10. März 2014

Standortmarke Eifel soll Stärken der Region bündeln

Projekt der Zukunftsinitiative Eifel anlässlich der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vorgestellt – Standortmarke soll an Erfolg der Regionalmarke Eifel anknüpfen – Magnet für touristische wie wirtschaftliche Entwicklung

Eifel/Berlin – „Es ist ein nicht so ganz leichter Prozess, an dem viele Akteure mitwirken müssen“, konstatierte Städteregionalrat Helmut Etschenberg, der Präsident der Zukunftsinitiative (ZI) Eifel, bei der Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Dort stellten die Experten der Berliner Agentur „Embassy“, die auf die Bereiche Dachmarkenstrategie (Branding), Design und Kommunikation spezialisiert ist, erste Ergebnisse und den aktuellen Projektstand eines Markenbildungsprozesses zur Entwicklung einer Standortmarke Eifel vor.

Das Projekt „Standortmarke Eifel“, das die eifelweit tätige Zukunftsinitiative Eifel jetzt unter Federführung von Klaus Schäfer (Eifeltourismus ET GmbH), Fritz Rötting (IHK) und Frederic Wentz (Städteregion Aachen) auf die Schiene gebracht hat, soll an die Erfolge der Regionalmarke Eifel anknüpfen, die sich inzwischen selbst finanziere. „Die Vermarktung der Eifel Produkte unter der Regionalmarke funktioniert ganz toll, wir kommen mit den Lieferungen oft nicht nach“, berichtete Helmut Etschenberg. Die Regionalmarke sei ein hervorragendes Beispiel, wie öffentliche Zuschüsse als Hilfsmittel eingesetzt werden können.

Zur Pressekonferenz in Berlin waren auch zahlreiche Eifeler wie Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller (vorne, r.) und die Euskirchener Chef-Wirtschaftsfördein Iris Poth (2. Reihe, r.), gekommen. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Zur Pressekonferenz in Berlin waren auch zahlreiche Eifeler wie Dahlems Bürgermeister Reinhold Müller (vorne, r.) und die Euskirchener Chef-Wirtschaftsfördein Iris Poth (2. Reihe, r.), gekommen. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Die Standortmarke Eifel soll jedoch mehr als ein Emblem oder ein Logo sein, berichtete der Geschäftsführer der Eifeltourismus GmbH, Klaus Schäfer. Mit dem Eifel-e habe man ein inzwischen ein überaus  bekanntes Logo für die Region und deren Produkte. Die Standortmarke Eifel, wie immer sie aussehen werden, solle eine Bündelung aller unverwechselbaren Stärken sein, über die die Eifel verfügt. Sie soll Magnet nicht für die touristische, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sein.

Für die Entwicklung einer wirksamen Standortmarke Eifel müssen die Faktoren Lebensraum, Wirtschaft, Tourismus, Bevölkerung und Ereignisse unter einen Hut gebracht werden, berichtete Klaus Asemann von der Berliner Agentur Embassy bei der Pressekonferenz, an der im Internationalen Congress Center (ICC) bei der auch mehrere Eifeler Bürgermeister und Touristiker präsent waren.

Klaus Asemann präsentierte auch das Ergebnis eines Workshops im Schleidener Tagungshotel „Eifelkern“, in dem die Teilnehmer den Auftrag bekommen hatten, den Titel einer Wirtschaftszeitung zu gestalten, wenn ein großer Bericht über die Eifel geschrieben werden soll. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Klaus Asemann präsentierte auch das Ergebnis eines Workshops im Schleidener Tagungshotel „Eifelkern“, in dem die Teilnehmer den Auftrag bekommen hatten, den Titel einer Wirtschaftszeitung zu gestalten, wenn ein großer Bericht über die Eifel geschrieben werden soll. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Deshalb habe man im Rahmen des Markenbildungsprozesses 20 Interviews mit repräsentativen Vertretern der Eifel geführt, die in enger Verbindung zur Region stehen und deren Tätigkeit eine besondere Rolle für die Eifel spielen. Weitere Interviews seien mit Jugendlichen vorgesehen, die man in den Findungsprozess mit einbinden müsse.

Zur Verdichtung der aus den Befragungen gewonnenen Erkenntnisse hätten im  Februar drei Workshops mit weiteren hochkarätigen regionalen Vertretern aus den Bereichen Wirtschaft, Verbänden, Tourismus, Kultur und Bildung stattgefunden. Dabei seien die Stärken der Region bezüglich der Identität der Eifel und ihrer Bewohner erarbeitet und die ersten wichtigen Grundlagen für eine Entwicklung der Markenpersönlichkeit der Standortmarke Eifel gelegt worden, so Asemann.

Man habe nach den bisherigen Aktivitäten einige wichtige Erkenntnisse bezüglich der Bekanntheit der Eifel gewonnen. Der Tourismus spiele dabei für viele Befragte eine große Rolle. Anderseits halte sich das Bild der Eifel als Preußisch Sibirien  hartnäckig. Asemann: „Das Image klingt noch immer nach und drückt auf das Selbstbild.“  Es gebe aber noch kein vergleichbares Bild für die ganze Eifel, das das alte ersetzen könne. Es müsse innerhalb des langwierigen Prozesses gefunden werden. Dazu müsse die positive Entwicklung der letzten 15 Jahre kommuniziert werden.

Klaus Asemann präsentierte auch das Ergebnis eines Workshops im Schleidener Tagungshotel „Eifelkern“, in dem die Teilnehmer den Auftrag bekommen hatten, den Titel einer Wirtschaftszeitung zu gestalten, wenn ein großer Bericht über die Eifel geschrieben werden soll. Eine Frau hatte ein Foto vom Festival Rock am Ring gewählt und sich mit der Schlagzeile „Die Eifel – Der geilste Arsch der Welt“einen Spruch von Jaques Berndorf zu Eigen gemacht. Ein weiterer Teilnehmen sah in der Eifel eine „Versteckte Größe“, ein dritter wählte ein Foto mit den Maaren und pries die Eifel mit der Schlagzeile „Zwischen Frische und Abenteuer“ an.

Den aktuellen Projektstand zur Entwicklung einer Standortmarke Eifel stellten Klaus Asemann (v.l.) von der Agentur „Embassy“ und der ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer vor. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Den aktuellen Projektstand zur Entwicklung einer Standortmarke Eifel stellten Klaus Asemann (v.l.) von der Agentur „Embassy“ und der ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer vor. Bild: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Weitere Workshops seien geplant, teilte Asemann mit. Man wolle auch Arbeitgeber mit ins Boot holen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Ob die Standortmarke später ein Slogan oder ein Schlagwort werde, sei noch nicht klar. Das werde man zu einem späteren Zeitpunkt mit der Zukunftsinitiative und der Steuerungsgruppe, die die Entwicklung begleitet, entscheiden.

„Es lohnt sich“, resümierte ET-Geschäftsführer Klaus Schäfer die Anstrengungen zur Etablierung einer Standortmarke. Deshalb werde man auch die Markenbildung für die Öffentlichkeit transparent gestalten und die Region, deren Akteure und Bewohner in den Prozess mit einbinden. Eine öffentliche Resonanz sei vorhanden. Branding-Experte Klaus Asemann rechnet damit, dass er auf der großen Eifelkonferenz im November dieses Jahres ein greifbares Konzept vorstellen kann. 

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress




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