophie- und Jurastudium abgebrochen hat. Zwischen dem Schöngeist und dem abgehärteten Zyniker kracht es ziemlich schnell.

Stellten den neuen Jacques-Berndorf-Preisträger und das Programm der Nordeifel-Mordeifel-Krimitage vor: Die Verantwortlichen und Sponsoren um Wirtschaftsförderin Iris Poth (4.v.l.) und Landrat Günter Rosenke (Mitte hinten). Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Stellten den neuen Jacques-Berndorf-Preisträger und das Programm der Nordeifel-Mordeifel-Krimitage vor: Die Verantwortlichen und Sponsoren um Wirtschaftsförderin Iris Poth (4.v.l.) und Landrat Günter Rosenke (Mitte hinten). Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Die Vorstellung des Preisträgers nutzte Iris Poth, Leiterin der Stabsstelle Struktur- und Wirtschaftsförderung beim Kreis Euskirchen, das Programm der „Nordeifel-Mordeifel-Krimitage“ vorzustellen, die, wie eingangs erwähnt, vom 10. bis 14. September mit Unterstützung der Kultur- und Sportstiftung der Kreissparkasse Euskirchen und der Regionalgas Euskirchen stattfinden. In dieser Zeit werden 25 Krimiautoren Lesungen in allen elf Städten und Gemeinden durchführen, und das an ungewöhnlichen Orten wie etwa in der Kläranlage in Mechernich-Burgfey, auf dem Gelände der Landesgartenschau in Zülpich oder in einem Weinfachgeschäft in Kall. Die ausführliche Programm-Broschüre in einer Auflage von 25.000 Exemplaren ist ab Montag, 14. April in der Kreisverwaltung Euskirchen, in allen Rathäusern, Tourist-Informationen, den Filialen der Kreissparkasse sowie in vielen Geschäften erhältlich. Die Programmübersicht findet sich auch online unter www.nordeifel-mordeifel.de. Buchungen werden ab sofort entgegengenommen.

pp/Agentur ProfiPress

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