31. März 2014

Eifeler Schüler: Film über Zivilcourage

Vierter Platz für die Klasse 10 d der städtischen Mechernicher Realschule im Feytal landesweit im NRW-Wettbewerb „Die große Klappe“ der Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“ und des Verkehrs- und Schulministeriums – Lob für die Aktion „Mehr Zivilcourage in Bus und Bahn“ kam auch von Passanten, die in Bahnhöfen, Bussen und Zügen von den engagierten Mechernicher Zehntklässlern angesprochen wurden – Projektarbeit vor allem entlang der Bahnstrecke Köln-Trier-Saarbrücken

Mechernich/Düsseldorf – Mit sieben anderen Schülergruppen erreichte die Mechernicher Realschul-Klasse 10 d von Susanne Clausen jetzt das Finale des Filmwettbewerbs „Die große Klappe“ der Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“ und des Düsseldorfer Verkehrs- und Schulministeriums.

Teilnehmen konnten Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen in den Jahrgangsstufen 7 bis 10. Die Eifeler Realschüler aus Mechernich bewarben sich mit einem einminütigen und nach ihrer Finalplatzierung mit einem fünfminütigen Film zum Thema Zivilcourage in Bus und Bahn.

Die Entscheidung fiel Ende März in Deutschlands größtem Premierenkino, der Lichtburg in Essen. Ministerin Sylvia Löhrmann, Minister Michael Groschek, die Finalisten aus Mechernich und den sieben anderen Schulen und natürlich die Jury waren dabei, als die Gewinner des Wettbewerbs feierlich bekannt gegeben wurden.

Die Realschule im Feytal aus Mechernich errang mit ihrem Film „Wissen macht Zivilcourage“ einen vierten Platz. Als Preis bekommt sie einen professionellen Filmworkshop für die ganze Klasse.

Die erfolgreichen Filmer der Klasse 10d der städtischen Mechernicher Realschule im Feytal nach der Preisverleihung in Essen, ganz rechts Schulleiter Willy Krause, links daneben Schulsozialarbeiterin Tanja Ley und Klassenlehrerin Susanne Clausen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Die erfolgreichen Filmer der Klasse 10d der städtischen Mechernicher Realschule im Feytal nach der Preisverleihung in Essen, ganz rechts Schulleiter Willy Krause, links daneben Schulsozialarbeiterin Tanja Ley und Klassenlehrerin Susanne Clausen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Sieger wurde die Hauptschule Nürnberger Straße aus Köln mit dem Streifen „Wir waren’s“, gefolgt von der Hildegardis-Schule Hagen mit „Zehn Dinge, die Sie nicht tun sollten…“und dem Albert-Martmöller-Gymnasium aus Witten mit „Alt! Opfer…?“

Neben Mechernich und den drei Erstplatzierten wurden auch die Parkschule Essen, die Realschule Heepen aus Bielefeld, die Leni-Valk-Realschule aus Goch und das Immanuel-Kant-Gymnasium aus Bad Oeynhausen ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 44 Gruppen aus ganz NRW an dem Filmwettbewerb beteiligt.

„Das Thema war vorgegeben. Es ging um Zivilcourage in Bus und Bahn“, so Susanne Clausen, die Klassenlehrerin der 10 d der Realschule im Feytal: „Wir mussten bis Oktober ein 60 Sekunden langes Bewerbungsvideo einreichen. Auf der Basis wurden wir unter den 44 Einsendungen mit sieben anderen Gruppen für das Finale ausgewählt. Dafür sollten wir dann einen fünf Minuten langen Film produzieren.“

Die 10 d kam mit ihrer Klassenlehrerin überein, eine Kampagne für mehr Zivilcourage in Bus und Bahn in den Bahnhöfen Mechernich und Euskirchen durchzuführen und darüber den Wettbewerbsbeitrag zu drehen. Susanne Clausen: „Wir haben eine Unterrichtseinheit zum Thema entwickelt und in einigen Klassen unserer Schule durchgeführt unter dem Motto: »Schüler machen Schule«. Das heißt also, dass unsere Schüler den Unterricht selbst gestaltet und »abgehalten« haben.“

Diese Einheit wurde von den Schüler eigenständig mit Hilfe der Schulsozialarbeiterin Tanja Ley entwickelt. Dann entwarfen die Pennäler einen Infoflyer zum Thema „Mehr Zivilcourage in Bus und Bahn“, den sie auf den Bahnhöfen Mechernich und Euskirchen unter die Menschen brachten.

Ihr Ziel war die Sensibilisierung von Fahrgästen, sich einzumischen, falls es in öffentlichen Verkehrsmitteln zu Pöbeleien oder gar Übergriffen auf andere kommen sollte. Susanne Clausen: „Außerdem haben wir einen Flashmob einstudiert, in welchem drei mögliche Gewaltszenen am Bahnhof gezeigt und richtig gelöst wurden.“

Ihren Schülern haben die selbst inszenierte Kampagne und ihre Verfilmung ebenso gefallen wie die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme mit eigener kreativer Arbeit. Pierre Müller sagte: „Unsere Kampagne war sehr wertvoll und ich bin der Meinung, dass es immer lohnenswert ist, sich für Zivilcourage einzusetzen.“

Sein Klassenkamerad Mike Schwingen meinte: „Wir haben nicht nur einen Film gedreht, sondern etwas bewegt.“ Und die Klassenlehrerin ist überzeugt, dass sich „ihre“ 10 d mit vollem Einsatz für die Kampagne eingesetzt hat: „Die sind über sich hinaus gewachsen!“

Auch die angesprochenen Passanten auf den Bahnhöfen und in den Zügen zeigten sich beeindruckt. Ein Vater von drei Kindern schrieb: „In einer Zeit, in der sich Erwachsene immer wieder über Sittenverrohung beschweren, empfinde ich die Aktion als sehr positives Beispiel. Der Einsatz von jungen Menschen, ein positives Vorbild zu sein, und den Gedanken der Zivilcourage in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu tragen, verdient Hochachtung.“

pp/Agentur ProfiPress

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