23. Dezember 2013

Erfrischende Eifeleien

„Kultur om Dörp“ führte die Autoren Berthold Thoma und Manfred Lang mit dem Liedermacher Erich Hermes zusammen

Mechernich-Bleibuir – Einen herzerfrischenden vorweihnachtlichen Abend bestritten die Autoren Berthold Thoma und Manfred Lang am Freitagabend gemeinsam mit dem Liedermacher Erich Hermes im Rahmen der Reihe „Kultur om Dörp“ im Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Bleibuir. Eingeladen hatte der von Klaus-Peter Hoss geführte Förderverein. Das Gastspiel war sehr gut besucht.

Obgleich sich die Zuhörer einem Wechselbad der Gefühle unterziehen mussten, waren die meisten begeistert. Wobei Erich Hermes mit Texten in Hochdeutsch und Eifeler Mundart eher auf die düstere Seite der Weihnacht und der eigenen Seele führte. Aber auch das gab es im Repertoire des in Bergbuir lebenden Chansoniers: Ein Weihnachtslied im Dreivierteltakt, bei dem das Auditorium in der Alten Schule herzlich mit schunkelte.

Einen herzerfrischenden vorweihnachtlichen Abend bestritten die Autoren Berthold Thoma (r.) und Manfred Lang am Freitagabend gemeinsam mit dem Liedermacher Erich Hermes (m.) im Rahmen der Reihe „Kultur om Dörp“ im Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Bleibuir. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Einen herzerfrischenden vorweihnachtlichen Abend bestritten die Autoren Berthold Thoma (r.) und Manfred Lang am Freitagabend gemeinsam mit dem Liedermacher Erich Hermes (m.) im Rahmen der Reihe „Kultur om Dörp“ im Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“ in Bleibuir. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Stilistisch lässt sich der in Keldenich als Sohn des dort sehr bekannten Heimatdichters Josef Hermes geborene Gitarrist und Sänger, Komponist und Texter kaum festlegen. Da bilden Walzer und Polka, Rock und Jazz gleichberechtigte musikalische Unterlagen für kritische Texte.

Für Volkskunde aus der Eifel, speziell aus dem Monschauer Land und dem Hohen Venn, dargebracht und erzählt in Form herzerfrischender Anekdoten und Verzällcher, zeichnete der 1955 in Kalterherberg geborene und auch dort lebende Philologe und Autor Berthold Thoma verantwortlich.

Egal ob es um das Gesundheitswesen, die Gastronomie oder das Brauchtum um Nikolaus und „Hans Muff“ ging: Berthold Thoma hat dem Eifeler Volk nicht nur aufs Maul geschaut, er kann ihre derb wirkende, aber herzlich gemeinte Wesensart, ihre Nickeligkeit und Bauernschläue sehr gut auf den Punkt bringen.

Die Lacher hatte Thoma ebenso auf seiner Seite, wie der in Bleibuir geborene und im benachbarten Lückerath lebende Dritte im Bunde dieses Kulturabends. Der Erzähler Manfred Lang las an diesem Abend auch Auszüge aus seinem neuen Büchlein „Dörpsgeschichten“ (KBV-Verlag). Beim Heimspiel gab Lang außerdem Kostproben Eifeler Mundart und Eigenart, die die Zwerchfelle der Zuhörer arg in Mitleidenschaft zogen.

Lang will im Februar in Bleibuir  in der Reihe „Kultur om Dörp“ gemeinsam mit seinem Journalistenkollegen Johannes Mager einen heiteren Abend nach der Devise bestreiten: „Ach, watt datt fröher schön, net nur en Colonia . . .“

pp/Agentur ProfiPress

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